Zahlen & Sparen

Dafür geben wir Geld aus

Laut Statistik muss der Schweizer Durchschnittshaushalt am Ende des Monats nicht um seinen Kontostand fürchten. Wer allerdings nicht auf sein Budget achtet, kann unschöne Überraschungen erleben.

Durchschnittlich 1544 Franken bleiben Herrn und Frau Schweizer am Ende des Monats übrig. Das berechnete das Bundesamt für Statistik (BFS) mit Daten aus dem Jahr 2014. Was nach viel Geld klingen mag, täuscht. Denn die Zahlen gelten für Haushalte mit durchschnittlich 2,2 Personen. Zudem sind die Unterschiede zwischen Alters- und Einkommensgruppen stark ausgeprägt. Bei Berufseinsteigern und Einzelhaushalten bleibt häufig weniger übrig.

Steuern, Wohnen und Konsum
Das Monatsbudget des vom BFS berechneten Durchschnittshaushalts in der Schweiz sieht demnach so aus:

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Die höchsten Ausgaben fallen in diesem Beispiel auf die Kostenpunkte Wohnen und Energie, Steuern und Verkehr. Für Konsum und Unterhaltung geben Schweizerinnen und Schweizer ebenfalls einiges aus. Der übrige Sparbetrag ist je nach Einkommensklasse aber unterschiedlich. Zwischen –736 Franken pro Monat bei der untersten Einkommensklasse (unterstes Fünftel, Einpersonenhaushalt unter 65) und 2758 Franken pro Monat bei der obersten Klasse öffnet sich die Sparschere.

Das Budget im Auge behalten
Das Magazin Beobachter stellt in diesem Zusammenhang fest, dass eine vollständige Budgetplanung das zentralste Element für Sparpotenzial bietet. Wer keinen oder nur einen unvollständigen Budgetplan hat, weiss zwar, wie viel Lohn monatlich auf sein Konto fliesst, aber nicht, was er tatsächlich davon verbraucht. Das kann zu unschönen Überraschungen führen – beispielsweise bei Folgekosten von Unfällen oder teuren, ungeplanten Anschaffungen.

Es lohnt sich daher, monatliche Ausgaben aufzulisten und auch Rückstellungen für Steuern oder Unvorhergesehenes einzuplanen. Hilfe bietet hierbei die Budgetberatung Schweiz. Über die Website (Link siehe unten) sind Rechnungstabellen und Beispiele für alle Altersgruppen und Wohnsituationen aufrufbar.

Und wenn’s hapert?
Was aber, wenn das eigene Budget ins Negative zeigt? Zuerst heisst es einmal: Ruhe bewahren. Dann: nachdenken und prüfen. Gibt es vielleicht Kostenpunkte, die man senken oder abschaffen kann? Beispielsweise sollte man sich überlegen, den Leistungsumfang des Handyabos zu verkleinern oder Zeitschriftenabos zu streichen. Einfache Tricks zum Sparen, die nicht wehtun, gibt dieser younGo-Artikel. Nützt das alles nichts, sollte man die grössten Geldfresser anvisieren. Ist vielleicht ein Umzug in eine günstigere Wohnung angesagt? Oder zahlt man Versicherungen doppelt? Keine Option sollte der Kleinkredit sein. Das rasche Geld klingt zwar verlockend, aber das Budgetloch ist so nur gestopft und nicht repariert.

Quellen:
Bundesamt für Statistik
Beobachter: Den Geldfressern auf der Spur
Budgetberatung Schweiz

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