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Verantwortungsbewusst Investieren Interne Versicherungsgelder
Langfristige Anlagestrategie

Wir richten unsere Anlagestrategie langfristig aus, was an der Natur des Versicherungsgeschäftes liegt. Schon aufgrund der langfristigen Verpflichtungen aus Lebensversicherungsverträgen oder aus Verträgen der Beruflichen Vorsorge steht die kurzfristige Renditemaximierung nicht im Fokus.

Unser oberstes Ziel in der Anlagestrategie ist es, ein möglichst hohes und nachhaltiges Ergebnis zu erwirtschaften. Innerhalb dieses Ziels integrieren wir die Prinzipien des verantwortungsbewussten Investierens in unseren Anlageprozess. Wir sind davon überzeugt, dass dadurch das Risiko-Rendite-Profil langfristig positiv beeinflusst wird. Indem Reputationsrisiken, potentielle rechtliche Risiken und die damit einhergehenden negativen finanziellen Ergebnisse reduziert werden.

Seit Beginn des Jahres 2019 tätigt das Asset Management von Baloise Neuinvestitionen für die gesamten Versicherungsgelder anhand der neu definierten verantwortungsbewussten Anlagepolitik. Mittlerweile gilt der Geltungsbereich unserer Richtlinien des verantwortungsbewussten Investierens für liquide Anlagen, Obligationen, alternative Anlagen wie Senior Secured Loans und Immobilien. Die Responsible Investment-Richtlinien werden, falls notwendig (z.B. aufgrund fehlender ESG-Daten), je nach Vermögensklasse adaptiert.

Die Baloise ist eine der grössten Immobilienbesitzer in der Schweiz. Nachhaltige Immobilienanlagen und langfristige Renditen sind für uns als verantwortungsbewusster Investor eng miteinander verbunden. Zum Wohle unserer Versicherten und Investoren sichern wir mit verantwortungsvollem Immobilienmanagement nachhaltig unsere Ertragskraft und verbessern die Werthaltigkeit unserer Immobilien. Unsere Investitionsentscheide vereinen finanzielle Ziele, Ökologie und gesellschaftliche Herausforderungen.

Wir wenden unsere Responsible Investment-Policy an.
* Basierend auf den Daten des Datenproviders MSCI, sofern vorhanden. Investments ohne entsprechende Datengrundlage sind vom Anlageuniversum nicht ausgeschlossen

Unser Responsible Investment (RI)-Ansatz beruht auf drei strategischen Pfeilern:

1. ESG-Integration*

Wir glauben daran, dass die Integration von ESG-Faktoren wirtschaftlich sinnvoll ist und das Rendite-Risiko-Profil langfristig positiv beeinflusst wird. Im Rahmen unserer RI-Richtlinien sind Neuinvestitionen in Titel, welche ein ESG-Rating tiefer als B (gemäss den Daten von MSCI) aufweisen, nicht Teil des Anlageuniversums.

* Basierend auf den Daten des Datenproviders MSCI, sofern vorhanden. Investments ohne entsprechende Datengrundlage sind vom Anlageuniversum nicht ausgeschlossen

 

Erfolgen passive Verletzungen, bspw. aufgrund von Ratingabstufungen, werden diese vom Responsible Investment-Committee (RIC) systematisch beurteilt und bei Bedarf Massnahmen abgeleitet.

Darüber hinaus stellen wir unseren Portfoliomanagern dezidierte ESG-Informationen zur Verfügung, damit sie diese in ihren Investmententscheidungen berücksichtigen.

2. Ausschluss

Wir möchten Reputations- und langfristige Ausfallrisiken vermeiden. Zudem sind wir uns bewusst, dass bestimmte Investitionen nicht mit einer verantwortungsbewussten Anlagepolitik vereinbar sind und daher einer besonderen Beurteilung bedürfen.

