Vorsorge & Vermögen

So funktioniert Vermögensberatung! Ein Selbsttest

Ihr Vermögen optimal entwickeln

Meine Erfahrungen beim Finanzberater

Auf der Suche nach meinem finanziellen Ich.

Wer bin ich? Eine Frage, die man sich im Leben sicherlich mehrmals stellt. Im Beratungsgespräch bei der Baloise Bank SoBa soll allerdings eine besondere Seite meines Ichs beleuchtet werden – nämlich meine finanzielle. Ziel ist es, ein umfassendes Porträt meiner finanziellen Persönlichkeit und meines Anlegerprofils zu erstellen. Das klingt vielversprechend und ist ein wichtiger Teil der Vermögensberatung. Von mir aus kann’s losgehen. 

Herr Küssenberger, mein Wealth Manager.
Das Licht gedämpft, der Bildschirm grossflächig. Zuerst komme ich mir vor wie bei einer privaten Filmvorführung. Doch mein Vermögensberater Herr Küssenberger klärt mich auf. Heute möchte er mit mir herausfinden, welcher Anlegertyp ich bin und welche Anlagestrategien am besten zu mir passen. Dafür hat die Baloise Bank SoBa einen einzigartigen Beratungsprozess entwickelt. Er nennt sich «Baloise Investment Advice» oder kurz BIA. BIA ist ein interaktives digitales Tool, das Schritt für Schritt meine finanzielle Persönlichkeit ermittelt. 

Mein Anlegerprofil entsteht.
Zu Beginn geht es um meinen Antrieb, meine Motivation – kurz um das Warum. Warum sollte ich das Risiko eines Investments überhaupt eingehen? Ich könnte mein Geld ja genauso gut auf einem Sparkonto liegen lassen. Doch ich habe höhere Ziele. Ich möchte ein Ferienhaus im Süden kaufen und die Ausbildung meiner Tochter finanzieren. Auf der BIA-Benutzeroberfläche werden die Angaben «Wohneigentum» und «Ausbildung von Verwandten» vermerkt. Als Nächstes soll ich meine Renditeerwartung eingeben. Mit welcher Ernte wäre ich jährlich zufrieden? Ich gebe optimistische 8 % ein. Als Drittes noch die Frage zum Anlagehorizont. Wie lange will ich investieren? Wir stellen den Regler auf fünf Jahre. Und schon lerne ich meine erste Lektion. 

Ich lerne dazu.
Die erste Hürde ist geschafft, mein Anlegerprofil steht. Das Beratungstool charakterisiert mich als vorsichtig. Schön und gut, doch leider kann ich mit dieser Einschätzung wenig anfangen. Herr Küssenberger stellt den passenden Kontext her: Meiner äusserst optimistischen Renditeerwartung von 8% steht eine Anlagedauer von schlappen fünf Jahren gegenüber. Das beisst sich. Dazu kommt, dass meine Bereitschaft, Risiken einzugehen, nicht besonders stark ausgeprägt ist. So lerne ich die erste Lektion des Vormittags: Die Anlagedauer und die Risikobereitschaft nach oben schrauben! Dann wird’s auch was mit der Rendite. 

Schon gewusst? Bei genauerer Betrachtung passen Anlageziel und Strategie oft gar nicht zusammen.

Mein Entscheidungsprofil: erkundend.
Nach meinem ersten Aha-Erlebnis geht’s weiter. Im zweiten Teil soll es um mein sogenanntes Entscheidungsprofil gehen. Dazu stellt mir BIA Fragen zu meinem Finanzwissen und möchte mehr über meine Erfahrungen mit Finanzprodukten wissen. Zudem soll ich einschätzen, wie sich das Weltgeschehen auf die Finanzmärkte auswirkt. Auch Wahrscheinlichkeitsfragen sind dabei. Die Fragen haben ja einen Zweck. Nämlich mein sogenanntes Entscheidungsprofil zu ermitteln. Das Tool charakterisiert mich als erkundend. Und wieder lerne ich dazu. 

Ich mache Fehler bei der Vermögensverwaltung. Aber welche?
Die Frage, wie der Mensch mit Geld umgeht, beschäftigt auch die Wissenschaft. Dabei wurde herausgefunden, dass bei der Anlageplanung einige typische Fehler gemacht werden. Diese Erkenntnisse verwendet BIA, um herauszufinden, ob auch mein Verstand anfällig für Täuschungen und Illusionen ist. Die Antwort lautet selbstverständlich: ja. Mein signifikantester Fehler: Ich vertraue zu sehr auf Vorhersagen – Prognosegläubigkeit, wie es im Fachjargon heisst. Wie ich von meinem Vermögensberater erfahre, bin ich damit nicht allein: «Der Wert von Kursentwicklungen, Medienberichten oder Empfehlungen von Freunden wird in der Regel überschätzt. Gewinne und Verluste lassen sich nicht vorhersagen.» Doch es besteht Hoffnung. In andere Fallen tappe ich offenbar weniger. Weder lasse ich mich vom Herdentrieb leiten, noch leide ich an Selbstüberschätzung. Zwei Eigenschaften, die mir bei einer Geldanlage und der Vermögensverwaltung offenbar nützlich sind.

Schon gewusst? Bei Anlageentscheidungen wird die Rolle der Prognose oft überbewertet.

Meine Profile passen zusammen. Na ja, fast. 
Das war jetzt viel Neues. Zeit für einen Zwischenstand. Bis jetzt wurden zwei Profile von mir erstellt: mein Anleger- und mein Entscheidungsprofil. BIA hat mich als vorsichtigen Anleger identifiziert, dessen Entscheidungsverhalten als erkundend bezeichnet werden kann. Herr Küssenberger erklärt mir, was es bedeutet, wenn vorsichtig und erkundend zusammenspielen: Die Stimmigkeit zwischen Entscheidungs- und Anlegerprofil ist wichtig für die langfristig richtige Umsetzung meiner Anlageziele. 

Es geht an die Umsetzung. 
Zum Schluss erläutert mir Herr Küssenberger noch das Verhältnis zwischen Gewinnchance und Verlustrisiko. Aufgrund meiner Persönlichkeit schätzt BIA sowohl meine Gewinnchancen wie auch mein Verlustrisiko als gering ein. Mein Finanzberater zeigt eine Alternative auf und positioniert mich in einem mittleren Risiko-Rendite-Verhältnis. Für die konkrete Umsetzung würde das bedeuten, dass meine Anlagelösung mehr aktienähnliche Instrumente enthalten würde als vorgesehen. Davon abgeleitet müsste auch eine längere Anlagedauer möglich sein, um Kurseinbussen ausgleichen zu können. 

Das Fazit meiner Beratungserfahrung.
Ich muss zugeben, dass ich der Sache anfänglich kritisch gegenüberstand. Doch jetzt bin ich ziemlich beeindruckt. BIA hält, was es verspricht. Meine Resultate sind plausibel, ebenso die differenzierten Anlageempfehlungen. Es war eine sehr spannende Erfahrung. Mein Eindruck nach der Finanzberatung: Für Leute, die mehr aus ihrem Geld machen wollen, ist BIA ein absolutes Muss. Fünf-Sterne-Empfehlung von mir. Und nochmal einen herzlichen Dank an Herrn Küssenberger, meinen Wealth Manager, für immerhin eineinhalb Stunden Beratung. 

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