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Harmonisierung im Schweizer Zahlungsverkehr ISO 20022

Basel, Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs in der Schweiz ist ein Vorhaben des gesamten Schweizer Finanzplatzes. Schweizer Überweisungsverfahren von Banken und PostFinance werden in definierten Schritten vollständig harmonisiert und weitestgehend an europäische Standards angeglichen.

Die Vorteile der Harmonisierung im Überblick:

  • schnellere und standardisierte Abwicklung von Zahlungsaufträgen ins europäische Ausland
  • höhere Datenqualität und Verarbeitungsquote
  • weniger Belege – neu nur noch ein Einzahlungsschein
     

Um was geht es?

Neue Formate & Standards

Alle Banken in der Schweiz stellen zwischen 2016 – 2020 den Zahlungsverkehr um. Von den Änderungen sind sämtliche Kunden (Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen) betroffen.

Die Umstellung auf ISO 20022 besteht aus diesen Vorhaben:

•    Überweisungen
Das heutige DTA-File wird durch ein neues, XML-basiertes Format im ISO 20022-Standard (pain-Meldungen) abgelöst.

•    Lastschriften
Das LSV und die E-Rechnung werden zusammengeführt. Der Rechnungssteller benötigt nur noch einen Einlieferungskanal.

•    Einzahlungsschein
Die roten und orangen Einzahlungsscheine werden durch den Einzahlungsschein mit Datencode abgelöst.

•    Avisierung/Reporting
Die elektronischen Gutschriftavisierungen werden auf die neuen Formate (camt-Meldungen) umgestellt. Bis zum definitiven Umstellungsdatum können die Kunden weiterhin die heutigen Verfahren und Formate einsetzen.


Wer ist betroffen?

Was muss ein Rechnungssteller unternehmen?
Betroffen sind die Debitoren- und Kreditorenprozesse wie auch die Kontoadministration mit Abstimmen und Liquiditätsbewirtschaftung oder die Lohnabwicklung. Die Kunden sollen daher frühzeitig mit ihrem Software-Partner Kontakt aufnehmen und planen die Umstellung auf die neuen Verfahren und Formate sowie auf den Einheitsbeleg.

Was muss der Rechnungsempfänger unternehmen?
Sofern ein Offlineprogramm eingesetzt wird, sollte man mit dem Software-Provider Kontakt aufnehmen und die Umstellung frühzeitig planen. Wenn die Zahlungen online in unserem SoBaNet e-banking erfasst werden, müssen die Kunden nichts unternehmen.


Was ist zu tun?

Zeitlicher Fahrplan
Der Fahrplan ist in drei Etappen gegliedert, dies soll den Übergang auf die neuen Formate, Verfahren und Belege möglichst sanft regeln.

1.    Etappe: beinhaltet die Anpassung der nationalen Zahlungsverkehrssysteme

2.    Etappe: umfasst die Anpassung der Systeme bei den Finanzinstituten auf die neuen Formate.

3.    Etappe: schliesst mit der Umstellung auf der Endkundenseite die Erneuerung des Schweizer Zahlungsverkehrs ab.
 

Zeitplan Baloise Bank SoBa:

Jahr

Bereich

Anpassung

2017

Überweisungen und Avisierungen

Einführung von pain- und camt-Meldungen

2018

Lastschriften

Einführung neues Lastschriftverfahren

2018

Einzahlungsscheine

Einführung Einzahlungsschein mit Datencode

2020

Einzahlungsscheine

Einstellung roter und oranger Einzahlungsscheine

2020

 Kontonummer

Einführung IBAN-Obligatorium

Wo sind weitere Informationen verfügbar?

Hier können Sie sich zusätzlich informieren
www.paymentstandards.ch


Glossar

camt Cash Management»)

camt ist ein XML-basiertes Format im ISO 20022-Standard. camt-Meldungen gehören zur Kategorie Auszüge und Anzeigen und werden zum Austausch von Nachrichten zwischen Bank und Kunde eingesetzt.

Pain Payment Initiation»)

pain ist ein XML-basiertes Format im ISO 20022-Standard. pain-Meldungen gehören zur Kategorie Zahlungsverkehr bei SEPA und umfassen Nachrichten in der Kunde-Bank-Beziehung sowie zugehörige Nachrichten.

ISO 20022-Standard

Dieser Standard der International Organization for Standardization (ISO) hat sich zum Ziel gesetzt, eine weltweite Konvergenz von bereits existierenden und neuen Nachrichtenstandards aus den verschiedenen Bereichen der Finanzindustrie herbeizuführen. ISO 20022 umfasst neben Nachrichten des Zahlungsverkehrs und Kontoreportings auch weitere Bereiche wie den Wertpapierhandel, den Aussenhandel oder das Treasury.

IBAN («International Bank Account Number») ist eine internationale, standardisierte Darstellung der Kontonummer. In der CH setzt sich die IBAN aus 21 Stellen zusammen. Sie enthält neben der spezifischen Kontonummer einen Ländercode und die Angabe zur kontoführenden Bank sowie eine zweistellige Prüfsumme und Prüfziffer als Sicherheitselement zur Verhinderung von Falscherfassungen.

XML, abgekürzt von Extensible Markup Language, ist eine Sprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten in Form von Textdateien. Im Rahmen von ISO 20022 wird XML die bisherigen Daten-/File-Formate ablösen. XML wird somit zum neuen Standard für die Übermittlung von Daten.

Die Basler Versicherungen und die Baloise Bank SoBa agieren gemeinsam als fokussierter Finanzdienstleister, eine Kombination von Versicherung und Bank. Sie sind in der Schweiz führend bei integrierten Lösungen für Versicherung, Vorsorge und Vermögensbildung für Privatkunden sowie kleinere und mittlere Unternehmen. Mit der "Sicherheitswelt" positioniert sich die Basler zudem als Versicherer mit intelligenter Prävention. Die Basler zählt rund 3'300 Mitarbeitende.

Die Basler Versicherungen und die Baloise Bank SoBa sind Teil der Baloise Group mit Sitz in Basel. Die Aktie der Baloise ist im Hauptsegment an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Baloise Group beschäftigt rund 8'000 Mitarbeitende.