Das Asset Management von Baloise wendet daher seit Jahren Ausschlusskriterien für Produzenten kontroverser Waffen an. Dabei folgen wir u.a. den Empfehlungen des Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK-ASIR) und haben die veröffentlichte Ausschlussliste vollumfänglich übernommen. Darüber hinaus wenden wir die folgenden Screens von MSCI an:

  • Cluster Bombs (revenue threshold von 0%)
  • Land Mines (revenue threshold von 0%)
  • Biochemical Weapons & -Systems (revenue threshold von 0%)
  • Depleted Uranium Weapons (revenue threshold von 0%)
  • Blinding Lasers Weapons (revenue threshold von 0%)
  • Weapons - Non-Detectable Fragments (revenue threshold von 0%)
  • Incendiary Weapons  (revenue threshold von 0%)
  • Nuclear Weapons (revenue threshold von 1%)

Es wird dabei auch das Luxemburgische Recht, d.h. zum Beispiel der obligatorische Ausschluss von Streubomben berücksichtigt.

Des Weiteren schliessen wir im Rahmen unserer Klimastrategie und somit als Teil unserer Bemühungen, welche wir im Rahmen der Erreichung des 13. Sustainable Development Goals (Massnahmen zum Klimaschutz) umsetzen, Unternehmen aufgrund ihrer Involvierung im Bereich der Kohle (mindestens 10% des Gesamtumsatzes) und Produzenten von unkonventionellem Öl & Gas (mindestens 10% des Gesamtumsatzes) aus.

Darüber hinaus werden Unternehmen mit hohen Stranded Assets, d.h. Vermögen, welche aufgrund der Energietransformation ein finanzielles Risiko darstellen, und gleichzeitigem unzureichendem Management der durch die Energietransformation entstehenden Risiken (z.B. Preis auf CO2-Emissionen) ausgeschlossen.

Abbildung: Verteilung der ESG-Ratings unserer Anlagen basierend auf verfügbaren MSCI ESG-Ratings (Datengrundlage Stand: 31.12.2020)

  

3. Active Ownership

Im Rahmen unserer Active Ownership-Strategie, verfolgt das Asset Management von Baloise drei Arten von Active-Ownership-Strategien wie in folgender Abbildung dargestellt:

Abbildung: Baloise Active Ownership Strategie

1. Kollaborativer Unternehmensdialog

Das Asset Management von Baloise arbeitet mit anderen (institutionellen) Investoren zusammen, um mit Unternehmen über ESG-Praktiken zu sprechen. Dieser Ansatz ist besonders effektiv bei ESG-Themen, die eine Branche als Ganzes betreffen, z. B. Reduzierung des CO2-Ausstosses, Zugang zu Medikamenten, Abholzung von Wäldern u.ä., bei denen ein gemeinsames Auftreten gegenüber Unternehmen die Wirkung des Engagements erhöht.

Für die Auswahl der Aktivitäten im Bereich kollaboratives Engagement sind die folgenden Auswahlkriterien relevant:

  • Wir wählen die spezifischen Engagements nach deren Wesentlichkeit und Relevanz aus. Wir streben an, die ESG-Themen zu verfolgen und positiv zu beeinflussen, welche auch in der Investmentanalyse innerhalb unseres Anlageentscheidungsprozesses eine Rolle spielen und als materiell relevant erachtet werden.
  • Wir wählen die spezifischen Engagements aus, bei welchen wir in Kollaboration mit anderen Investoren eine hohe positive Wirkung («Impact») erzielen können. 
  • Wir wählen die spezifischen Engagements aus, bei welchen wir in Kollaboration mit anderen Investoren einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Allgemeinen erzielen können.

Kollaborative Unternehmensdialoge werden durch die Teilnahme an Initiativen realisiert. Diese Initiativen werden passend zu den Fokusthemen ausgewählt und durch das Baloise Active Ownership-Council bestätigt und intern koordiniert.

2. Public Policy Engagement

Das Asset Management von Baloise betreibt politisches Engagement auf Branchenebene. Dies geschieht durch die Beteiligung an führenden Initiativen für nachhaltiges Investment und Organisationen wie: Schweizer Versicherungsverband (SVV), Asset Management Association Switzerland (AMAS), Principles for Responsible Investment (PRI) und Swiss Sustainable Finance (SSF). Diese Vereinigungen pflegen den Kontakt mit der Politik und anderen Stakeholdern, um die Berücksichtigung und Integration relevanter ESG-Themen auf regulatorischer Ebene zu fördern. Das Asset Management ist der Überzeugung, dass die Politik die Nachhaltigkeit und Stabilität der Finanzmärkte stark beeinflusst und eine wichtige Rolle bei der Regulierung sowie in der Beziehung zwischen Unternehmen, Investoren und der Gesellschaft im Allgemeinen spielt.

