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Digitaler Nachlass: So vererben Sie Ihre Daten sicher

Ein immer grösserer Teil unseres Lebens findet online statt. Wir schreiben E-Mails, erledigen Bankgeschäfte im Internet und teilen mit dem Handy Ferienfotos auf Facebook.

So vererben Sie Ihre Daten sicher

Haben Sie sich schon einmal überlegt, was mit diesen digitalen Daten passiert, wenn Ihr Leben zu Ende gegangen ist?

Meine ehemalige Klassenkameradin kam letztes Jahr bei einem tragischen Unfall ums Leben. Ich erhielt das Leidzirkular per Post. Wenige Monate später erinnerte mich Facebook an ihren Geburtstag. Ich war überrascht. Und stellte mit Schrecken fest: Facebook-Freunde, die wohl vom Tod meiner Bekannten nichts mitbekommen hatten, gratulierten der Verstorbenen herzlich zum Geburtstag und wünschten viel Glück und Gesundheit. Wie furchtbar!

Facebook-Profil löschen?

Vermutlich hatte meine Bekannte niemanden darüber informiert, was nach ihrem Tod mit ihrem Facebook-Account geschehen soll. Eigentlich verständlich, in ihrem Alter. Ihr Partner ist nicht auf Facebook registriert, die Eltern wissen vielleicht nicht, was zu tun wäre. Nämlich: Hinterbliebene können bei Facebook ein Formular ausfüllen, damit das Profil der verstorbenen Person gelöscht oder in den sogenannten Gedenkzustand versetzt wird. Und welche Variante hätte meine Bekannte bevorzugt? Das würden die Angehörigen nur wissen, wenn sich die verstorbene Person zu Lebzeiten um ihren digitalen Nachlass gekümmert hätte.

Entlastung und Selbstbestimmung

Nach einem Todesfall gibt es für die Hinterbliebenen jede Menge zu tun: Die Beerdigung muss organisiert werden, Verträge gekündigt, Banken und Versicherungen benachrichtigt. Und worum sich Angehörige eben heutzutage auch kümmern müssen: Das Online-Leben des Verstorbenen. Dies kann sehr schwierig und aufwändig sein, wenn man nicht weiss, welche Dienste die verstorbene Person überhaupt genutzt hat. Oder wie man sich dort einloggen kann. Es ist deshalb wichtig, dass man sich früh genug um seinen eigenen digitalen Nachlass kümmert. Aus zwei Gründen: Erstens ist es eine Entlastung für die Hinterbliebenen. Zweitens tut man es auch für sich selber. Man kann selbstbestimmt entscheiden, was dereinst mit Handy-Fotos und Facebook-Inhalten geschehen soll. 

Digitaler Nachlass in fünf Schritten

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um sich mit seinem digitalen Nachlass auseinanderzusetzen? Eigentlich heute! Sie können es in fünf einfachen Schritten rasch erledigen:

  1. Bestimmen Sie in Ihrem Testament eine oder mehrere Personen, die sich um Ihr digitales Erbe kümmern sollen. Sie können alles einem einzigen Willensvollstrecker überlassen. Oder auch für einzelne Dienste bestimmte Menschen vorsehen, zum Beispiel fürs E-Banking den Ehepartner, für Facebook die beste Freundin usw.
  2. Führen Sie eine Liste mit allen Diensten, welche sie nutzen, und den zugehörigen Login-Daten. Notieren Sie hier auch das Passwort Ihres Computers und den PIN-Code Ihres Handys. Schreiben Sie auf, was mit den einzelnen Diensten und Daten nach Ihrem Tod geschehen soll.
  3. Bewahren Sie diese Liste an einem sicheren Ort auf. Entweder auf Papier in einem Safe oder bei einem digitalen Aufbewahrungsdienst wie SecureSafe. Dort können Sie wichtige Dokumente, Dateien und Passwörter speichern sowie Begünstigte definieren. Sollte Ihnen etwas zustossen, aktiviert eine von Ihnen bestimmte Vertrauensperson die Datenvererbung mit einem Aktivierungscode. Die Begünstigten erhalten dann Zugriff auf Ihre Daten. SecureSafe garantiert die Benachrichtigung Ihrer Begünstigten per E-Mail und Post sowie die Übermittlung der Daten gemäss Ihren Wünschen und Vorgaben.
  4. Informieren Sie Ihre Liebsten, dass Sie eine solche Liste führen und wo diese im Notfall zu finden ist. Erklären Sie bei Bedarf, wie SecureSafe funktioniert.
  5. Passen Sie die Liste regelmässig an, etwa wenn Sie neue Dienste nutzen oder wenn sich Ihre Lebenssituation verändert.

Wenn Sie sich um Ihren digitalen Nachlass kümmern, können Sie sicher sein: Nach Ihrem Tod werden Ihre Angehörigen sich in Ihrem Sinn und ohne langwierige Recherchearbeit um Ihr Digitalerbe kümmern können.

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