Unsere Geschichte

Unsere Geschichte

Eine lange Tradition

Am 2. Mai 2013 wurde die damalige Basler Feuer 150-jährig. Heute als Baloise Group in fünf Ländern vertreten, war sie um 1938 in der Phase ihrer grössten geographischen Ausbreitung weltweit und an über 100 Orten "in allen Herrenländern" tätig. Auch bei sich verändernden Kundenbedürfnissen gibt es ein Prinzip, welchem die Basler über alle Zeiten hinweg treu bleibt: Dem Prinzip der Sicherheit, zusammen mit wachsendem Know-how und intelligenten Lösungen. Sicherheit ist und bleibt unser Prinzip, untrennbar mit unseren Werten: Schweizerisch, innovativ und partnerschaftlich.

Ein Buch stellt unsere Firmengeschichte und das gelebte Prinzip der Sicherheit dar. Falls Sie weitere historisch wertvolle Unterlagen haben oder als Zeuge der Zeit eine Geschichte oder Anekdote erzählen möchten, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Markus von Escher, Konzernsekretär
history@baloise.com

Sicherheit als Prinzip. 150 Jahre und eine Zukunft für die Basler.

Das Buch mit der Firmengeschichte kann im Buchhandel bezogen werden:
"Sicherheit als Prinzip. 150 Jahre und eine Zukunft für die Basler." Markus von Escher, Karl Lüönd, 336 Seiten, über 900 Fotos, CHF 80.–, ISBN 978-3-033-04256-8

  • Das 21. Jahrhundert – Mit Sicherheit in die Zukunft

    2010: Ertragsstark, wachstumsstark, fokussiert

    Mit dem Kauf der Avéro Benelux verschaffte sich die Bâloise 2010 den Eintritt im wallonischen Teil Belgiens, und seit Januar 2013 tritt die Baloise in Belgien einheitlich unter dem Namen Baloise Insurance auf. 2013 informierte die Baloise auch über den Erwerb von Vivium Assurances, der luxemburgischen Geschäftstätigkeit von P&V. Zudem will die Baloise sich künftig auf die Kernmärkte Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg konzentrieren. Sie gab daher im Oktober 2013 den Verkauf der Einheiten in Kroatien und Serbien, bekannt, im Mai 2014 folgte der Verkauf der Basler Österreich. Mit diesem Schlusspunkt unter einen langjährigen Konsoliderungsprozess, der Basler Sicherheitswelt und unseren Mitarbeitende ist die Baloise nun gutgerüstet, einer der ertrags- und wachstumsstärksten Versicherer zu sein. "Sicherheit als Prinzip": Mit der Publikation unserer Firmengeschichte im Jubiläumsjahr 2013 erneuerten wir zudem unseren Unternehmensgrundsatz gegenüber Kunden, Aktionären und Mitarbeitenden.

     

    2006: Operative Exzellenz und ertragreiches Wachstum

    Mit ihrer Strategie der operativen Exzellenz verbesserte die Bâloise ihr Geschäft nachhaltig. In 2006 erwarb die Bâloise Luxembourg die Winterthur Europe Vie. In 2007 wurde die Osiguranje Zagreb erworben, in Serbien eine Greenfield-Operation gestartet. In Balzers erfolgte die Gründung der Baloise Life (Liechtenstein), welche sich auf innovative anlagegebundene Lebenprodukte spezialisierte. 2008 wurden alle deutschen Gesellschaften von Basler sowie Deutscher Ring Leben / Sach unter einheitliche Führung mit Sitz in Bad Homburg gestellt. Mit dem in 2009 gestarteten Programm "Baloise 2012" positionierte sich die Bâloise konzernweit neu, und mit der "Sicherheitswelt" stellt sie die ganzheitliche Sicherheit ins Zentrum der Unternehmensleistung: "Wir machen Sie sicherer". Die Baloise Group erneuert damit ihren Unternehmensgrundsatz "Sicherheit als Prinzip" - in der Vergangenheit wie auch in der Zukunft.

     

    2002: Nach einem Verlustjahr wieder im Plus; rege Aktivitäten in den Ländergesellschaften

    Nach dem weltpolitisch denkwürdigen Jahr 2001 und dem Zusammenbruch der Finanzmärkte nach den Terrorattacken in den USA vermeldete die Bâloise in 2002 ihr einziges Verlustjahr. Schon in 2003 gelang es ihr wieder, das Geschäft in den Kernmärkten zu stärken. So übernahm die Bâloise die deutsche Versicherungsgesellschaft Securitas und schloss sie mit der eigenen Niederlassung zur Basler Securitas zusammen. Deutscher Ring Leben / Sach gründeten Niederlassungen in der Slowakischen sowie in der Tschechischen Republik.

