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Wintersport? Mit Sicherheit!

Die richtige Vorbereitung für ein ungetrübtes Schneevergnügen.

Strahlendes Wetter, glitzernde Hänge

Dazu das einmalige Gefühl, schwungvoll die Traumpiste hinunterzukurven. Doch trotz Adrenalinrausch sollte die Abfahrt nicht im Rega-Helikopter enden. 

Fit am Hang
Ob mit Snowboard, Schlitten oder Ski – mit Tempo über den Schnee zu gleiten macht viel Spass. Doch zu denken, dass es ganz ohne körperliche Vorbereitung geht, ist ein Irrtum. Deshalb sollte man sich noch vor dem ersten Schneefall um eine gewisse Grundfitness kümmern.

Frühe Vorbereitung
Um für die Wintersaison fit zu werden, ist der Herbst perfekt geeignet. Mit Lauftraining, Velofahren und anderen Ausdauersportarten im Freien baut man Kondition auf. So kann der Spass im Schnee wesentlich länger andauern und man ist nicht schon nach den ersten Kurven komplett ausser Atem. 

Kraft tanken

skifahren

Neben Herzmuskel und Sauerstoffumsatz müssen auch Kraft und Geschicklichkeit trainiert werden. Ein gutes Kraftniveau erlaubt es, schnell auf Hindernisse zu reagieren und spontan die Richtung zu wechseln. Da Beine und Rumpf beim Pistensport die Hauptarbeit leisten, muss das Training vor allem auf diese Muskelgruppen fokussieren. Die knackige Figur ist dabei ein willkommener Nebeneffekt. Zudem bleiben einem brennende Oberschenkel erspart.

Skidaumen und kluge Köpfe
Wer gut fährt, stürzt selten. Und vermeidet typische Verletzungen wie Skidaumen oder Bänderrisse. Deshalb lohnt es sich, an der Technik zu feilen. Beim erfahrenen Coach lernt man neue Kniffe, verbessert die Körperhaltung und korrigiert schlechte Gewohnheiten. Eine Auffrischung unter professioneller Anleitung kann wahre Wunder bewirken.

Auch verstärkte Ski- oder Snowboardhandschuhe verhindern Zerrungen und Brüche. Rücken- und Brustprotektoren sind ebenfalls sinnvoll und werden erfreulicherweise zunehmend von Skifans jeden Alters in Anspruch genommen. Und der Helm gehört zum Schneesport einfach dazu. 

Aufgewärmt in den Schnee
Bevor man sich in das Vergnügen einer Abfahrt stürzt, sollte man sich jedoch zehn bis fünfzehn Minuten aufwärmen. Kniebeugen, Kurzsprints in Skischuhen und Hampelmannsprünge lohnen sich speziell dann, wenn man durch die Liftfahrt stark abgekühlt wurde. Drei Viertel eines Skitages gehen übrigens mit Schlangestehen, Liftfahren, Anschnallen, Schuhemontieren oder Pausieren verloren. Daher sind Ski- und Snowboardtouren mit aktivem Aufsteigen und verdienter Abfahrt eine reizvolle Alternative fernab aller Menschenmassen – wenn nur das Lawinenrisiko nicht wäre.

Vorsicht, Lawine!

lawinengefahr-schild

Schwingen im meterhohen Powder ist für viele das Höchste der Gefühle. Doch abseits der Piste herrscht ein erhöhtes Risiko. Dabei geht die grösste Gefahr von Lawinen aus. Der vorgängige Besuch eines Lawinenkurses ist also ein Muss. Ebenso soll man den lokalen Wetterbericht kennen, das Gelände studiert haben und Ortskundige wie etwa Skilehrer zurate ziehen. Beim kleinsten Zweifel bläst man das Offroad-Abenteuer ab. Denn Lawinenunfälle werden meist durch eine Kombination aus Selbstüberschätzung und zu grosser Risikobereitschaft verursacht.

White Risk – die Lawinen-App
Mit der App «White Risk» hat das Institut für Schnee- und Lawinenforschung ein interaktives Präventionstool entwickelt. Die App vermittelt nicht nur viel Basiswissen zur Lawinenkunde, auch lässt sich damit die eigene Tour per Smartphone planen.

Zum Après-Ski lieber ins Tal
Ob Jagertee oder Kaffee Lutz – für viele Schneebegeisterte gehört der Alkohol zum Après-Ski-Plausch einfach dazu. Leider sind nicht nur fröhliches Singen und ausgelassenes Schunkeln die Folge. Laut einer Studie des British Journal of Sports Medicine sind mehr als 20 Prozent aller Pistenunfälle auf Alkoholeinfluss zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund ist der Absacker im sicheren Tal die bessere Variante.

Aus Spass wird teurer Ernst
Ein Unfall unter Alkohol hat Konsequenzen. Je nach Promillewert gilt der Unfall als grobfahrlässig. Dies hat eine Leistungskürzung der Taggeldversicherung zur Folge.

Auch ist in vielen Fällen der alkoholisierte Fahrer nicht das einzige Unfallopfer. Wenn weitere Personen geschädigt werden, kann die Haftpflichtversicherung Leistungen kürzen. Dann müsste der Alkoholisierte den gesamten Schaden aus der eigenen Tasche bezahlen.

Fazit: Wer sich vernünftig vorbereitet und seine Möglichkeiten nicht überschätzt, kann rasante Abfahrten und fantastische Winterlandschaften in vollen Zügen geniessen.

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