Vorsorge & Vermögen

Inspirierende Buchtipps

Wir stellen Ihnen drei Bücher zum Schmökern vor, die das Thema Erbschaft unterschiedlich angehen.

Abschied, Tod und Vergänglichkeit

Ein sonderbares Erbe, ein Familienvermächtnis und ein mysteriöser Nachlass

«Das Scheusal», «Thallium» und «Himmlische Juwelen» heissen sie und haben alle etwas gemeinsam. In diesen Romanen wird geerbt. Als einfach stellt sich dieses Erbe aber nicht heraus.

Ob Gelegenheitsleserin, Bücherwurm oder angehender Literaturkritikerin: Lassen Sie sich von unseren Buchtipps inspirieren. Das Passende für Sie ist bestimmt dabei.

Alice Herdan-Zuckmayer: Das Scheusal
Die «Geschichte einer sonderbaren Erbschaft» beginnt kurz vor der Machtübernahme der Nazis in Wien. Alice Zuckmayer erbt von ihrer exzentrischen Tante nicht nur Schmuck und einen wertvollen Pelz – der wohl hässlichste Hund aller Zeiten gehört leider auch dazu. Die «Kreuzung zwischen Fledermaus, Wüstenfuchs und Warzenschwein» heisst Muck und wird zum (un)geliebten Begleiter der Familie auf der Flucht aus dem Nazi-Regime.

Ob Hundeliebhaberin oder nicht: Muck erobert Leserherzen. Und der autobiografische Roman präsentiert sich trotz der tragischen Thematik stets humorvoll und kurzweilig.

Javier Sebastian: Thallium
Nach einem Gift benannt, infiziert der Roman des Spaniers Javier Sebastians aus dem Jahr 2015 ab der ersten Seite. Die Redaktorin Fatima Moreo wird von einem aufgebrachten Rentner attackiert. Er scheint sie und ihren Vater General Moreo zu kennen – und seine Attacke geschieht eine Woche nach dessen rätselhaftem Tod. Auf der Suche nach Antworten rückt Fatima ihrer verschwiegenen Mutter zu Leibe, die sich eine eigene Existenz als Trüffelhändlerin aufgebaut hat und nicht so unschuldig ist, wie sie vorgibt. Bald treten alte Seilschaften des spanischen und französischen Militärs aus der Zeit des Kolonialismus ans Tageslicht.

Der Roman verwebt historische Fakten mit spannungsgeladener Fiktion und lässt dabei die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ständig neu zerfliessen. Für Leserinnen mit Anspruch und politisch-historischem Flair ein reines Vergnügen.

Donna Leon: Himmlische Juwelen
«Endlich ein Krimi ohne Tote», schreibt ein Leser auf Amazon euphorisch über den Roman aus dem Jahr 2012. In diesem untypischen «Donna Leon» schickt die venezianische Krimigöttin für einmal nicht ihren Kommissario Brunetti aufs Parkett, sondern lässt die Musikwissenschaftlerin Caterina Pellegrini auf Spurensuche gehen. In zwei ehemals verschollenen Truhen in der Fondazione Musicale Italo-Tedesca soll die Musikbegeisterte den Nachlass des Barockkomponisten Agostino Steffani begutachten. Ihre Klienten – zwei undurchsichtige Cousins, die als Erben von Steffani Anspruch auf dessen «Himmlische Juwelen» erheben – machen ihr die Sache allerdings schwer. Und bei ihren Recherchen stösst sie auf einige Rätsel: War Steffani etwa ein Mörder? Oder ein Spielball der Mächtigen?

Für Donna-Leon-Fans sowieso Pflichtlektüre und auch ohne Brunetti durchaus lesenswert. Statt rasanter Krimi-Action schlägt die Autorin aber ruhigere Töne an. Vor allem Musikliebhaberinnen und Hobby-Historikerinnen kommen bei diesem Roman auf ihre Kosten.

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