3. Proxy Voting

Das Asset Management von Baloise betrachtet das Proxy Voting als dritten Pfeiler innerhalb von Active Ownership und übt im Rahmen der ihr anvertrauten Gelder seitens der Versicherung Stimmrechte von Schweizer Aktientiteln aus.

Basierend auf unserem Ansatz haben wir eine Reihe von Schlüsselaspekten, die unsere Proxy-Voting-Aktivitäten bestimmen. Die Mehrheit der Proxy Votes umfasst Themen der Corporate Governance. Es gibt Hinweise darauf, dass die angemessene Berücksichtigung solcher Themen das Gesamtrisikoprofil einer Portfoliobeteiligung deutlich reduziert. Unsere Proxy Votes berücksichtigen und betonen diese identifizierten Aspekte. Als verantwortungsbewusster Vermögensverwalter haben wir einen starken Fokus auf materielle ESG-Aspekte.

Unsere Proxy Voting-Richtlinien berücksichtigen unter anderem, dass die Aktionäre das letzte Wort darüber haben müssen, wie das Management einer Unternehmung die Rechte der Stakeholder und die Interessen der Aktionäre handhabt, insbesondere dann, wenn die Angelegenheiten starke finanzielle Auswirkungen für die Aktionäre haben. Daher achten wir bei der Ausübung der Stimmrechtsvertretung besonders auf Grundsätze guter und ethisch korrekter Unternehmensführung.


Transparenz

Wir haben uns in unserer Active Ownership Strategie zu Transparenz verpflichtet. Der Jahresbericht 2021 stellt die konkreten Aktivitäten in diesem Bereich vor und erläutert den Zusammenhang zu unserer Strategie. Der Report ist in der Download Sektion verfügbar.

Download Baloise – Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren pdf - 372 KB Baloise Klimastrategie pdf - 57 KB Baloise Active Ownership Strategie pdf - 70 KB Baloise Active Ownership Report 2021 pdf - 434 KB
Klima mit besonderem Augenmerk: Asset Management Klimastrategie

Die Veränderungen des Klimas und daraus entstehende Auswirkungen, wie die erhöhte Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen mitsamt deren Schäden, sind unseres Erachtens essentiell für langfristige Anlagen. Es liegt in unserem Interesse, die Umweltrisiken möglichst gering zu halten und gleichzeitig positive Auswirkungen auf die Umwelt zu schaffen, um sie langfristig für uns alle zu erhalten. Unsere dezidierte Asset Management Klimastrategie ist eingebettet in das Sustainable Development Goal (SDG) Nr. 13 (Massnahmen zum Klimaschutz).

Die Klimastrategie vom Asset Management besteht aus vier strategischen Pfeilern wie im Folgenden dargestellt. Die Klimastrategie ist ein integraler Bestandteil der Baloise Responsible Investment-Strategie.

Abbildung: Asset Management Klimastrategie

1.         Ausschluss

Im Bereich des Ausschlusses wird die Umsatzschwelle von Kohle u.a. aufgrund der hohen CO2-Emissionen bei der Verbrennung und bei der Gewinnung auf 10% reduziert. Zudem werden Produzenten von unkonventionellem Öl und Gas u.a. aufgrund des hohen CO2-Verbrauchs bei der Gewinnung und den grossen Umweltrisiken bei der Produktion mit einer Umsatzschwelle von 10% ausgeschlossen. Darüber hinaus werden Unternehmen mit hohen Stranded Assets, d.h. Vermögen, welche aufgrund der Energietransformation ein finanzielles Risiko darstellen, und gleichzeitigem unzureichendem Management der durch die Energietransformation entstehenden Risiken (z.B. Preis auf CO2-Emissionen) ausgeschlossen.

