Wohnen & Eigenheim

Digitale Sprachassistenten: Alltagshelfer oder Fluch?

Als Smartphones in unser Leben traten, vereinfachten sie vieles. Mit dem Siegeszug von iPhones in der Schweiz war es nur eine Frage der Zeit, dass der digitale Sprachassistent Siri fast allen Schweizerinnen und Schweizern ein Begriff wurde. Heute erstreckt sich die smarte Technik von elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen bis in das Zuhause: Smart Home nennt sich das Konzept, das mittels fernsteuerbarer und automatisierter Geräte ein vernetztes Zuhause ermöglicht, das nicht nur die Wohn- und Lebensqualität erhöhen soll, sondern auch den Energieverbrauch im Haushalt ökologischer gestaltet und die Sicherheit erhöht.

Was zunächst als Modeerscheinung abgetan worden ist, entwickelt sich zu immer ausgeklügelteren Smart-Speaker-Systemen, die bereits in vielen amerikanischen und zunehmend auch in deutschsprachigen Haushalten verwendet werden. Neue Studien belegen, dass Menschen sich an Sprachassistenten im Alltag schnell gewöhnen. Sind digitale Sprachassistenten und Smart-Home-Systeme die neuen unverzichtbaren Alltagshelfer oder doch mit vielen Nachteilen behaftet? Wie würde es sich leben lassen, wenn digitale Helfer auch in der Schweiz verstärkt genutzt würden?

Sprachassistenten auf dem Smartphone

Als der digitale Diener als neues Software Feature des Apple-Smartphones in unser Leben trat, löcherten es viele mit kuriosen Fragen und Aufforderungen, sodass die lustigsten Siri-Antworten schnell die Runde machten und laufend neue coole Tricks des Sprachassistenten entdeckt wurden. Sie haben ein Smartphone einer anderen Marke und kennen Siri nicht? Der integrierte Sprach-Assistent von Apple wird auf den entsprechenden mobilen Geräten des Herstellers angeboten und genutzt. Verfügbar in mehreren Sprachen und Stimmen antwortet Siri auf Ihre Befehle. Es genügt, für einige Sekunden auf die Home-Taste zu drücken und schon beginnt die Spracherkennung. Bei den neueren iPhone-Modellen kann Siri auch berührungslos über den Sprachbefehl «Hey, Siri» aktiviert werden. So können Sie Siri beauftragen, Termine in Ihrem Kalender einzutragen, im Netz etwas für Sie zu suchen, die Wettervorhersage abzurufen oder Musik abzuspielen. 

Die Konkurrenz hat jedoch nicht geschlafen. Auch Google hatte mit Google Now einen hauseigenen Sprachassistenten für Android und iOS entwickelt, der heute mit Google Assistant einen Nachfolger hat. Microsoft bietet seinerseits mit Cortana eine Software, die für Windows entwickelt worden ist, und Samsung Galaxys Sprachassistent nennt sich Bixby. Alle stehen ihren Nutzern bei alltäglichen Aufgaben helfend zur Seite und je öfters Sie damit agieren, desto besser lernt Ihr virtueller Assistent Sie kennen und wächst mit Ihren Bedürfnissen. Doch warum nur ein intelligentes Telefon haben, wenn man auch ein intelligentes Zuhause haben kann?

Smart-Home-Systeme

Mit dem Handy kontrollieren, ob die Herdplatte ausgeschaltet ist, oder per Knopfdruck aus der Ferne offene Fenster schliessen, wenn urplötzlich ein Gewitter kommt. Diese und weitere Funktionen sind in modernen Smart Homes bereits Realität. Wohnen Sie schon smart? Vor allem Eigenheimbesitzer investieren immer häufiger in Smart-Home-Geräte und -Systeme, aber auch neue Mietwohnungen werden immer smarter ausgestattet. Intelligentes Wohnen ist nicht nur etwas für technikaffine Junge, sondern wird zunehmend zu einer wichtigen Hilfe für ältere oder kranke Menschen. Technische Hilfen sind für das selbstständige Wohnen im Alter sehr wertvoll. Um mehr darüber zu erfahren, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel «Smart Home: Technik macht das Leben im Alter leichter».

Speaker für das Zuhause

Die Verknüpfung von digitalen Sprachassistenten mit dem intelligenten Zuhause stellen smarte Lautsprecher dar. Der amerikanische E-Commerce-Gigant Amazon brachte mit dem hauseigenen Produkt Amazon Echo die sympathische weibliche Stimme von Alexa in amerikanische Haushalte. Alexa hat diverse Fähigkeiten und Funktionen, auch Skills genannt, und beantwortet neben Fragen zum Wetter und Verkehr auch Befehle, wie den Musikstream-Dienst Spotify zu aktivieren oder Kindle-Hörbücher vorzulesen. Mit etwas teureren Modellen lassen sich auch periphere Smart-Home-Geräte steuern.

Die Verbreitung steigt rasant, denn der Nutzen übersteigt die Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Datenschutzes vieler. Auch deutschsprachige Haushalte – allen voran Deutschland und Österreich – nutzen den Voice Service von Amazon seit Februar 2017. Ob Custom Skills oder Smart Home Skills: Neben dem Smart Speaker Amazon Echo etablieren sich auch Google Home und Apples HomePod als sprachgesteuerte, internetbasierte intelligente persönliche Assistenten.

Reden wir bald alle mit unseren Alltagsgegenständen?

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Das Reden mit künstlicher Intelligenz ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, wie aber viele Technologien vor ihr stellt sie einen progress of no return (Fortschritt ohne Wiederkehr) dar. Praktisch, zeitsparend und einfach: Kein Wunder, sind Sprachassistenten höchst benutzerfreundliche Alltagshelfer. Die Vorteile wie Energie sparen oder besser gegen Einbrüche gewappnet sein stehen jedoch im Kontrast zu den Nachteilen wie Cyber-Angriffen. Offen ist auch die Frage, wie man verschiedene Assistenten gleichzeitig nutzen kann, ohne nur von einem Hersteller abhängig zu sein. Alexa lässt sich bereits auf Geräten anderer Hersteller wie den Sonos-Lautsprechersystemen nutzen.

Besonders die junge Zielgruppe ist sprachsteuerungsaffin und nutzt ihre Stimme als Interface für das Netz. Whatsapp-Nachrichten werden lieber aufgezeichnet, als auf dem Smartphone getippt. Online Shopping, seinen Alltag organisieren, den Haushalt überblicken: Die Sprachsteuerung und Nutzung von digitalen Sprachassistenten wird tendenziell weiter zunehmen, auch in der Schweiz. Experten erwarten so tiefgreifende Folgen, wie sie zu seiner Zeit die Einführung der Smartphones nach sich gezogen haben. Es bleibt also davon auszugehen, dass die neuen digitalen Alltagshelfer immer mehr ihren Platz im Alltag einnehmen.

Cyberrisiken vorbeugen

Mit der zunehmenden Verbreitung und Nutzung ergeben sich auch Herausforderungen mit smarten Lautsprechern und Smart-Home-Systemen. Wenn Sie in Ihrem Zuhause Smart-Home-Geräte oder -Systeme nutzen, sollte Ihre Hausratversicherung dies widerspiegeln. Ergänzen Sie Ihre Versicherung bei der Basler mit innovativen Sicherheitsbausteinen und stellen Sie sich Ihre individuelle Versicherungslösung zusammen – ganz nach Ihren Bedürfnissen. Bei Fragen beraten wir Sie gerne.

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