Eine Drohne zu Weihnachten

Eine Drohne zu Weihnachten

Wer eine Drohne verschenkt, hat die Wahl zwischen unzähligen Modellen. Für Flugspass ohne Risiko sorgen Gesetze und die richtige Versicherung.

Hollywoodreife Bescherung

Spektakuläre Kameraschwenks oder eine Totale, die den Horizont einfängt – was vor ein paar Jahren noch Hollywood vorenthalten war, kann heute jeder mit ein bisschen Übung selbst filmen. Drohnen sind daher ein beliebtes Gadget. Der Umsatz für den privaten Gebrauch steigt seit Jahren. Doch wie wählt man aus den unzähligen Modellen das passende Weihnachtsgeschenk aus?

Welche Drohne soll es sein?

Die preisliche Spannweite ist gross. Wenn es nur um das Flugerlebnis oder ein erstes Ausprobieren geht, gibt es viele günstige Einsteigermodelle. Drohnen ohne Kamera sind bereits unter 40 CHF erhältlich. Wer allerdings ein Rundum-Paket mit Kamera, Akku, Speicherkarte, Steuergerät, Ersatzrotoren und Ladezubehör verschenken möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Ab 100 CHF erhält man gute Modelle inklusive Zubehör. Danach sind nach oben fast keine Grenzen gesetzt. Wer ein State-of-the-art-Modell verschenken möchte, zahlt gut und gerne mehrere tausend Franken.

Klein beginnen

Für den Anfang empfiehlt sich eine günstige Drohne zum Üben. Denn es ist nicht so einfach, das richtige Fluggefühl zu bekommen. Prüfen Sie auch, wie teuer Ersatzrotoren und Extra-Akkus sind. Interessante Infos zum Thema Drohnenkauf, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, gibt es zum Beispiel unter: www.drohnenvergleich.ch

Trends und neue Technologien

Fortgeschrittene Piloten können sich über die neuen Trends freuen, denn technisch werden Drohnen immer ausgefeilter. So können sie mit einem Tracking Devise verbunden werden, dem die Drohne dann folgt. Wer das Gerät bei sich trägt, wird gefilmt. Es entstehen spektakuläre Sportaufnahmen, beispielsweise beim Snowboarden oder Skifahren. Neue Spezialbrillen ermöglichen es den Piloten, die Welt aus der Sicht der Drohnenkamera zu sehen. Diese einzigartige Vogelperspektive ist allerdings noch sehr teuer.

Auch die Sicherheit der Flugobjekte wird kontinuierlich verbessert. So gibt es professionelle Modelle, die von einem kollisionssicheren Rahmen umgeben sind. Diese Hülle schützt sowohl die Drohne, als auch Gegenstände und Personen bei einem Absturz. Zusätzlich sorgen Stabilisatoren für wackelfreie Filmaufnahmen.

Rechtliche Details

Wer eine Drohne verschenkt, sollte den Beschenkten unbedingt über rechtliche Grundlagen aufklären. Verstösse werden geahndet und verderben den Flugspass. Es gelten folgende Gesetze:

  • Ist die Drohne leichter als 30 Kilogramm (was auf die meisten Hobbydrohnen zutrifft), darf grundsätzlich ohne Bewilligung geflogen werden.
  • Menschenansammlungen darf man allerdings nur aus einem Abstand von 100 Metern filmen.
  • Zu Flugplätzen muss man mindestens fünf Kilometer Abstand halten – ansonsten gefährdet man den Flugverkehr.
  • Allgemein gilt, dass die Privatsphäre von Drittpersonen nicht gestört werden darf. Ein Flug über bewohntes Gebiet benötigt darum eine Bewilligung.
  • Es muss immer Sichtkontakt zur Drohne bestehen. Wenn der Flug mit einer Spezialbrille verfolgt wird, muss eine zweite Person bereit stehen, um die Steuerung übernehmen zu können.

Detaillierte Informationen erhält man auf der Website des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) und auf dessen Youtube-Kanal. Das BAZL stellt auf ihrer Website eine interaktive Karte mit den verschiedenen Flugzonen zur Verfügung. Vor einem Flug also unbedingt anschauen!

Versicherung für Drohnen

Was geschieht, falls die Drohne einen Schaden an Personen oder Gegenständen verursacht? Versicherungstechnisch sind Drohnen den Modellflugzeugen gleichgestellt. Das heisst, bis zur Obergrenze von 30 Kilogramm sind sie automatisch in der Privathaftpflicht mitversichert – ein Versicherungsnachweis ist obligatorisch (mehr Infos über die Privathaftpflicht finden Sie hier). Ist die Drohne schwerer als 500 Gramm ist eine Haftpflichtdeckung im Umfang von mindestens 1 Million Franken Pflicht. Wer eine teure Drohne besitzt, sollte diese zudem im Hausrat gegen Diebstahl mitversichern.

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