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Must-have - Versicherungen für Freelancer

Wie sich Freelancer und Selbstständige richtig absichern.

Arbeiten, wann man will, wie man will und von wo aus man will: So stellen sich viele das Leben von Freelancern und Selbstständigen vor. Tatsächlich bringt die Selbstständigkeit eine Menge solcher Vorteile mit sich. Man muss sich nicht zu vorgegebenen Zeiten ins Büro quälen, ist in der Freizeitgestaltung flexibel und entscheidet über seine eigene Ferienzeit und seinen Lohn. Kein Wunder, scheint eine Festanstellung auf den ersten Blick weniger attraktiv im Vergleich. Doch werden von aussen oft nur die Vorteile gesehen, wie die Spitze eines Eisbergs. Papierkram, Versicherungen und Vorsorge gilt es selber zu bewältigen. Was hinter dem Freelancing steckt und wie man sich sinnvoll absichert, erfahren Sie in diesem Magazin-Beitrag. 

Was genau ist ein Freelancer?

Freelancer sind Selbstständige oder freie Mitarbeiter, die für Unternehmen Aufträge ausführen. Sie gehen in der Regel keinen Arbeitsvertrag ein, sondern arbeiten auftragsbezogen und betreiben ihr Geschäft unter eigenem Namen, auf eigene Rechnung, in unabhängiger Stellung und auf eigenes wirtschaftliches Risiko. Freelancer oder Selbstständigerwerbende sind automatisch Inhaber ihrer Einzelfirma, können aber auch Personal einstellen. Ein grosser Unterschied zu Festangestellten besteht darin, dass sie sich um Sozialabgaben wie die Krankenversicherung und die Altersvorsorge selber kümmern.

Freelancing ist ein beliebtes Arbeitsmodell

Entwicklungen im Arbeitsmarkt wie die Sharing Economy (Ökonomie des Teilens), die Gig-Economy (flexible, auf ein Projekt beschränkte Zusammenarbeit) und der Fachkräftemangel haben einen grossen Einfluss darauf, dass Freelancing auch in der Schweiz auf dem Vormarsch ist. Unternehmen greifen gerne auf flexible Freelancer zurück für umfassende oder komplexe Projekte, die sie nicht mit der internen Belegschaft bewältigen können. Auch Teilbereiche, die ein spezifisches Fachwissen erfordern, wie die Kommunikation, Übersetzung, Informatik oder grafische Arbeiten werden oft an Selbstständige ausgelagert. Heute können Dienstleistungen jeder Art zu jeder Zeit und ortsungebunden angeboten werden, direkt oder über spezifische Onlineplattformen.

Vor allem die Generationen Y und Z wünschen sich im Job mehr Freiheiten wie flexible Arbeitsmodelle, Vertrauensarbeitszeit oder Teilzeitarbeit. Gemäss einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte aus dem Jahr 2016 arbeitete jeder 4. Schweizer haupt- oder nebenberuflich als Freelancer – ein Trend, der in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen dürfte.  

Wie sollte man sich als Selbstständiger absichern und welche Versicherungen sind sinnvoll?

Je nachdem, in welchem Bereich ein Freelancer tätig ist und was er besitzt – man denke dabei an Maschinen, Fahrzeuge oder Immobilien – sind unterschiedliche Versicherungen ratsam. Wer beispielsweise über ein Geschäftsauto verfügt, muss eine Autoversicherung abschliessen.

Zu unterscheiden gilt es auch zwischen privaten und betrieblichen Risiken. Abgesehen von der obligatorischen Basis-Krankenversicherung ist es Freelancern selbst überlassen, ob sie sich gegen die Risiken des Erwerbsausfalls bei Krankheit oder Unfall versichern möchten. Wenn ein Freelancer erkrankt oder einen Unfall erleidet, ist es ihm oft nicht mehr möglich, seiner Arbeit im gewohnten Umfang nachzugehen und das übliche Einkommen zu erzielen. Die Krankentaggeldversicherung ermöglicht es, auch im Krankheitsfall seinen Lohn zu bekommen.

Auch für ihre berufliche Vorsorge sind Freelancer selber verantwortlich. Als Selbstständiger, der keiner Pensionskasse angehört, droht einem bei einem Erwerbsausfall infolge Krankheit oder Unfall eine grosse Vorsorgelücke, denn die 1. Säule, die AHV/IV, deckt nur ungenügend. Damit Freelancer und Selbstständige in Notsituationen nicht auf ihr Erspartes zurückgreifen oder sich im schlimmsten Fall verschulden müssen, empfiehlt sich eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Diese wichtige Versicherung erlaubt es Freelancern, ihren Lebensstandard zu halten, auch wenn das Erwerbseinkommen wegen Invalidität wegfällt.

Je nach Tätigkeit kann auch eine Haftpflichtversicherung empfehlenswert sein, zum Beispiel in beratenden, handwerklichen oder IT-Berufen. Die Berufshaftpflicht versichert Schäden gegenüber Dritten im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit (Sach- und Personenschäden). In Zusammenarbeit mit Kunden und auftraggebenden Unternehmen haften Freelancer selbst für entstandene Schäden.

Freiwillige Versicherungen rund um das Unternehmen sind zum Beispiel die Rechtsschutzversicherung oder eine Diebstahlversicherung. Braucht ein Freelancer für seine berufliche Tätigkeit hauptsächlich einen Laptop oder arbeitet oft von unterwegs, ist eine Laptop-Versicherung empfehlenswert. Diese schützt bei plötzlicher Beschädigung, Diebstahl oder Verlust, etwa wenn der Laptop im Zug liegen gelassen wird.

Wer wichtige Geschäftsprozesse online abwickelt wie beispielsweise Freelancer im IT-Bereich, kann bei Hacker-Angriffen grosse Schäden davontragen. Wenn Sie vertrauliche Kundendaten auf Ihrem Computer speichern, ist eine Cyber-Versicherung höchst ratsam.

Individueller Versicherungsschutz

Sie sehen, es gibt viele Versicherungen und Vorsorgemöglichkeiten für Freelancer und Selbstständige. Wenn Sie nicht ganz sicher sind, welche Versicherung in Ihrer individuellen beruflichen Situation notwendig ist, beraten wir Sie gerne. Wir analysieren die Risiken Ihrer Branche oder Ihres Tätigkeitsbereichs, damit Sie vor finanziellen Engpässen geschützt sind. Lassen Sie Schadenfälle nicht Ihre Selbstständigkeit bedrohen und fragen Sie jetzt für eine Beratung an.

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