2.         ESG-Integration

Innerhalb des zweiten Pfeilers werden dem Portfoliomanagement dezidierte Daten zu Umwelt, Gesellschaft und Governance (ESG) zur Verfügung gestellt. Insbesondere hat es den MSCI ESG «Low Carbon Transition Score» und weitere dezidierte Klimakennzahlen zur Verfügung, damit diese vorausschauend und gewinnbringend in seinen Anlageentscheidungen berücksichtigt werden können. Der «Low Carbon Transition Score» besteht aus einer Punktzahl auf Unternehmensebene, die den Grad der Ausrichtung eines Unternehmens auf die Low Carbon Transition misst. Unternehmen mit einer höheren Low Carbon Transition-Punktzahl sind im Vergleich zu Unternehmen mit einer niedrigeren Punktzahl stärker auf die Low Carbon Transition ausgerichtet (Score: 0-10). Weitere Kennzahlen umfassen beispielsweise die Kohlenstoff-Intensität oder die Scope 1/2/3-Emissionen der einzelnen Unternehmen.

3.         Engagement

In Rahmen der Baloise Active Ownership-Strategie führt das Asset Management von Baloise aktive Dialoge mit Unternehmen zu spezifischen oder übergreifenden Themen, welche den Klimawandel betreffen. Dabei setzt sie sich auch für höhere Transparenz von Klimakennzahlen seitens der Unternehmen ein.

4.         Transparenz

Das Asset Management von Baloise verpflichtet sich, transparent über ihre Klimastrategie und deren Konsequenzen zu berichten. Dies wird zum einen auf Portfolioebene gemacht. So erstellen wir jährlich einen CO2-Fussabdruck, welcher unser Portfolio im Vergleich zum Benchmark darstellt. Abgebildet sind die Vergleiche zwischen dem effektiven und den Vergleichsportfolios für Aktien Schweiz, Aktien Europa und unser Obligationenportfolio (Aktien Schweiz: Swiss Market Index; Aktien EUR: Euro Stoxx 50; Obligationen: Barclays Global Aggregate). Wir weisen in unseren Portfolios eine deutlich geringere CO2-Intensität auf (Stand 31.12.2020).

Zum anderen wird Asset Management als Teil der Baloise Gruppe die Richtlinien der Taskforce for Climate-related Disclosure (TCFD) umsetzen.

Abbildung: Unsere CO2-Einsparungen (Gewichteter Durchschnitt (Tonnen CO2/$M Umsatz))
Quelle: Asset Management von Baloise, MSCI
Quelle: Asset Management von Baloise, MSCI

Datengrundlage Stand: 31.12.2020

Umgang mit ESG-Risiken

Das Asset Management von Baloise ist zuversichtlich, dass sich die Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in den Anlageprozess positiv auf das Risiko-Ertrags-Profil auswirken wird und dass sie in der Lage sein wird, Nachhaltigkeitsrisiken, die finanzielle Auswirkungen haben können, zu reduzieren.

Das Asset Management von Baloise erkennt an, dass Nachhaltigkeitsrisiken wesentlich sein können. Sie werden daher von Anfang an in den Anlageprozess wie oben beschrieben einbezogen.

Um diese weiter einzubeziehen, bezieht sich die Gesellschaft auf die ESG-Scores von MSCI Ltd. Diese Scores werden auf Basis der Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen erstellt, d.h. das MSCI ESG-Rating-Modell basiert auf einem Risiko-Chancen-Modell: Wie können Nachhaltigkeitsfaktoren den langfristigen Erfolg des Unternehmens positiv (Chancen) & negativ (Risiken) beeinflussen? Pro Subbranche werden nur diejenigen Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen ausgewählt, die einen finanziellen Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben.

Das Unternehmen verwendet das aggregierte ESG-Rating der einzelnen Unternehmen/Beteiligungen. Dabei handelt es sich um den aggregierten gewichteten Durchschnitt der einzelnen Key-Issue-Scores (ca. 37 Stück) und der nach Branchen normalisierten Ratings der Unternehmen. Die Key Issues setzen sich aus den 3 Säulen Environment ("E"), Social ("S") und Governance ("G") und den daraus entwickelten 10 Themen zusammen (z.B. Climate Change, Human Capital oder Corporate Behavior).

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