Wohnen & Eigenheim

4 absolut unverzichtbare WG-Tipps

Mit den WG-Mitbewohnern teilt man sich die Aufgaben und Kosten im Haushalt, aber auch die Freuden des Alltags. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, damit Ihr WG-Traum nicht zum Albtraum wird.

Grundlagen

Tipp Nr. 1: Klarheit über die Bedürfnisse und Erwartungen jedes Einzelnen schaffen

Für manche ist eine Wohngemeinschaft vor allem ein Mittel, um die Mietkosten niedrig zu halten. Bei anderen hingegen steht das gemeinschaftliche Leben im Vordergrund. Während die einen von interessanten Gesprächen bei einem Stück Pizza träumen, wollen andere coole Partys veranstalten.

Wenn Sie sich von Anfang an über Ihre Erwartungen und Bedürfnisse im Klaren sind, können Sie viele Enttäuschungen vermeiden. Zur Schaffung klarer Verhältnisse sollten Sie zunächst sich selbst und anschliessend auch Ihren (künftigen) WG-Mitbewohnern folgende Fragen stellen:

  • Suchen Sie vor allem eine billige Unterkunft oder gute Freunde für gemeinsame Partys, Essen und Fernsehabende?
  • Möchten Sie oft Ihre Ruhe oder lieben Sie es, wenn immer etwas los ist?
  • Können Sie sich eine gemeinsame Haushaltskasse vorstellen, oder ist es Ihnen lieber, wenn jeder seine eigenen Nudeln kauft?
  • Haben Sie einen kleinen Ordnungsfimmel, oder sind Sie eher chaotisch? Wo liegen Ihre Grenzen, und wie viel sind Sie bereit mitzuhelfen?

Kommunikation

Tipp Nr. 2: Kommunikationsmittel vorsehen

Ihren WG-Mitbewohnern und Ihnen selbst mangelt es sicher nicht an gutem Willen – Sie möchten alle gut und offen miteinander kommunizieren. Hier sind einige praktische Ideen zur Verbesserung der Kommunikation in Ihrer Wohngemeinschaft.

  • Ein Kalender mit dem Wochenplan jedes Einzelnen: So wissen Sie, wer nicht da ist, wer spät nach Hause kommt usw. Sie können so Ihre gemeinsamen Mahlzeiten organisieren und auf den Rhythmus jedes Einzelnen Rücksicht nehmen – zum Beispiel den Schlaf des Mitbewohners respektieren, der die ganze Nacht gearbeitet hat.
  • Eine Wandtafel oder eine Post-it-Wand, auf der die Mitbewohner Infos, motivierende oder witzige Worte hinterlassen können. Egal, ob es der Spruch des Tages oder die Rechnung des Monats ist – Hauptsache, es wird kommuniziert!
  • Regelmässige informelle Treffen, zum Beispiel beim Frühstück oder einer Tasse Kaffee. Sie müssen nicht alle Mahlzeiten gemeinsam planen. Wenn Sie sich jedoch einmal pro Woche zusammensetzen (es muss auch nicht lange sein), kann vermieden werden, dass sich ein möglicher Zwist zu einer handfesten Krise auswächst.
  • Mitbewohnerversammlungen, die weniger häufig, aber etwas formeller sind, sind hilfreich, um den Stand der Dinge zu besprechen und Entscheidungen zu treffen (Kauf eines neuen Fernsehers, Kündigung des Festnetzanschlusses, Suche nach einem neuen WG-Mitbewohner usw.).

Regeln

Tipp Nr. 3: Regeln festlegen und einhalten

«Das versteht sich von selbst, aber es ist noch besser, wenn es klar gesagt wird.» Diese Devise für das Zusammenleben hat sich schon oft bewährt. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihre Mitbewohner dieselben Gewohnheiten und Ansprüche wie Sie selbst haben. Wenn jedoch jeder bereit ist, sich zu bemühen und Kompromisse einzugehen, werden sich alle wohl fühlen.

