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Fest oder variabel: Welche Hypothek passt zu mir?

Zinssicherheit einer Festhypothek oder doch günstige Libor-Hypotheken? Welches Modell passt zu Ihnen?

Feste oder variable Hypothek

Welches Hypothekarmodell soll ich wählen? Diese Frage stellen sich Schweizer Immobilieneigentümer in der Regel mehrmals im Leben. Nicht nur beim Ersterwerb, sondern auch wenn die alte Hypothek ausläuft. Die anscheinend verwirrende Vielfalt unterschiedlicher Hypotheken ist beim näheren Hinsehen aber gar nicht so kompliziert. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die von der Baloise Bank SoBa angebotenen Hypothekarmodelle.

Festhypothek

Den wichtigsten und wohl auch am einfachsten verständlichen Bereich bilden die sogenannten Festhypotheken. Hier wird bei Vertragsabschluss ein über die gesamte Laufzeit unveränderlicher Zinssatz festgeschrieben. Die Baloise Bank SoBa bietet bei Festhypotheken ein breites Spektrum von Laufzeiten von zwei bis zehn Jahren. Die Festhypothek ist in der Schweiz seit Jahren die beliebteste Form der Hypothek. Insbesondere auf lange Dauer ausgerichtete Festhypotheken sind der Renner unter Schweizer Immobilieneigentümern. Das ist verständlich: Das derzeitige Zinsniveau ist niedrig, man hat Planungssicherheit und ist für die Dauer der Laufzeit gegen Zinsanstiege gewappnet. Die Zinsen für Festhypotheken jeglicher Laufzeit sind in den letzten Jahren deutlich gefallen. Musste man 2008 noch über 4 Prozent für eine Hypothek mit zehnjähriger Laufzeit berappen, ist es heute noch weniger als die Hälfte. Für kürzer laufende Hypotheken noch weniger. Denn es gilt die Regel: je kürzer die Laufzeit, desto tiefer der Zins. Es gibt aber gewisse Einschränkungen, was die Flexibilität unserer Festhypotheken angeht: Natürlich kann man nach Vertragsabschluss nicht von weiter sinkenden Zinsen profitieren. Sondertilgungen oder direkte Amortisationen sind auch nicht vorgesehen. Wer bei seiner Finanzierung maximale Flexibilität wünscht, der sollte die Option der variablen Hypothek prüfen.

Keine Zinsbindung, aber volle Flexibilität: die variable Hypothek

Der Zinssatz unserer variablen Hypothek richtet sich nach den Verhältnissen auf dem Kapitalmarkt, ist aber nicht wie bei der weiter unten erklärten Liborhypothek an einen bestimmten Zinssatz gebunden. Sinken die Zinsen, profitiert man, steigen sie, verschlechtern sich die Konditionen entsprechend. Die Zinsen sind nicht ganz so tief wie bei der Fest- oder Libor-Hypothek, dafür punktet die variable Hypothek in punkto Flexibilität. Die Laufzeit ist nicht festgelegt und die Hypothek kann jederzeit mit dreimonatiger Kündigungsfrist gekündigt oder auch in ein anderes Hypothekarmodell umgewandelt werden. Indirekte, direkte und ausserordentliche Amortisation sind möglich und es gibt keinen Mindestbetrag.

Eine Variante unserer variablen Hypothek ist die sogenannte Hypothek Time Fix, deren Zinsen immer 0,25 Prozent unter denen der variablen Hypothek liegen. Auch hier kann man direkt oder indirekt amortisieren. Diese Hypothek ist aber nicht jederzeit kündbar, sondern hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Eine Umwandlung in eine Festhypothek ist dagegen zu den dann geltenden Zinssätzen jederzeit möglich.

Libor-Hypothek: eine interessante Alternative

Was viele nicht wissen: In den letzten Jahren sind nicht Eigenheimbesitzer mit günstigen und beliebten Festhypotheken am besten gefahren. Noch tiefere Zinsen gab es bei sogenannten Liborhypotheken (auch Geldmarkthypotheken genannt). Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht. Bei unserer Libor-Hypothek leitet sich der Hypothekarzinssatz vom Geldmarktzinssatz für Dreimonatsfestgelder in der Schweiz ab, dem sogenannten LIBOR (London Interbank Offered Rate). Stellen Sie sich die Libor-Hypothek einfach als eine Variante der variablen Hypothek vor. Alle drei Monate erfolgt die Anpassung der Zinssätze. Natürlich gibt es hier die erwarteten Abhängigkeiten: Steigt der Libor, steigen bei dieser Hypothek tendenziell die Finanzierungskosten und umgekehrt. Kurzfristig rechnet niemand mit einem grossen Anstieg der Geldmarktzinsen. Ob das auch mittel- bis langfristig so bleibt, kann natürlich niemand mit Sicherheit sagen. Deshalb benötigen Kunden, die die Libor-Hypothek wählen, immer auch eine gewisse Risikofähigkeit und -neigung. Trotzdem hat sich die Libor-Hypothek aufgrund ihrer tiefen Zinsen in den letzten Jahren zum zweitwichtigsten Hypothekarmodell nach den Festhypotheken entwickelt. Und wenn die Geldmarktzinsen zu stark steigen, kann die Libor-Hypothek jederzeit in eine unserer Festhypotheken umgewandelt werden. Natürlich zu den dann geltenden Konditionen.

Einen Überblick über die aktuellen Zinssätze für alle Hypothekarmodelle finden Sie bei unseren Bankkonditionen. Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, berücksichtigen Sie nicht nur die Zinsen, sondern prüfen Sie auch die unterschiedlichen Regelungen zur Amortisation der Hypothek und zu den Laufzeiten, Kündigungsfristen und Wechseloptionen. Gerne beraten unsere Eigenheimspezialisten von Bank und Versicherung Sie zu allen Fragen. Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit einem unserer Berater.

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Kombinationsmodelle und Tranchen

Niemand ist verpflichtet, seine gesamte Hypothek nur mit einem Hypothekarmodell umzusetzen. Kombinationen von beispielsweise verschiedenen Festhypotheken unterschiedlicher Laufzeit oder von Fest- und Libor-Hypothek sind möglich. Auch hier empfiehlt es sich, mit einem unserer Finanzierungsexperten ihre individuelle Hypothekarstrategie zu besprechen.

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