Vorsorge & Vermögen

10 Tipps für eine kindersichere Wohnung

Haben Sie kürzlich ein Baby bekommen? Gratulation!

Ab sofort sind Sie nicht bloss Mami oder Papi, sondern auch die oder der Sicherheitsbeauftragte Ihrer kleinen Familie.

Sie sollten prüfen, wie gefährlich Ihr Zuhause ist. Denn viele Unfälle mit Babys und Kleinkindern lassen sich vermeiden, wenn Sie Ihre Wohnung kindersicher machen.

  1. Weg mit dem Wickeltisch: Statistisch gesehen fällt jedes zweite Kind mal vom Wickeltisch. Je nach Alter und Sturz kann dies schlimme Folgen haben. Alle diese Unfälle passieren, obwohl die Eltern genau wissen: Babys nie allein auf dem Wickeltisch lassen und immer mit einer Hand festhalten. Im Alltag ist es dann eben schnell passiert: Der Pöstler klingelt an der Tür oder das Baby dreht sich plötzlich und zum allerersten Mal vom Rücken auf den Bauch, während man gerade in der Schublade nach einem sauberen Body sucht. Was tun? Sicherer ist es, wenn man den Wickeltisch in eine Ecke stellt – dann kann das Baby auf zwei Seiten mit Sicherheit nicht runterfallen. Andererseits geschehen die meisten Stürze so, dass die Babys zwischen Wickeltisch und wickelnder Person auf den Boden fallen. Der sicherste Wickeltisch ist also: gar kein Wickeltisch! Legen Sie die Wickelauflage einfach auf den Boden.
  2. Mit dem Baby in die Badewanne. Neben dem Wickeltisch ist die Badewanne ein gefährlicher Ort für Babys und kleine Kinder. Man darf die Kleinen dort – wie eigentlich jeder weiss – keinen Moment unbeaufsichtigt lassen. Also legen Sie benötigtes Material wie Badetuch und Babyshampoo bereits vor dem Baden neben der Wanne bereit. Noch sicherer: Steigen Sie gemeinsam mit dem Baby in die Wanne.
  3. Kaffee immer ohne Baby. Junge Eltern haben nach schlaflosen Nächten oft einen erhöhten Kaffeebedarf. Aber Achtung: Trinken Sie nie etwas Heisses, wenn sie Ihr Kind auf dem Schoss oder im Tragetuch vor sich haben. Besonders bei Babys, die schon zugreifen können, ist die Gefahr von Verbrühungen gross. Legen Sie daher das Baby an einem sicheren Ort ab, bevor Sie zur Kaffee- oder Teetasse greifen.
  4. Tschüss, Tischtücher. Sobald Ihr Baby mit dem Krabbeln anfängt, sollten Sie alle Tischtücher wegräumen – für die nächsten ein bis zwei Jahre. Krabbelkinder ziehen nämlich an allem Möglichen. Auch am Tischtuch, auf dem heisse Suppe, ein Teekrug oder ein Fonduecaquelon stehen. Das kann gefährlich werden.
  5. Krabbeln Sie mit. Wenn Ihr Kind krabbelt, dann sollten Sie dies auch mal tun. Begeben Sie sich auf alle Viere und krabbeln Sie durch Ihr Zuhause. Aus dieser Perspektive überprüfen Sie nun die Wohnung auf Sicherheit: Wo sehen Sie etwas Gefährliches? Gibt es ungesicherte Steckdosen? Eine leicht zugängliche Schublade mit Messern drin? Kümmern Sie sich darum. 
  6. Keine Halsketten. Falls Sie daran glauben, dass Bernstein beim Zahnen hilft – oder weil Sie es einfach schön finden: Kaufen Sie Ihrem Kind doch eine Bernsteinkette. Aber besser eine fürs Handgelenk. Eine Halskette bedeutet immer auch eine Strangulationsgefahr.
  7. Das Bett ist kein Spielplatz. Hochbetten sind erst für Kinder ab sechs Jahren empfehlenswert. Dennoch kaufen viele Eltern schon für kleinere Kindern so genannte Spielbetten: Also halbhohe Betten mit einer Art Spielhaus unter dem Lattenrost. Eine gut gemeinte Idee, aber dennoch: Von einem Hochbett fällt man eben auch hoch. Ein Spielhaus kann man dem Kind tagsüber ganz einfach bauen, indem man zum Beispiel grosse Leintücher über den Esstisch hängt. Und abends schläft das Kind sicher im normalen Bett.
  8. Fenster zu, aber sicher. Falls Sie nicht im Parterre wohnen, sorgen Sie unbedingt dafür, dass Ihr Kind die Fenster und Balkontüren nicht selber öffnen kann. Kleine Kinder sind cleverer und schneller, als man denkt. Und sie sind sich keiner Gefahr bewusst, wenn sie im dritten Stock auf die Balkonbrüstung klettern.
  9. Bleiben Sie am Beckenrand. Ein Planschbecken im Garten ist im Sommer eine erfrischende Sache. Sicher ist es aber nur, wenn Sie das Kind jederzeit im Auge behalten. Lassen Sie das Kind nie unbeaufsichtigt, auch nicht, wenn sie nur kurz in die Waschküchen gehen oder das Handy holen wollen. Kleine Kinder ertrinken still, man hört es nicht. Deshalb sollten Sie immer hinschauen.
  10. Montieren Sie einen Herdschutz. Ja, das sieht hässlich aus. Und ja, falls Sie in einer Mietwohnung leben, müssen Sie beim Auszug für die Reparatur der Bohrlöcher aufkommen. Aber trotzdem: Ein Herdschutz verhindert schlimme Verbrennungen und Verbrühungen. Unbedingt empfehlenswert.
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