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Drohnen: Regeln im Umgang mit dem beliebten Multicopter

Das Fliegen von Drohnen in der Freizeit ist zu einem sehr beliebten Hobby geworden. Die Multicopter lassen sich einfach fliegen und machen Spass – es gilt aber einige Regeln zu beachten.

Drohnen: Das ist erlaubt, das ist verboten

Mit einer Drohne ist man im öffentlichen Luftraum unterwegs und es gelten die Vorschriften für unbemannte Fluggeräte. Was ist erlaubt und was nicht? Wo braucht es eine Bewilligung? Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Was ist beim Drohnenfliegen erlaubt?
Drohnen und Multicopters mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm können ohne Bewilligung geflogen werden. Man kann sich also das Gerät im Laden holen und starten. Ebenfalls grundsätzlich erlaubt sind Luftaufnahmen. Wer mit seiner Drohne Fotos oder Videos schiessen will, kann das tun – vorausgesetzt, er beachtet einige Einschränkungen.

Drohnen: Regeln, die es zu beachten gilt
Das Drohnenfliegen fällt unter die Regeln und Vorschriften für die Luftfahrt, zusätzlich hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL spezifische Drohnenvorschriften erlassen. Je nach Kanton oder Gemeinde können weitere Vorschriften zur Anwendung kommen; die Stadtpolizei Zürich hat zum Beispiel ein Merkblatt für die Stadt Zürich publiziert. Am besten also, man erkundigt sich vorher, ob am jeweiligen Ort noch andere Regeln gelten.

Datenschutz bei Aufnahmen mit der Drohne
Wer mit einer Drohne Aufnahmen macht, muss den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte anderer Leute wahren. Wer Fotos oder Videos von Menschen macht, die auf den Bildern erkennbar sind, muss eine Bewilligung der entsprechenden Person haben. Deshalb ist es empfehlenswert, fremde Gärten nicht zu überfliegen und seine Drohne auch nicht entlang den Fenstern eines Hauses zu steuern.

Mit der Drohne Menschenansammlungen überfliegen und filmen
Die Sicherheit anderer Menschen ist ein Grund, weshalb es verboten ist, Menschenansammlungen zu überfliegen und zu filmen. Bei einem Absturz besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko. Als Menschenansammlung gilt in der Regel eine Gruppe ab 24 Personen. Zu solchen Gruppen muss ein Abstand von mindestens 100 Metern eingehalten werden. Wer trotzdem Aufnahmen machen möchte, muss eine Bewilligung beim BAZL einholen. Allerdings gilt auch bei kleineren Gruppen: Der Datenschutz muss eingehalten werden und Aufnahmen von erkennbaren Personen ohne Einwilligung sind nicht gestattet.

Augenkontakt zur Drohne
Der Drohnenpilot muss jederzeit Augenkontakt mit dem Fluggerät haben. Wird ein Hilfsgerät wie etwa eine Videobrille zum Pilotieren eingesetzt, muss ein zweiter Operateur daneben stehen und den Sichtkontakt sicherstellen. Er muss auch in die Fernsteuerung eingreifen können.

Autonomes Fliegen mit der Drohne
Die Augenkontakt-Regel heisst, dass viele Funktionen für autonomes Fliegen in der Schweiz im Grunde nicht genutzt werden können. Viele Drohnen lassen sich heute via GPS programmieren oder verfügen über einen Follow-me-Mode: Die Drohne folgt automatisch dem Piloten. Das lässt sich nutzen, um die eigene Downhill-Abfahrt oder die Kanufahrt im Wildwasser zu filmen. Bloss. Genau in diesen Situationen besteht meistens kein Augenkontakt. Diese Aufnahmen sind also verboten, ausser ein zweiter Operateur hat Sichtkontakt und könnte im Notfall die Fernsteuerung übernehmen.

Urheberrecht bei Drohnen-Aufnahmen
Gerade Konzerte oder Theateraufführungen sind spannende Gelegenheiten, um mit der Drohne Aufnahmen aus ganz neuen Perspektiven zu schiessen. Allerdings muss das Urheberrecht beachtet werden: Wenn man Konzerte oder ähnliches filmt, sind die Werke in der Regel durch das Urheberrecht geschützt. Deshalb sind entsprechende Bewilligungen der Rechteinhaber notwendig.

Verbotene Flugzonen und Aufnahmeverbote
Es gibt in der Schweiz verschiedene Orte, an denen das Fliegen mit einer Drohne verboten ist. Am wichtigsten zu erwähnen sind dabei Flughäfen und Flugplätze. Darum herum gilt im Umkreis von fünf Kilometern ein Flugverbot. Auch hier gilt es, lokale Vorschriften zu beachten. Ebenfalls verboten ist es, Aufnahmen von militärischen Einrichtungen zu machen.

Drohnen-Versicherungen
Die meisten im Handel erhältlichen Drohnen sind sehr leicht. Für Drohnen ab 500 Gramm gilt aber die Pflicht, eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen. Die Garantiesumme muss mindestens eine Million Schweizer Franken betragen.

Gewerbliche Aufnahmen mit der Drohnen-Kamera
Nicht nur für Drohnen, sondern generell für Video- und Fotoaufnahmen, muss für gewerbliche Aufnahmen in den meisten Gemeinden eine Bewilligung eingeholt werden.

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