Stellen Sie zusammen einen Ämtliplan auf. Sie können auch mündlich einige einfache, konkrete Regeln für das Zusammenleben formulieren oder beispielsweise «10 WG-Gebote» festhalten. Diese könnten wie folgt lauten:

  • Du sollst im Kühlschrank einmal pro Woche Ordnung schaffen.
  • Du sollst schmutziges Geschirr sofort abwaschen.
  • Du sollst deine eigenen Sachen (Handtuch, Zahnbürste, Deodorant usw.) verwenden.
  • Du sollst die Dusche bzw. Badewanne nach jeder Nutzung abspülen.
  • ...

Ein weiterer wichtiger Punkt, der geregelt werden sollte, sind Besuche. Dürfen Personen, die nicht in der WG leben, über Nacht bleiben? Ab wie vielen Übernachtungen handelt es sich nicht mehr um einen Besuch, sondern um einen vorübergehenden zusätzlichen Mitbewohner in der WG (der sich auch an den WG-Kosten beteiligt)? Darf eine kleine Feier mit Freunden organisiert werden, ohne zuvor die anderen Mitbewohner darüber zu informieren?

Vertrauen

Tipp Nr. 4: Ein Vertrauensverhältnis schaffen

Man teilt das Badezimmer und die Miete nicht mit jedem. Auch wenn es wie eine Binsenweisheit klingt – Vertrauen ist die wichtigste Basis für eine gute Wohngemeinschaft. Wählen Sie keine WG aus, nur weil die Miete passt, das Gebäude günstig gelegen oder die Wohnung schön eingerichtet ist. Sie müssen sich sicher und wohl fühlen.

Atmosphäre: Wenn Sie eine WG besichtigen und Ihnen die Atmosphäre nicht gefällt, dann erzwingen Sie es nicht. Warten Sie, bis Sie jemanden treffen, mit dem Sie sich auf Anhieb gut verstehen.

Vertrag: Zwei Optionen sind möglich – Miete oder Untermiete. In beiden Fällen haben Sie Anspruch auf einen Vertrag. Wenn alle Bewohner Mieter sind, werden alle Namen im Mietvertrag aufgeführt. Wenn Sie als Untermieter in eine WG einziehen, muss ein ordnungsgemässer Untermietvertrag erstellt werden. Hierzu gehört es auch, den Vermieter zu informieren.

Finanzen: Erstellen Sie eine präzise Liste der gemeinsamen Ausgaben (Mietzins plus Nebenkosten, Versicherungen, Internet-Abo usw.), damit jeder weiss, womit er rechnen muss. Im Idealfall wird im Einvernehmen eine Person bestimmt, die die WG-Finanzen verwaltet. Diese Person sammelt das notwendige Geld und kümmert sich um die Überweisungen. Alle Mitbewohner haben selbstverständlich das Recht, die Rechnungen zu prüfen.

Gemeinsame Kasse: Entscheidungen über zusätzliche Ausgaben (Kauf eines neuen Sofas, Abschluss eines gemeinsamen Netflix-Abos) sollten einstimmig gefällt werden. Denken Sie auch daran, eine gemeinsame Kasse anzulegen, in die zum Beispiel jeder monatlich 20 CHF einzahlt. Dieses Geld dient dazu, Putzmittel zu kaufen und die laufenden kleineren Ausgaben des WG-Alltags zu decken. Wenn Sie sich auch die Lebensmittelkosten teilen, ist eine solche Kasse besonders wichtig. Legen Sie genau fest, was gemeinsam gekauft wird: Gewürze, Milch, ein Drucker (und Papier), ein Föhn usw.

Versicherungen: Stellen Sie sich vor, Sie kommen gerade noch rechtzeitig nach Hause, um die Feuerwehr anzurufen und zu vermeiden, dass ein beginnender Brand in einer Katastrophe endet. Ihre Garderobe wurde vom Rauch jedoch leider nicht verschont. Wer wird die Kosten tragen? Und bedeutet dieser Vorfall das Ende für Ihre Wohngemeinschaft?

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