Wohnen & Eigenheim

Solarstrom ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Solarenergie lohnt sich für die Umwelt und für Sie. Sie senken die Stromkosten, sind unabhängig von Strompreisschwankungen, steigern den Wert Ihres Hauses, erhalten staatliche Förderbeiträge und optimieren die Steuerbelastung. So berechnen Sie Kosten, Potenzial und Energieproduktion und simulieren verschiedene Szenarien.

Solarstrompotenzial

Die Bedingungen in der Schweiz sind ideal

Das Bundesamt für Energie hat kürzlich eine Studie über die Solarstromproduktion in der Schweiz veröffentlicht: Das Solarstrompotenzial auf Dächern und Fassaden würde ausreichen, um unseren gesamten Stromverbrauch (57 Terawattstunden) mit Solarenergie zu decken. Aktuell produzieren wir 1,3 Terawattstunden Solarstrom. In der Schweiz sind die klimatischen Bedingungen gut. Die Sonne scheint mit 1'050 bis 1'600 Kilowattstunden pro Quadratmeter beispielsweise mehr als in Deutschland, in den Alpen ist die Sonneneinstrahlung mit Spanien vergleichbar.

Argument 1

Solarstrom lohnt sich

Solarenergie ist umweltfreundlicher und klimaschonender als Öl und Gas. Wenn Sie Ihr Einfamilienhaus mit Holz und Solarenergie statt fossilen Brennstoffen heizen, senken Sie Ihren Kohlenstoffdioxid-Ausstoss um mehr als vier Tonnen im Jahr. Sie können sogar den gesamten Wärmebedarf mit Solarenergie decken, wenn Sie Ihr Haus energieeffizient bauen oder renovieren. So schonen Sie die Umwelt, weil bei der Solarstromproduktion keine Luftschadstoffe und kein CO2 entstehen, und Ihr Budget.

Argument 2

Solarstrom zahlt sich aus

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach Ihres Hauses profitieren Sie mehrfach, weil Sie …

  • … Ihre Stromkosten langfristig um 30 Prozent senken
  • … unabhängig von Strompreissteigerungen sind
  • … den Wert Ihres Hauses nachhaltig steigern
  • … staatliche Förderbeiträge erhalten
  • … Ihre Steuerbelastung optimieren

Wie schnell sich Solarstrom auszahlt, hängt von vielen Faktoren ab. Mit einem hohen Eigenverbrauchsanteil amortisiert sich die Investition in 15 bis 20 Jahren. Eine Photovoltaikanlage hat eine Lebensdauer von 30 Jahren. Sie sparen also 10 bis 15 Jahre lang Stromkosten bis zum Ersatz. Je stärker die Strompreise steigen, desto schneller geht die Rechnung auf.

Kriterium 1

Dachfläche und Sonneneinstrahlung

Dachfläche und Sonneneinstrahlung bestimmen, wie gut sich ein Hausdach für Solarstrom eignet. Drei Faktoren beeinflussen die Sonneneinstrahlung:

  1. Am meisten Strom produzieren Anlagen auf Dächern, die nach Süden ausgerichtet sind. Aber auch Dächer, die nach Südosten oder Südwesten ausgerichtet sind, produzieren genug Strom, um rentabel zu sein. Besonders, wenn Sie einen hohen Eigenverbrauch haben.
  2. Am besten eignen sich Hausdächer mit einer Neigung von 30 bis 35 Grad. Je stärker die Ausrichtung von Süden abweicht, desto tiefer die Stromproduktion, wenn die Dachneigung unter 30 Grad oder über 35 Grad liegt.
  3. Schatten senkt die Stromproduktion. Einerseits wird weniger Licht in Strom umgewandelt, andererseits produzieren die in Reihe geschalteten Photovoltaikmodule weniger Strom, sobald ein einziges Modul im Schatten liegt und weniger produziert.

Grössere Dachflächen sind in der Regel rentabler als kleinere, weil die Investitions- und Unterhaltskosten pro Quadratmeter mit mehr Fläche sinken.

Kriterium 2

Investitionskosten und Betriebskosten

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus verbraucht 4'500 Kilowattstunden Strom jährlich. Dafür reicht eine Photovoltaikanlage mit 8 Kilowatt-Peak Leistung. 1 Kilowatt-Peak produziert 900 Kilowattstunden Strom im Jahr, 8 Kilowatt-Peak also 7'200 Kilowattstunden. Das ist mehr als genug, auch wenn Sie mehr Strom verbrauchen als angenommen. Eine solche Anlage kostet etwa 20'000 Franken. Oder plus/minus 15'000 Franken netto, wenn Sie Fördergelder und Steuerersparnisse berücksichtigen. Dazu kommen Betriebskosten von 1 Prozent der Investitionskosten im Jahr, also rund 200 Franken.

Kriterium 3

Förderbeiträge

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage installieren, erhalten Sie vom Bund eine kleine Einmalvergütung für Anlagen bis 100 Kilowatt-Peak, abhängig von der Leistung. Für die 8-Kilowatt-Peak-Anlage im Beispiel würden Sie rund 4'000 Franken als Einmalvergütung erhalten, sobald Sie die Anlage in Betrieb nehmen.

Kriterium 4

Steuerabzüge

In vielen Kantonen können Sie die Investitionskosten vom steuerbaren Einkommen abziehen, wenn Sie eine Photovoltaikanlage nachträglich installieren. Falls Sie eine Einmalvergütung erhalten haben, dürfen Sie aber nur die Nettoinvestitionskosten abziehen. Damit Sie die Kosten abziehen dürfen, muss das Haus in der Regel fünf Jahre alt oder älter sein. Bei Neubauten zählen die Investitionskosten zu den Baukosten und sind nicht abzugsfähig.

Kriterium 5

Einspeisevergütung

Strom, den Sie nicht selber verbrauchen, können Sie Ihrem Energieversorger verkaufen. Dieser bezahlt Ihnen dafür eine Einspeisevergütung, die regional stark variiert. Als Privatperson können Sie überschüssigen Strom nur Ihrem Energieversorger verkaufen und sind an ihn und an seine Preise gebunden.

Kriterium 6

Eigenverbrauch und Eigenverbrauchsanteil

Ihr Strom ist günstiger als Strom aus dem Netz. Wenn Sie mehr Solarstrom verbrauchen, senken Sie Ihre Stromkosten. Den Eigenverbrauch steigern Sie, wenn Sie die Photovoltaikanlage mit einer Wärmepumpe, einem Batteriespeicher, einer Ladestation für Elektrofahrzeuge oder einem Elektroboiler kombinieren. Ausserdem können Sie den Eigenverbrauch mit Verhaltensänderungen steigern, wenn Sie beispielsweise die Wäsche am Nachmittag waschen und trocknen, wenn die Photovoltaikanlage mehr Strom produziert.

Einfach berechnen

Lohnt sich Solarstrom für Sie?

Viele Faktoren der Amortisations- oder Kapitalflussrechnung hängen vom Haus, Standort und Energieversorger ab. Darum ist die Berechnung recht aufwändig, manche Faktoren wie die Sonneneinstrahlung müssen recherchiert werden. Einfacher und schneller geht es mit dem Solarrechner von Houzy. In zwei Minuten erhalten Sie eine fundierte und kostenlose Analyse des Solarpotenzials und der Wirtschaftlichkeit. Danach können Sie verschiedene Szenarien simulieren und beispielsweise herausfinden, wie eine Wärmepumpe oder ein Batteriespeicher die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage beeinflusst.

Houzy macht Wohneigentum einfach

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