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Vier Modelle der Pensionsplanung

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Je näher die Pensionierung rückt, desto intensiver setzt man sich damit auseinander. Vorstellungen werden konkreter, Wünsche und Träume entstehen. Doch lassen sich diese erfüllen? Darüber entscheidet auch eine geschickte Vorsorgeplanung. Unser Artikel zeigt anhand von vier Modellen, wie sich die Pensionierung flexibel gestalten lässt.

Ab 50: Pensionierung planen
50 Kerzen auf dem Kuchen. Und alle auf einmal ausgeblasen. In diesem Moment liegt die Pensionierung noch in weiter Ferne. Doch die Zeit eilt schneller, als man möchte. Deshalb sollten Sie spätestens mit 50 Jahren Ihre finanzielle Situation überprüfen. So bleibt Ihnen noch genügend Zeit, um wichtige Weichen zu stellen. Damit Sie Ihren gewohnten Lebensstandard auch nach der Pensionierung möglichst beibehalten können. 

Modell 1: Ordentliche Pensionierung. Was ist zu erwarten?
Im Schlager geht’s mit 66 Jahren los, bei der Pensionierung schon ein bisschen früher. Die ordentliche Pensionierung erfolgt für Frauen mit 64, für Männer mit 65 Jahren. Für die AHV-Rente (erste Säule oder staatliche Vorsorge) sind die Anzahl der Beitragsjahre und das durchschnittliche Jahreseinkommen ausschlaggebend. Die jährliche Maximalrente beträgt 28 200 CHF für Einzelpersonen, 42 300 CHF für Ehepaare, die Minimalrente jeweils die Hälfte.

Und wie sieht es bei der Pensionskasse (zweite Säule oder berufliche Vorsorge) aus? Ihr PK-Ausweis informiert Sie jedes Jahr über Ihr voraussichtliches Altersguthaben respektive Ihre Altersrente. 

Modell 2: Frühpensionierung. Muss man sich verdienen.
Mehr Zeit für die Enkel, mehr Zeit für sich selbst, mehr Zeit fürs Nichtstun. Eine vorzeitige Pensionierung kann mit sehr angenehmen Vorstellungen verbunden sein. Doch man muss sie sich leisten können. Denn bei einer Frühpensionierung sind noch grössere Einkommenslücken zu schliessen als bei einer ordentlichen Pensionierung. Dies hat mehrere Gründe. Erstens sind in den letzten Jahren vor dem ordentlichen Altersrücktritt die Sparbeiträge am höchsten. Bei einer vorzeitigen Pensionierung fehlen Ihnen diese Beiträge. Zweitens wird Ihr Geld weniger lang verzinst. Und drittens: Weil die Pensionskassenrente schon früher bezogen wird, muss sie länger reichen und reduziert sich entsprechend. Nur ein gut geplanter Kapitalaufbau und eine Vorsorgeberatung ermöglichen die finanzielle Überbrückung dieser Lücken bis zur ordentlichen AHV-Rente und danach. 

Modell 3: Teilpensionierung. Der sanfte Ausstieg.
Viele Arbeitnehmende reduzieren ihr Arbeitspensum Schritt für Schritt. Bei dieser sogenannten Teilpensionierung können Teilrenten aus der Pensionskasse bezogen werden. Eine Teilpensionierung kann sich steuerlich lohnen. Nämlich dann, wenn man das Pensionskassenguthaben in Kapitalform bezieht. Denn bei mehreren kleinen Teilbezügen fallen wegen der Steuerprogression in gewissen Kantonen insgesamt weniger Steuern an als beim Bezug des Kapitals auf einen Schlag. 

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Modell 4: Aufgeschobene Pensionierung. Abwarten und mehr bekommen.
In der Schweiz bleibt fast jede zehnte Person auch im Pensionsalter erwerbstätig. Wenn Sie sich entschliessen, länger zu arbeiten, können Sie Ihre Rente bis maximal zum 70. Altersjahr aufschieben. Dies bietet einige Vorteile. Je länger Sie nämlich die AHV-Auszahlung hinausschieben, desto höher fällt Ihre künftige Gesamtrente aus. Sie müssen sich übrigens nicht auf eine bestimmte Dauer festlegen. Während des Aufschubs kann die Rente jederzeit bezogen werden. Aber Achtung: Falls Sie Ihre Pensionierung aufschieben möchten, ist eine sogenannte Aufschuberklärung nötig. Sie müssen den Aufschub innerhalb eines Jahres ab Beginn der Rentenberechtigung geltend machen. Melden Sie sich erst nach dieser Frist an oder haben Sie im Anmeldeformular die Aufschuberklärung nicht angekreuzt, wird die Altersrente nach den allgemeinen Bestimmungen, also ohne Zuschlag, festgesetzt und ausbezahlt.

Pensionsplanung: Wie gehe ich vor?
Wer sich mit der eigenen Pensionsplanung befasst, merkt rasch: Das Thema ist komplex. Es gibt viele Details zu berücksichtigen; da kann man schon mal die Übersicht verlieren. Trotzdem ist es wichtig, die individuelle Situation richtig einzuschätzen. Dafür kann sich das Gespräch mit einem Vorsorge- und Vermögensberater lohnen. Auf diese Weise profitieren Sie von einer fundierten Vorsorgeberatung, die Sie bei der Wahl Ihrer Strategie oder der Optimierung Ihrer Steuersituation unterstützt.

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