Wohnen & Eigenheim

Alles Banane?

Grosis Tipps und kreatives Kochen

Der Kühlschrank ist halb leer und der Magen noch leerer? Das muss nicht sein: Mit etwas Fantasie, viel Mut und Tipps aus Omas Zeiten lässt sich viel aus den letzten Vorräten rausholen.

Das Planen und Gestalten von Einkaufen, Kochen und Essen spaltet nicht nur die WG-Geister. Auch in einem Singlehaushalt fehlt oft die Zeit für die sinnvolle Nahrungsbeschaffung. Da bleibt nur der Pizzakurier? Falsch – es geht auch anders und gesünder.

grossmutter-kochen

Sie hat Not- und Hungerzeiten überlebt, Grossfamilien ernährt und trotzdem wahre Meisterwerke der Kulinarik auf den Tisch gezaubert: Grosi wusste eben noch, wies geht. Ein paar einfache Tipps von damals:

  • Altes Brot: Entweder hat es zu wenig oder zu viel. Deshalb ist Brot per Definition immer dann trocken und alt, wenn man es braucht. Generell gilt: Brot aus Vollkorn- statt Weissmehl hält etwas länger. Ist das Brot dann doch mal staubtrocken, lässt es sich als Paniermehl für die nächsten Vegi-Schnitzel verwenden oder als Grundzutat für den Klassiker Brotauflauf. Brot in Milch einlegen, mit Nüssen, Äpfeln oder Pilzen, Eiern, Rosinen, Honig etc. in der Auflaufform mischen und ab in den Ofen.
  • Verwerten Sie, was Sie schon haben:
    Stapeln sich wieder mal die Reste im Kühlschrank? Seien Sie mutig. Mixen Sie sie und auch damit ab in den Ofen. Denn seien Sie ehrlich: Ansonsten hätten Sie eh alles weggeworfen. Einen Versuch ists also wert.
  • Suppe in der Not: Sie haben nur noch Rüebli und sonst nix? Einfach schälen, in Stücke schneiden und anbraten. Währenddessen aus der Schale und anderen Gemüseresten und Gewürzen eine improvisierte Bouillon kochen. Hat das Wasser langsam Farbe und Geschmack, Schalen und Co. raus und Rüebli rein. Wers fluffig mag, püriert das Ganze. Fertig ist die improvisierte Not-Gemüsesuppe.

Evergreens – das geht immer:
Mit diesen Nahrungsmitteln im Haus sind Sie für jeden Nothunger gewappnet:

  • Kartoffeln: Selbstgemachte Ofenkartoffeln sind gesünder und billiger als Pommes frites vom Drive-in und in 20 Minuten gemacht. Und sie machen satt.
  • Teigwaren: Spaghetti mit Ketchup ist zwar eine kulinarische Todsünde, aber die kann auch zubereiten, wer früher den Hauswirtschaftsunterricht geschwänzt hat. Mit den Resten macht man ganz einfach den Nudelsalat fürs Büro oder die nächste Grillparty.
  • Lieblingsgemüse: Mindestens etwas Grünes im Kühlschrank sollte schon sein. Das lässt sich dann auch für alles verwenden. Wie wäre es beispielsweise mit knusprig angebratenen Zucchetti mit Käse?
gemuese-ruesten

Seien Sie mutig, seien Sie kreativ
Woher wissen, was man jetzt mit wahllos zusammengewürfelten Zutaten macht? Das Geheimnis: kreativ kochen. Mixen Sie, schneiden Sie, hauen Sie in die Pfanne oder den Topf. Probieren Sie aus und leben Sie mit den Konsequenzen – bzw. essen Sie sie. Statt online nach Rezepten zu suchen und sich zu ärgern, dass die Hälfte der Zutaten fehlt, machen Sie Ihr eigenes Rezept spontan am Herd.

Hier drei ungewöhnliche Kombi-Entdeckungen von Experimentierköchen. Aber Achtung: Der Geschmack bzw. Ungeschmack hat schon Freundschaften zerstört.

  • Spaghetti mit Bananensauce: Statt Rahm tut es auch gestampfte Banane für die Carbonara. Schmeckt süss und salzig zugleich.
  • Ramen-Nudeln mit Gurke: Fertig-Nudelsuppe ins Wasser und rein, was gefällt – Pilze, Ei, Peperoni oder Ananas. Für die wagemutigen Geschmäcker ist die Salatgurke zu empfehlen.
  • Fischstäbchen-Lasagne: Zugegeben, das macht mehr Spass als (Gaumen-)Sinn. Aber mit einer Büchse Tomatensauce und Fischstäbchen aus dem Vorrat lässt sich wunderbar was stapeln.

Effiziente Vorräte
Ob mutig oder nicht: Es lohnt sich, über seine Vorräte nachzudenken. Ist man neu aus dem Elternhaus ausgezogen, tun es einige wenige Konserven. Sobald man aber weiss, was man gerne und häufig kocht, sollte man beim Einkauf nach Aktionen Ausschau halten. Tomatensauce, Thon-, Mais- oder Bohnenkonserven im Keller erweisen sich so als nützlich.

Vorrausschauend sparen
Mit diesen Tricks und etwas Planung lässt sich so einiges bei den Lebensmitteln sparen. Generell gilt: Unverarbeitete Zutaten kommen am Ende günstiger als Fertigfood und sind wesentlich gesünder. Gemüse und Früchte halten aber nicht ewig. Übertreiben Sie es beim Anlegen der Vorräte also nicht.

Apropos sparen: Mehr Geld bleibt Hobbyköchen und Kochbanausen mit der günstigen Jahresprämie von younGo. Die Haushaltversicherung gibts für CHF 10 im Monat bzw. CHF 120 im Jahr.

Versicherung online abschliessen

Das könnte Sie auch interessieren:

Haben Sie eine Frage? Top