Vorsorge & Vermögen

Säule 3a: Ein attraktiver Baustein gegen die Vorsorgelücke

Vor allem Steuervorteile machen Produkte der gebundenen Säule 3a für die langfristige private Vorsorge zum optimalen Instrument. Doch einige Besonderheiten gilt es zu beachten.

Je früher, desto besser.

Das gilt insbesondere auch für die eigene private Altersvorsorge. Auch wenn es vielleicht bisweilen schwerfällt: Wer bereits frühzeitig regelmässig feste Geldbeträge anspart, kann sich im Alter deutlich mehr leisten. Und selbst der vorzeitige Ruhestand lässt sich so viel leichter umsetzen und das, ohne beim gewohnten Lebensstandard Abstriche machen zu müssen.

Als ideales Instrument eignet sich dafür die gebundene Säule 3a. Sie schliesst die Vorsorgelücke, die trotz der Renten aus der ersten und zweiten Säule entsteht. Denn die steigende Lebenserwartung und die zurzeit tiefen Zinsen erhöhen zunehmend den Druck auf die Altersvorsorge. Mit den Leistungen aus der ersten und zweiten Säule erreichen die Schweizer Bürger nach der Pensionierung somit nicht die Höhe ihres Erwerbseinkommens. Die Folge: Sie müssen ohne zusätzliche private Vorsorge, im Alter Einkommenseinbussen hinnehmen.

Generell gilt dabei: Je höher der Lohn, desto grösser ist in der Regel die Einkommensdifferenz. Mit der dritten Säule, der Selbstvorsorge, ist es jedoch möglich, diese Lücken zu schliessen und sogar weitere Wünsche zu finanzieren – ob Reisen, ein neues Auto oder auch Kosten für die Pflege.

Attraktive Steuerprivilegien locken
Und die Vorteile der gebundenen Säule 3a sind gross: Vorsorgesparer können nämlich die einbezahlten Beträge voll von ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. Das rechnet sich. Ausserdem sind Wertzuwächse von der Einkommens-, der Vermögens- und der Verrechnungssteuer befreit. Bei Kapitalauszahlung wird mit einem reduzierten Steuersatz gerechnet.

Doch Vorsicht: Die Praxis der Besteuerung ist je nach Kanton sehr unterschiedlich. Gewisse Kantone zählen die Leistungen von Ehepartnern, die im gleichen Jahr ausbezahlt werden, zusammen oder besteuern sogar sämtliche Gelder, die innerhalb von fünf Jahren ausbezahlt werden, gemeinsam. Eine gute Beratung hilft, die individuell optimale Lösung auszuarbeiten. 

Wichtige Vertragsdetails beachten
Die Steuerprivilegien machen die Säule 3a besonders attraktiv. Allerdings ist diese Vorsorgeform nur Erwerbstätigen vorbehalten. Und die Einzahlungen sind jährlich begrenzt. Ein weiterer Punkt: Die eingezahlten Gelder sind in der Anlage gebunden – deshalb auch die offizielle Bezeichnung «gebundene Vorsorge». Das bedeutet, dass die Anleger während der Vertragslaufzeit einen beschränkten Zugriff auf ihr Kapital haben. Die eingezahlten Gelder sind vielmehr erst fünf Jahre vor Erreichen des Pensionsalters verfügbar. Ausnahmen sind die Finanzierung von selbst genutztem Wohneigentum, der Wechsel in die Selbstständigkeit, Auswanderung oder Invalidität.

Im Unterschied zu den Vorsorgearten in der Säule 3b sind die 3a-Verträge an bestimmte Laufzeiten gebunden und lassen sich nicht jederzeit auflösen. Eine gewisse Flexibilität hat jedoch der Vorsorgesparer bei Banklösungen. Hier kann er die Höhe seiner jährlichen Einzahlungen bis zum jeweils gültigen Maximalbetrag frei wählen. Ausserdem muss er auch nicht jedes Jahr einzahlen, was bei finanziellen Engpässen oder plötzlichen Erwerbsausfällen natürlich von Vorteil ist. Bei Versicherungslösungen ist diese Flexibilität in der Regel eingeschränkter, denn der Kunde verpflichtet sich zu jährlichen Einzahlungen.

Für die Anlage in der gebundenen Vorsorge gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer Versicherungsschutz benötigt, entscheidet sich für eine Versicherung; wer flexibel vorsorgen will, für den ist das Bankkonto eine Option. Vielfach kann aber auch eine Kombination die richtige Lösung sein.

Kompetenz aus zwei Bereichen
Die Beispiele zeigen, dass sich die private Vorsorge ganz unterschiedlich gestalten lässt. Entscheidend für den individuellen Anlageerfolg ist aber vor allem ein professioneller Partner, der im Idealfall mehrere Seiten beleuchten kann: Die Baloise Bank SoBa und die Basler Versicherungen vereinen Bank- und Versicherungskompetenz unter einem Dach. Davon profitieren die Vorsorgesparer. Schliesslich können die Berater den Kunden das Beste aus beiden Welten aus einer Hand anbieten – massgeschneidert nach den individuellen Bedürfnissen und Lebenssituationen.

Dieses partnerschaftliche Modell aus Bank und Versicherung macht die ganzheitliche Beratung in der Schweiz einzigartig. Konkret heisst das: Für die Bedürfnisse des Anlagegeschäfts zieht der Versicherungsberater seinen Partner bei der Bank hinzu. Umgekehrt ist es auch möglich, Versicherungsangebote über den Bankberater zu beziehen. Das bedeutet: Versicherungen, Vorsorge und Vermögen aus einer Hand – zum Wohle des Kunden.

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