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Welche Schweizer Unistadt ist die coolste?

Das macht die 10 grössten Universitätsstädte der Schweiz so beliebt.

Im September beginnt das neue Semester und die Unistädte der Schweiz heissen viele neue Studentinnen und Studenten willkommen. Mit der Matura in der Tasche und langen Sommerferien hinter sich beginnt für viele wieder der Ernst des Lebens.

In der Schweiz stehen einem mit einem Eidgenössischen Maturitätszeugnis alle Hochschulen offen, was nicht selten auch die Qual der Wahl bedeutet. Das persönliche Umfeld oder ein spezifisches Studienfach beeinflussen die Städtewahl massgeblich. Lieber noch etwas zu Hause bleiben und pendeln oder gleich in eine neue Stadt umziehen? Viele Studierende entscheiden sich aus den unterschiedlichsten Gründen für die eine oder andere Unistadt. Nicht selten werden auch Rankings herbeigezogen, um für sich die richtige Universität zu ermitteln.

Doch abgesehen vom Studienangebot ist auch das Drumherum nicht zu vernachlässigen, schliesslich lernt man nicht nur im Hörsaal fürs Leben. Was hat die Stadt zu bieten, wie hebt sie sich von anderen Universitätsstädten ab? Auch die Eigenheiten einer Unistadt und das Freizeitangebot können entscheidend sein, die passende Unistadt für sich zu finden. Wer sich in naher Zukunft immatrikulieren oder ein Semester an einer anderen Schweizer Hochschule studieren möchte, sollte neben dem Studienangebot auch die Vorteile jeder einzelnen Stadt kennen.

Basel

Nach Zürich und Genf ist Basel mit 171 017 Einwohnern die drittgrösste Stadt der Schweiz. Durch ihre Lage am Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich zieht es sowohl ausländische als auch einheimische Studierende in die Stadt am Rhein und dieser ist gleich einer der grössten Trümpfe der beliebten Unistadt: Basel hat zwar keinen See wie Zürich oder Luzern, dafür hat es aber den Rhein und da lässt es sich nach den Vorlesungen an der ältesten Universität der Schweiz herrlich entspannen. Mit privaten Unterkünften im mittleren bis oberen Preisbereich, preiswerten Studentenwohnheimen und einem alternativen Flair zeichnet sich Basel durch ein studienfreundliches Umfeld aus. Das grosse kulturelle Angebot, die historische Altstadt, die entspannte Art der Basler und vieles mehr machen diese Unistadt zur perfekten Wahl für alle, die weltoffen sind und mindestens Fussball oder Fasnacht mögen, denn beides ist den Baslern fast heilig.

Bern

Die Hauptstadt hinkt manchen grösseren Städten in vielerlei Hinsicht hinterher, doch auch sie hat ihre ganz eigenen Vorzüge. Man denke an die UNESCO-gekrönte Altstadt sowie die vielen Sehenswürdigkeiten wie das Bundeshaus, das Berner Münster oder den BärenPark. Besonders im Sommer ist die grünblaue Aare mit ihrer ausgezeichneten Wasserqualität der Place to be für Berner. Die Hauptstadt ist ausserdem bekannt als Hochburg für Schweizer Bier und Craft-Spirituosen, bietet sie doch eine beeindruckende Auswahl an heimischen Biersorten wie etwa das Bärner Müntschi. Die Berner sind überdies landesweit bekannt und beliebt für ihre Gemütlichkeit und das Gurtenfestival.  

Fribourg

Das Hauptargument für Fribourg, die Universitätsstadt «par excellence», ist unbestreitbar seine Zweisprachigkeit. Hier befindet sich die einzige zweisprachige Universität der Schweiz, wo Studentinnen und Studenten ihr Studium auf Deutsch, Französisch oder in beiden Sprachen absolvieren können. Mit 10 000 Studierenden bei insgesamt 40 000 Einwohnerinnen und Einwohnern fühlt sich die charmante Stadt an wie ein einziger Campus.

Genf

Der malerische Genfersee, die Altstadtgassen und teuren Luxus-Boutiquen beweisen es: Genf ist die kleinste der grossen Weltmetropolen. Sauber und beschaulich, aber auch sehr teuer – davon können vor allem Studierende ein Lied singen. Doch besonders die internationalen Organisationen, die ihren Sitz in Genf haben, ziehen viele Studierende an. Denn hier kann man bereits während des Studiums wertvolle Einblicke in diese Institutionen gewinnen oder mit Dozenten in Kontakt treten, die für die jeweiligen Organisationen tätig sind. Kein Wunder, studierten an der Universität Genf auch berühmte Persönlichkeiten wie Kofi Annan.

