Zahlen & Sparen

Bargeldlos bezahlen

Smart Devices ersetzen das Portemonnaie. Digitaler Cash ist bequem, handlich und weitestgehend sicher. Denn Taschendiebe können mit Geld aus Bits und Bytes nichts anfangen. Ein Blick in die Zukunft.

Bargeldlos bezahlen: So kann unsere Zukunft aussehen

«Verflixt, ich habe mein Smart Device zuhause liegen lassen. Kannst du bitte mein Mittagessen bezahlen?», fragt der Mann seine Kollegin im Restaurant. Die Situation kennt jeder. Vor zehn Jahren war es das Portemonnaie, doch Anno 2025 hat das Smart Device dessen Funktion übernommen. Bargeld sowie Plastikkarten sind ein Relikt der Vergangenheit.

Bargeldloser Zahlungsverkehr wird immer gängiger
Wohin die Reise gehen könnte, beschrieb kürzlich der Futurist und Zukunftsberater Gerd Leonhard aus Arlesheim in einem Interview mit dem SRF: «Viele werden nicht mehr mit Kreditkarte, sondern mit dem Handy bezahlen. Schon jetzt ist aber absehbar, dass das Gerät immer näher an den Körper oder gar in den Körper hineinkommt.» Erst erfolge das Bezahlen mit dem Handy in der Hand, dann werde es vielleicht die Uhr sei. «In zehn Jahren», so mutmasst Leonhard, «werden wir den Geräten mit einem Auge, einem Gedanken oder mit dem kleinen Finger Befehle geben können. Das wird so normal werden wie SMS schreiben.»

Die Initialzündung kam 2014: Apple Pay führte das berührungslose Bezahlen auf einem damals noch Smartphone genannten Gerät ein. Bereits hier diente der Fingerabdruck zur Autorisierung einer Zahlung. Die grossen Gerätehersteller zogen mit Android Pay und Samsung Pay nach. Unternehmen mit vielen Kundenkontakten wie Facebook, Amazon und Zalando haben längst eigene Bezahldienste, die untereinander kompatibel sind. Als Weltwährung scheint sich GC, Global Coin, zu etablieren.

Ihr Konto in Sicherheit
Der Sicherheitsbaustein «Sackmesser» hat einen Zahlungsschutz integriert: Die Basler Versicherungen übernehmen Ihren Vermögensschaden bis CHF 10 000, wenn Sie Opfer eines Betrugs beim Zahlungsverkehr werden, beispielsweise bei Missbrauch Ihrer Kreditkarten- oder Online-Banking-Daten, bei Diebstahl Ihrer Maestrokarte sowie Ihrer PINNummer, mit der Unbefugte dann Geld von Ihrem Konto abheben.

Damit bezahlt man nicht nur Waren und Dienstleistungen, sondern auch Schulden bei Freunden und Bekannten, über sogenannte P2P-Dienste. Dazu hält man die beiden Smart Devices aneinander oder bewegt es im Laden an einem Lesegerät vorbei. Mit einem biometrischen Merkmal (Iris oder Fingerabdruck) gibt man die Zahlung frei. Die meisten Banken und Kreditkartenunternehmen haben inzwischen ihr Geschäft eingestellt. Als Clearingstelle für Zahlungen beziehungsweise bei Problemen dient Global Money, ein Verband der Zahlungsanbieter unter Federführung von Google.

Smart Device als Hochsicherheitstrakt
Damit kein Fremder das digitale Portemonnaie leert, nutzen Anbieter neben den biometrischen Freigaben weitere Sicherheitsfunktionen. Bei der kabellosen Übertragung werden weder Kundenname noch Kontonummer übermittelt. Bei der verschlüsselten Datenübertragung kommen eine Gerätenummer sowie eine einmalige Transaktionsnummer zum Einsatz. Dieses sogenannte Prinzip der «Tokenization» hat sich zum Branchenstandard entwickelt. Mit Tokens (= Zeichen) lassen sich auch Maximalsummen einrichten oder nur bestimmte Akzeptanzstellen freigeben. Diese verschlüsselten Daten liegen im geschützten Bereich eines Smart Devices, so dass weder Gerätehersteller noch andere Apps darauf zugreifen können.

Bargeldlos zahlen auch attraktiv für Jugendliche

Damit auch Minderjährige elektronisch bezahlen können, haben sich Anbieter auf diese Zielgruppe spezialisiert. Das ist keine Zukunftsmusik, Twint gibt es schon heute. Die Schweizer Bezahl-App funktioniert mit Guthaben, das zuvor aufgeladen wird. Das geschieht per PostFinance-Kartennummer, Lastschrift oder Guthabenkarte. Mit der App der PostFinance-Tochter kann man 2015 bereits in 50 Bars, Cafés, Restaurants und anderen Läden bezahlen. Das wird 2025 natürlich deutlich weiter verbreitet sein. Morgen begleicht der Kollege mit dieser Bezahl-App seine Schulden.

ePayment macht mobil – eine Anbieterauswahl
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www.paypal.com/ch
www.samsung.com/us/samsung-pay
www.twint.ch
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