Vorsorge & Vermögen

Vorsorge für Frauen: Darauf sollten Sie achten

Obwohl eine gemeinsame Kinderbetreuung und Teilzeitarbeit bei jungen Familien mittlerweile Standard sind, ist es oft die Frau, die mehr zu Hause bleibt als der Mann. Darum gilt: Gerade Frauen sollten schon früh mit der privaten Vorsorge beginnen.

Traditionelles Familienmodell

Christian Jaussi ist schon seit über dreissig Jahren Vorsorge- und Vermögensplaner. Angesprochen auf die Frage, ob es Unterschiede gebe, wie Männer und Frauen die Vorsorge planen würden, meint er: «Die meisten meiner Kundinnen und Kunden gehören der Babyboomer-Generation an, in der häufig noch das traditionelle Familienmodell gelebt wird und sich folglich eher Männer um die Vorsorge kümmern als Frauen.» Christian Jaussi erwartet diesbezüglich bei jüngeren Generationen aber eine Verschiebung der Kompetenzen.

Aufholen ist kaum möglich

Statistiken zeigen, auch wenn Arbeit und Kinderbetreuung partnerschaftlich geregelt werden, bleibt die Kinderbetreuung immer noch mehrheitlich Frauensache. Deshalb ist es für junge Frauen, die noch voll im Erwerbsleben stehen, besonders wichtig, sich bereits früh mit dem Thema der Vorsorge auseinanderzusetzen, «je früher, desto besser» so Christian Jaussi. «Die Vorsorge mit einem 3a-Konto lohnt sich auch dann, wenn nur ein kleiner Teil des Einkommens dazu eingesetzt werden kann.» Durch langfristige Anlagen und Zinseszinsen kann so über die Jahrzehnte ein ordentlicher Betrag zusammenkommen. Denn durch die Einkommenseinbussen wegen der Kinderbetreuung werden Frauen in der Regel schlechter gestellt, auch wenn das Pensionskassenguthaben zum Zeitpunkt einer Scheidung oder bei Rentenbezug hälftig geteilt wird.

Zudem haben Frauen bei einem Wiedereinstieg ins Berufsleben selten die Möglichkeit, so viel einzubezahlen, damit sie von der staatlichen Vorsorge der 1. und der 2. Säule leben könnten. Deshalb spielt die private Vorsorge durch die Säule 3a eine immer wichtigere Rolle. Und nicht zuletzt beinhaltet eine umfassende Vorsorgeplanung auch eine Analyse der Risiken wie Erwerbsunfähigkeit, Todesfall oder Invalidität. Und ab dem 50. Lebensjahr empfiehlt Christian Jaussi Männern wie Frauen eine umfassende Finanzplanung durch einen ausgewiesenen Fachspezialisten. «Der Nutzen einer solchen Beratung ist erfahrungsgemäss vielfach höher als das Honorar, welches dafür zu bezahlen ist.

Darauf sollten Frauen bei der Vorsorge achten

  • Gerade im Hinblick darauf, dass Frauen meist mehr Kinderbetreuungsaufgaben als Männer übernehmen, sollten junge Frauen möglichst früh mit der Vorsorge (3a) beginnen.
  • Geschiedene Frauen sollen bei der AHV-Ausgleichskasse des Wohnkantons das Beitragssplitting während der Ehejahre beantragen, sofern dies nicht bereits mit dem Scheidungsurteil in die Wege geleitet worden ist.
  • Wer für die Betreuung der Kinder zuständig ist, hat Anrecht auf AHV-Erziehungsgutschriften.
  • Da Frauen während der Kinderbetreuung in der Vorsorge durch Einkommenseinbussen schlechter gestellt sind, sollte unbedingt das Risiko Erwerbsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall geprüft werden.

 

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