Lausanne

Die Universität Lausanne lockt viele Studentinnen und Studenten vor allem durch ihr einmaliges Studienangebot. Gewisse Fächer wie beispielsweise Kriminalwissenschaften, werden in der Schweiz exklusiv nur in Lausanne unterrichtet. Aber auch abgesehen von diesen besonderen Studienfächern punktet die Universität Lausanne mit ihrer Lage direkt am Genfersee und einem traumhaften Blick auf die Alpen. Eingebettet in eine idyllische Landschaft mit Weinbergen und Wäldern, bietet die Stadt Lausanne einen zauberhaften Rahmen für Ausflüge. Der viertgrösste Ort der Schweiz und Hauptstadt des Kantons Waadt fördert mit seinem Fokus auf die französische Sprache ausserdem die Vorbereitung auf eine berufliche Laufbahn in einer globalisierten Welt.

Neuchâtel

Die Häuser aus gelbem Sandstein sind charakteristisch für diese französischsprachige Stadt am Ufer des Neuenburgersees. Neuchâtel, oder auf Deutsch Neuenburg, ist eine kleinere Stadt in der Westschweiz, wo es eher ruhig zu und her geht. Wer eine persönliche Atmosphäre bevorzugt, wird sich an der Université de Neuchâtel und im Ort selber sehr wohlfühlen. Durch die kompakte Grösse der Stadt ist alles sehr schnell zu Fuss zu erreichen. Neuchâtel macht vor allem während der Festivalzeit von sich reden. Das Festi’neuch wartet jährlich mit einem hochkarätigen internationalen Line-up auf, das viele Besucher aus der ganzen Schweiz anzieht. Kürzlich machte die Stadt auch Schlagzeilen mit einer helvetischen Premiere: Als erste Schweizer Stadt hat Neuenburg Plastik-Trinkhalme in den öffentlichen Lokalen verboten.

Lugano

Die Università della Svizzera italiana (kurz USI genannt) hat zwei Standorte, nämlich in Lugano und Mendrisio. Sie ist die erste und einzige staatliche Universität im Kanton Tessin. Die mehrsprachige Uni mit Vorlesungen in Italienisch und Englisch zeichnet sich durch eine starke Internationalität aus und legt viel Wert auf Interkulturalität. Am Ufer des gleichnamigen Sees trumpft Lugano mit seinem mediterranen Klima und der reizvollen landschaftlichen Umgebung auf. In der sonnenverwöhnten Tessiner Stadt lässt es sich gut leben und studieren. 

Luzern

Wer nicht an einer Uni in einer Grossstadt studieren möchte, wo die Studierenden nur mit ihren Matrikelnummern bekannt sind, könnte in Luzern fündig werden. An der jüngsten Universität der Schweiz herrscht eine persönliche Atmosphäre, da dort weniger als 3000 Studentinnen und Studenten eingeschrieben sind. Ein attraktives Studienangebot und die zentrale Lage sind weitere Vorteile: Das Universitätsgebäude steht unmittelbar neben dem Bahnhof hinter dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) an der Luzerner Seebucht. Die berühmte Luzerner Altstadt, die zu jeder Jahreszeit viele Touristen anlockt, erreicht man in wenigen Minuten.

St. Gallen

Die Universität St. Gallen geniesst ein hervorragendes Renommee, aber HSG-Studenten müssen sich auch oft viele negative Klischees anhören. Zwischen den Schweizer Alpen und dem Bodensee studiert die künftige Wirtschaftselite der Schweiz in einer malerischen Landschaft. Der Grossteil der Studierenden an der HSG kommt nicht aus der Ostschweiz, sodass viele von ihnen entweder pendeln oder nach St. Gallen umziehen. Und das fällt ihnen nicht schwer, denn die Stadt hat ihre Vorzüge: Neben dem historischen Stiftsbezirk, einem UNESCO-Weltkulturerbe, bietet St. Gallen eine Vielzahl an Museen, kulturellen Stätten sowie viele Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten.

Zürich

Die Universität Zürich und die ETH bieten Studierenden aus allen Ecken der Schweiz – und auch den interessierten Studenten aus dem Ausland – ein kompetitives Umfeld. Mit ihren weltbekannten Banken und dem Forschungszentrum von Google zieht die Stadt Talente aus aller Welt an. Doch gibt es kaum jemand, der nicht auch dem Charme der Limmatstadt verfällt. Am Zürichsee lebt es sich wie in einer Postkarte. Das pulsierende Nachtleben, die trendigsten Pop-ups und mehr sorgen dafür, dass Zürich die Partymetropole der Schweiz ist und zu den bekanntesten Schweizer Städten im Ausland gehört. Die Studierenden geniessen hier ausserdem die Sauberkeit, die Nähe zu den Alpen und die nahe Natur auf dem Uetliberg – denn wer streng studiert und im Ausgang steil geht, muss sich auch einmal erholen.

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