Skitrends 2018: WiFi und viel Technik

Skitrends 2018: WiFi und viel Technik

GoPro, Life-Tracking oder Skimaske: Gadgets sind so individuell wie die Skifahrer.

WLAN-Netz auf Pisten dichter

Den coolen Action-Schnappschuss oder Video gleich auf Instagram posten oder die offenen Pisten im Skigebiet checken? Nicht nur in Zermatt oder St. Moritz ist das kein Problem. Das kostenlose WiFi-Netz ist an vielen Orten flächendeckend ausgebaut mit dutzenden Hotspots. Den Spitzenplatz in der Schweiz hält Flims Laax Falera mit über 330 Hotspots auf den Pisten. Der Zugang erfolgt denkbar einfach und ohne Passwort. War freies WLAN vor einigen Jahren noch nur in einigen der grossen Skigebiete verfügbar, so haben inzwischen auch kleinere Orte nachgezogen. In den Talstationen und Tourist Offices der Schweizer Skigebiete ist es inzwischen Standard und wird auch immer gängiger in Bars und Restaurants. Das bedeutet für die Skigebiete aber auch: Mit freiem Internetzugang kann man sich kaum noch vom Wettbewerb abheben. Dazu muss man sich schon mehr einfallen lassen.

GoPro auf dem Helm

Die auf dem Helm montierbare Kamera von GoPro hat in den letzten Jahren einen enormen Boom erlebt. Die Kameras sind leicht, meist komfortabel per Touchscreen oder gar Sprachsteuerung bedienbar und mit wenigen Handgriffen am Helm zu montieren. Mit den etwa 150 bis 200 Gramm schweren Cams lassen sich hochaufgelöste Videos und Fotos schiessen. Spitzenmodelle sind wasserdicht und bieten Zeitlupenaufnahmen mit 240 Bildern in der Sekunde. Allerdings sollten Sie beim Benutzen der Helmkameras Vorsicht walten lassen: Die Schweizer Beratungsstelle zur Unfallverhütung (bfu) und die SUVA haben schon vor Helmkameras gewarnt. Begründung: Sie können Skifahrer zu höheren Risiken verleiten und die Konzentration vom eigentlichen Skifahren ablenken.

Skiline und Skimovie

Wer sich daher gegen eine Helmkamera entscheidet, kann sich trotzdem filmen lassen. Grosse Schweizer Skigebiete wie Arosa-Lenzerheide und Davos-Klosters, aber auch kleinere Gebiete wie Stoos locken das jüngere, wettkampforientierte Publikum mit Skiline-Angeboten. Darunter versteht man ein ganzes Bündel von digitalen Skiservices, die alle kostenfrei im Skipass enthalten sind: So werden unter anderem die bewältigten Höhenmeter und Pistenkilometer des Ski- oder Snowboard-Tags automatisch aufgezeichnet und können entweder am Abend durch Einloggen mit der Skipass-Nummer auf der Website des Anbieters oder gleich auf der Piste mit Smartphone und Skiline-App eingesehen werden. Wem der Sinn mehr nach Action und Wettkampf steht, für den sind die ebenfalls in Skiline enthaltenen Angebote „Skimovie“ und „Speedcheck“ das richtige. Hierbei sind ausgewiesene Strecken wie beispielsweise die offizielle Weltcupstrecke Chuenisbärgli in Adelboden/Lenk mit Zeitmessung (Speedcheck) und Videokameras ausgestattet. Die Videoaufzeichnung des eigenen Laufs kann anschliessend wieder per App oder Download angesehen und mit den Ergebnissen der Freunde verglichen werden.

Mode und Technik in einem

Zunehmend gehen Technik- und Mode-Trends fliessend ineinander über: So zeichnet Skibekleidung mit eingebautem Life-Tracking fortlaufend die GPS -Daten des Ski- oder Snowbardfahrers auf und sendet sie aufs eigene Smartphone. Ähnlich wie bei Skiline sind so am Ende des Tages die zurückgelegten Kilometer und die genauen Abfahrten und Routen per Smartphone-App abrufbar. Auch bei den verwendeten Materialien und Verarbeitungstechniken geht der Trend immer mehr Richtung Hightech: Stretch-Funktionsmaterialien mit 3D-Schnittführung und nur wenigen Nähten bieten viel mehr als nur Schutz vor Wind und Kälte. Mit gelaserten Lüftungsschlitzen, atmungsaktiven Materialien und aluminiumbeschichteten Oberflächen (z.B. ReflectMesh von Berghaus) wird einem auch nicht heiss, wenn die Sonne scheint.

Crossover-Look für die Coolen

Crossover-Look nennt man Skimode, die nicht nur beim Ski- oder Snowboardfahren, sondern auch in der Freizeit tragbar ist. Viele Kunden wollen ihre Pisten-Outfits nach dem Urlaub nicht einfach nur in den Schrank packen, sondern auch zu anderen Outdoor-Aktivitäten im Winter tragen. Die Hersteller haben reagiert: Maier Sports oder Peak Performance bieten beispielsweise Jacken an, mit denen Sie auf der Piste eine ebenso gute Figur machen wie in der winterlichen Stadt. Wer Kälteschutz mit einem optischen Hingucker verbinden will, für den sind originelle Skimasken vielleicht das richtige. Coole Freerider bevorzugen ausgefalle Motive wie die von Beardo, die z.B. bei Radbag erhältlich sind.

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