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Hochzeitsbräuche rund um die Welt und in der Schweiz

Es ist ganz unbestritten einer der schönsten Tage im Leben der Brautleute: die eigene Hochzeit. In die Organisation wird indes sehr viel Zeit investiert und auch vor Kosten scheut man sich nicht; schliesslich heiratet man nicht jeden Tag und es sollte doch alles so perfekt wie möglich sein. Wenn man einem Tag so viel Bedeutung schenkt, den eigenen hohen Ansprüchen gerecht werden will und dabei noch Erwartungen anderer zu erfüllen versucht, ist Stress vorprogrammiert. Da ist es nachvollziehbar, dass immer mehr Ehepaare sich entscheiden, sich nicht auch noch alle Hochzeitsbräuche und -traditionen aufbürden zu wollen. Vom Heiratsantrag über den Verlobungsring bis hin zum Brautstrausswurf: Erfahren Sie, welche Hochzeitsbräuche in welchen Ländern Tradition haben und was sie bedeuten. Wie viele davon haben Sie selbst eingehalten oder auf einer Hochzeit miterlebt?

Hochzeitsbräuche rund um die Welt

Auch wenn es manch universelle Tradition rund um Hochzeiten gibt, haben doch jedes Land und jeder Kulturkreis ihre eigenen Hochzeitsbräuche – und diese beginnen bereits beim Heiratsantrag. Der Antrag ist seit jeher und praktisch überall auf der Welt (immer noch) Männersache. In der romantischen Vorstellung am liebsten kniend und mit einem funkelnden Diamantring.

In einer Zeit, in der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern rege diskutiert wird, ist es erstaunlicherweise immer noch die Ausnahme, dass eine Frau den Hochzeitsantrag macht. Traditionen und Rituale sind vielen Menschen trotz gesellschaftlicher Veränderungen offenbar immer noch sehr wichtig. In zwei nordeuropäischen Ländern pfeifen die Frauen jedoch auf diese traditionelle Rollenverteilung und bedienen sich stattdessen gleich einer anderen Tradition: In Grossbritannien, allen voran in Irland, herrscht jeden 29. Februar Ausnahmezustand. Alle Schaltjahre wieder halten die Frauen um die Hand ihres Angebeteten an. Gemäss der irischen Tradition müssen die Herren fast zustimmen, sonst sind sie der Dame etwas schuldig. Der Legende nach geht dieser Hochzeitsbrauch auf den heiligen Patrick zurück, der diesen damals ausserhalb des Gesetzes stehenden Tag dazu auswählte, auch den Frauen das Recht zum Heiratsantrag einzuräumen.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb man beim Antrag eigentlich auf die Knie geht? Diese Tradition ist sogar älter als die der weissen Brautkleider. Gemäss Historikern bringt der Mann – oder eben die Frau – damit seinen oder ihren Respekt zum Ausdruck. Besonders im christlichen Kontext ist das Niederknien ein Zeichen für Demut und Respekt. Im Mittelalter drückten Ritter mit dem Kniefall ihre Loyalität aus. In der heutigen Zeit wird diese Geste als romantisch angesehen und ist aus den Filmen kaum mehr wegzudenken. Doch wie jede Tradition wird auch sie immer mehr als altmodisch angesehen und vermehrt links liegen gelassen.

Wer wird wohl die Nächste sein?

Als Single oder Ledige auf einer Hochzeit kommt man schwer um die Frage herum, wann es denn für einen selbst so weit ist. So wird man manchmal auch gegen seinen Willen liebevoll und gut gemeint geschubst, wenn es Zeit für das Werfen des Brautstrausses ist. Warum hat die Braut aber überhaupt einen Strauss für die Hochzeitszeremonie? Dieser Brauch stammt aus der Renaissancezeit und hatte ursprünglich einen sehr praktischen Zweck: Die in dieser Zeit sehr dürftige Körperhygiene und der überwältigende Weihrauchduft in Kirchen sorgten für eine schlechte Luft. Nicht selten fielen Bräute sogar in Ohnmacht. Ein duftender Blumenstrauss beugte Schwächeanfällen vor und verbreitete einen süsslichen Duft. Eine Tradition, die heute kaum mehr wegzudenken ist. Der Brauch des Brautstrausswerfens ist vor allem in Europa und Amerika beliebt. Gemäss diesem Hochzeitsbrauch wird die Dame, die den Strauss fängt, die nächste Braut sein.

Nicht nur der Strauss, auch ein weiteres Accessoire der Braut wird als Omen dafür interpretiert, dass eine baldige Hochzeit ansteht. Bräute in der Türkei und in Griechenland schreiben auf die Sohlen ihrer Brautschuhe die Namen ihrer ledigen Freundinnen. Die Damen, deren Namen am Ende des durchtanzten Abends nicht mehr zu lesen sind, können sich bald auf die eigene Hochzeit freuen.

Hochzeitsbräuche in der Schweiz

In der Schweiz gibt es ebenfalls viele Hochzeitsbräuche, die streng genommen nicht unbedingt schweizerischen Ursprungs sind, aber hierzulande aus Hochzeiten fast nicht mehr wegzudenken sind. Ein solcher Brauch ist beispielsweise das Spalierstehen. Es symbolisiert, dass die Eheleute die Hindernisse der Ehe gemeinsam überwinden. Arbeits- oder Vereinskollegen stehen vor der Kirche oder dem Standesamt Spalier. Das Brautpaar schreitet dann durch einen Tunnel mit beispielsweise hochgehaltenen Fussbällen, Tennisschlägern oder Skiern, je nach Hobby der Braut oder des Bräutigams.

Das Baumstammsägen ist eigentlich ein bayrischer Brauch, der von unserem nördlichen Nachbarland in die Schweiz kam. Ähnlich wie das Spalierstehen symbolisiert auch dieser Brauch die Herausforderungen des künftigen Ehelebens. Der Clou dabei: Dem Brautpaar wird eine eher stumpfe Säge gegeben, um gemeinsam einen Baumstamm durchzusägen. Bei diesem Hochzeitsbrauch zeigt das Brautpaar, wie es Hindernisse gemeinsam bewältigt, während die Gäste sich köstlich amüsieren. 

Wertvoller Schatz

Die Hochzeit feiert Ihre Beziehung und das gemeinsame Leben, aber der wahrste Schatz ist und bleibt die Liebe zwischen zwei Personen. Es kann aber nicht schaden, sich rechtzeitig Gedanken dazu zu machen, ob Sie eine Wertsachenversicherung für Ihre Verlobungs- oder Eheringe, wertvollen Geschenke wie eine Uhr oder ein Familienerbstück abschliessen möchten. Gegebenenfalls haben Sie bereits eine Wertsachenversicherung und müssten nur noch die neuen Objekte darin einschliessen lassen. Wir informieren Sie gerne über Ihre Möglichkeiten.

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