Vorsicht, Taschendiebe!

Vorsicht, Taschendiebe!

Langfinger werden immer raffinierter: So schützen Sie sich.

Taschendiebe: Organisiert und schwer zu fassen

Langfinger sind selten als solche zu erkennen. Weder die Kleidung noch das Auftreten oder Alter und Geschlecht geben Aufschluss über die kriminellen Absichten. Die Polizei geht ausserdem davon aus, dass in der Schweiz vermehrt in Gruppen gestohlen wird. Eine Person übernimmt die Ablenkung, während die zweite Person die Wertsachen an sich bringt. Die Beute wird dann so rasch wie möglich einer dritten Person übergeben, die sie in Sicherheit bringt. So verhindern die Diebe, von der Polizei mit gestohlenen Wertgegenständen aufgegriffen zu werden. Dementsprechend tief ist die Aufklärungsquote bei Taschendiebstahl. Nur bei 3,5 Prozent der Fälle wird der Täter ermittelt.1

Ablenkung durch Körperkontakt

Gerade in grossen Menschenmengen wird man häufiger angerempelt. Taschendiebe nutzen diesen Umstand, um sich dem Opfer zu nähern. Bei einem absichtlichen Anstossen ziehen sie ihrem Opfer das Portemonnaie und das Handy aus der Tasche oder sogar unbemerkt die Uhr vom Handgelenk. Auch Handtaschen stellen eine leichte Beute dar. Denn Berührungen, die ausserhalb des Sichtfelds passieren, nimmt man noch weniger wahr.

Selbst ohne Gedränge sind Taschendiebe Meister darin, Körperkontakt zu erzwingen. Sehr beliebt ist der Beschmutzungstrick. Dabei geschieht dem Dieb ein «Missgeschick», beispielsweise mit Kaffee. Er bemüht sich, den Fleck vom Mantel seines Opfers wegzuwischen, lenkt so ab und ein Komplize lässt die Geldbörse in der eigenen Tasche verschwinden.

Ablenkung durch ein Gespräch

Ein Passant fragt nach dem Weg und zeigt Ihnen dabei den Stadtplan. Doch während Sie sich auf dem Plan orientieren, findet die Hand des Taschendiebs Ihre Wertsachen. Gleiches kann passieren, wenn man nach Wechselgeld gefragt wird. Während der Taschendieb mit der einen Hand eine Münze in Ihr Münzfach legt, zieht die andere Hand die Noten aus dem Portemonnaie.

So schützt man sich vor Diebstahl

Wer noch nie bestohlen wurde, kann sich nicht vorstellen, wie ein Taschendiebstahl unbemerkt bleibt. Doch bei über 4400 Fällen pro Jahr lohnt es sich, folgende Tipps zu befolgen:

  • Was man nicht mit sich trägt, kann auch nicht gestohlen werden. Führen Sie so wenig Bargeld wie möglich mit.
  • Seien Sie in Menschenmengen besonders aufmerksam.
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen in den Innentaschen Ihrer Kleidung auf. Verteilen Sie Handy, Portemonnaie und Schlüssel auf verschiedene Taschen.
  • Handtaschen unbedingt immer verschliessen und auf der vorderen Körperseite tragen. Vor allem im Gedränge die Tasche nicht aus den Augen lassen.
  • Wenn Sie jemand anspricht, lassen Sie sich nicht ablenken. Achten Sie bewusst auf Ihre Wertgegenstände.

Diebstahl anzeigen

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen kann es passieren: Man wird bestohlen. Sperren Sie als Allererstes Ihre Bank- und Kreditkarten. Wurde auch Ihr Handy gestohlen, sperren Sie ebenfalls die SIM-Karte. Danach sollte man den Vorfall so rasch wie möglich bei der Polizei melden. Im glücklichen Fall – der Dieb wird überführt – kann die Polizei Wertsachen zurückgeben. Ausserdem stellt Ihnen die Polizei einen Verlustschein aus und sperrt Ihre ID. Nur mit einem Verlustschein können eine neue ID und ein neuer Führerausweis bestellt werden.

Welche Versicherung zahlt?

Werden Sie bestohlen, kommt Ihre Hausratversicherung für den Verlust auf. Doch auch die Sperrung und der Ersatz von Karten kostet Geld. Mit der Zusatzdeckung «Card Protection Service» innerhalb der Basler Hausratversicherung muss man sich nicht um die Sperrung der Bank- und SIM-Karten kümmern. Auch die Gebühren für Ersatzkarten übernimmt die Zusatzversicherung.

Vertrauen ist gut, Vorbeugen ist besser. Schliesst Ihre Hausratversicherung die Folgekosten eines Taschendiebstahls mit ein? Am besten schnell nachschauen und gegebenenfalls ergänzen.

Zur Basler Hausratversicherung

1 https://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/vorweihnachtszeit-taschendiebzeit

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