Wohnen & Eigenheim

Photovoltaik – Sonnenenergie fürs Eigenheim

Wer Sonnenenergie nutzt, spart Strom und schützt die Umwelt. Lesen Sie, ob sich der Bau einer Solaranlage auch für Sie lohnt.

Sonnenenergie – aber doch nicht in der Schweiz!

Schon richtig: Die Schweiz ist nicht Kalifornien. Doch die Behauptung, dass sich die Nutzung von Sonnenenergie in der Schweiz nicht lohnt, ist purer Humbug. Denn das Produktionspotenzial auf Dächern und an Fassaden ist hoch. Würden alle Flächen genutzt, könnte die Hälfte des gesamten Schweizer Stromverbrauchs abgedeckt werden. Doch dieses riesige Potenzial liegt brach. Heute sind erst auf rund fünf Prozent der geeigneten Dach- und Fassadenflächen Photovoltaikanlagen installiert. Diese decken gut zwei Prozent des Stromverbrauchs ab.

Solarfakt 1:
In einer Stunde strahlt die Sonne soviel Energie auf die Erde, wie die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht.

Warmwasser aus Solarenergie
Die einfachste Solaranlage liefert warmes Wasser für Küche und Bad. Übers Jahr kommen rund 70 Prozent von der Sonne, der Rest von der konventionellen Heizung. Eine Investition, die sich langfristig rentiert. Während ihrer Lebensdauer von mindestens 25 Jahren spart die Solaranlage rund 60 000 Kilowattstunden (kWh) und 25 Tonnen CO2-Emissionen. Darüber hinaus verlängert sich die Lebensdauer der konventionellen Heizung, da diese im Sommer nicht mehr betrieben werden muss.

Heizen mit Solarenergie
Solaranlagen versorgen im Frühjahr und Herbst das Haus mit Wärme und unterstützen im Winter die Heizung. Das spart Brennstoffkosten und Emissionen. Während ihrer Lebensdauer von mindestens 25 Jahren erzeugt die Solaranlage 30 Prozent des Wärmebedarfs und spart so 50 Tonnen CO2. Im optimal isolierten MINERGIE-Haus kommen sogar rund 50 Prozent des Wärmebedarfs von der Sonne. Mit entsprechend grösseren Kollektorflächen und Speichervolumen ist sogar eine fast ausschliessliche Beheizung mit der Sonne möglich.

Solarfakt 2:
Eine Fläche mit Solarmodulen von 700 x 700 Kilometer in der Sahara würde ausreichen, um den weltweiten Energiebedarf (jährlich 113 000 Milliarden kWh) zu decken.

Günstige Solarmodule
Das Wichtigste vorweg: Die Rahmenbedingungen für Solarenergieprojekte haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Solarmodule sind heute 80 Prozent günstiger als noch vor fünf Jahren und können auf einfache Weise in die Architektur integriert werden. Auch ästhetisch hat sich viel getan: Sonnenkollektoren sind heute in zahlreichen Farben und Formen für attraktive Einbaulösungen verfügbar.

Anreize bei der Solarfinanzierung
Das Parlament hat beschlossen, die Energieförderung aus Photovoltaikanlagen zu unterstützen. So wurde im April 2014 die sogenannte Einmalvergütung eingeführt, welche ca. 30 Prozent der Investitionskosten deckt. Zudem haben alle Stromproduzenten das explizite Recht, die selbstproduzierte Energie am Ort der Produktion ganz oder teilweise selbst zu verbrauchen (Eigenverbrauch). Des Weiteren wurden die Verwaltungsverfahren erheblich vereinfacht.

Wie erhalte ich die Einmalvergütung
Sobald der Bau einer Solaranlage abgeschlossen ist, genügt es, den Inbetriebnahmebericht mit Fotos an die Swissgrid (nationale Netzgesellschaft) zu senden. Sind die Unterlagen vollständig, veranlasst die Swissgrid die Zahlung der Einmalvergütung. Einzelheiten dazu finden Sie auf www.swissgrid.ch

Sonnenenergie spart Strom

solarpannel-auf-dach

Energie selbst zu produzieren und auch zu verbrauchen, rechnet sich: Der Strom wird billiger. Indem man den selbst erzeugten Strom gleich verbraucht, spart man durchschnittlich 25 Rappen/kWh. Wenn der Eigenverbrauch nicht sofort möglich ist, wird der überschüssige Strom in das Netz eingespeist und mit rund 9 Rappen/kWh vergütet. In der Nacht und an Tagen mit schlechtem Wetter versorgt das Stromnetz den Haushalt mit der erforderlichen Energie. Das bedeutet: Je höher der Eigenverbrauch, desto rentabler ist die Solaranlage.

Solarenergie ist vielfältig nutzbar
Besonders beim Neubau lässt sich eine Solaranlage kostengünstig mitplanen und installieren. Aber auch bei Renovationen können zu erneuernde Dach- oder Fassadenflächen gleich für die Sonne genutzt werden. Wer zudem auf die passive Nutzung der Sonnenenergie achtet, profitiert von einem kleineren Heizaufwand und damit von tieferen Energiekosten. Südfenster, ein Wintergarten und transparente Wärmedämmung haben sich bewährt. Bei Neubauten schreiben immer mehr Kantone vor, dass maximal 80 Prozent des zulässigen Wärmebedarfs durch fossile Energien gedeckt werden dürfen. Mit Sonnenenergie oder einer verbesserten Wärmedämmung können diese Vorgaben gut erfüllt werden.

Baloise Bank SoBa – bei Fragen für Sie da
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