     

    2000: Erste Schritte im neuen Jahrtausend mit dem fokussierten Finanzdienstleister

    Der Beginn dieses Jahrhunderts zeitigte für die Gruppe einige gewichtige Entwicklungen, die ihr Spiegelbild in der heutigen strategischen Ausrichtung der Gesellschaften finden.
     Im Jahre 2000 kaufte die Bâloise die Solothurner Bank SoBa, heute Baloise Bank SoBa, und vollzog so den ersten Schritt auf dem Weg zum Geschäftsmodell des fokussierten Finanzdienstleisters. Im selben Jahr wurde die Basler in Zagreb gegründet.

  • Das 20. Jahrhundert - Wachstum und Konsolidierung

    1990: Anderthalb Dekaden der Bereinigung; erfolgreich abgewehrter Übernahmeversuch

    Die 90-er Jahre waren für die Bâloise bewegte Zeiten, mit Ausstiegen aus Italien, Frankreich und den USA. Die 1991 erworbene Rhein Rück wurde 1997 wieder verkauft. Der Verkauf von Spanien folgte 2001, und mit dem Verkauf der Mercator Bank in 2004 wurde die Bereinigung abgeschlossen. Aufschlussreich sind die Geschäftsberichte, in welchen die Bâloise ab 1991 ihre bedeutenden Aktionäre aufführt: zwei Grossaktionäre hielten phasenweise und unabhängig voneinander über 40% - auf Grund der statutarischen Stimmrechtsbeschränkung wurden sie im Aktienregister mit je 2% Stimmen eingetragen. 2003 war der Übernahmeversuch abgewehrt, und der grösste Aktionär, ein Nominee, hielt noch 3.8% der Bâloise-Aktien.

     

    1971: Die heutige Gesellschafts-Struktur entsteht

    1971 fusionierten die Basler-Gesellschaften von Feuer, Transport und Unfall zur "Basler, Versicherungs-Gesellschaft". Die "Basler Lebens-Versicherungs-Gesellschaft" blieb aus aufsichtsrechtlichen Gründen selbständige Tochtergesellschaft. In den Achtzigern expandierte die Bâloise im europäischen Ausland, unter anderem 1983 mit der Gründung der Basler Versicherungs-Aktiengesellschaft in Österreich. 1985 wurde der Deutsche Ring Leben / Sach erworben, 1986 war die Bâloise Mehrheitsaktionärin der belgischen Mercator in Flandern. 1985 gründete man die Baloise Insurance Company of America, 1988 kaufte man die Providence Washington Insurance Company. Das 125-jährige Jubiläum stand unter dem Slogan "Mit Sicherheit mehr Lebensfreude".

     

    1962: Gründung der Bâloise-Holding in Basel und neuer Sitz in Bad Homburg

    Um die Risiken zwischen den einzelnen Basler Versicherungs-Gesellschaften besser auszugleichen, wurde 1962 die Bâloise-Holding gegründet. Sie dient als Dach aller Ländergesellschaften und hat ihren Sitz in Basel. 1968 bezogen die deutschen Gesellschaften ihren Sitz in Bad Homburg.

     

    1945: Erholung Westeuropas und erneuter Wachstumsschub

    Im Zuge der rasanten wirtschaftlichen Erholung Westeuropas konnte sich die Basler wiederum erfolgreich in den europäischen Ländern als Versicherungsgesellschaft positionieren. Mit der weitergehenden Technologisierung und der Anhebung des nationalen Wohlstandes, gab es immer mehr Werte, die gegen Risiken abgesichert wurden. In Peru, Venezuela und Ecuador wurden Minderheitsbeteiligungen erworben. 1958 wurde die Basler Unfall gegründet; das Geschäft wurde vorgängig als Zweig der Basler Leben gezeichnet.

     

    1939: Europas nächster Fall ins Kriegselend; die Basler geht ins Réduit

    Zu Beginn des 2. Weltkrieges wurden die Neugeschäfte der Basler-Gesellschaften vorübergehend zum Stillstand gebracht. Man machte aus der Not eine Tugend und konzentrierte sich auf das inländische Versicherungs-Geschäft. Hier konnten die grössten Zugänge an Kapital seit der Gründung des Unternehmens verzeichnet werden. Das Bedürfnis nach Sicherheit war ungebrochen. 1938 überstürzten sich in Basel die Ereignisse: Am 19. September begann die Teilevakuation des Hauptsitzes: Wertpapiere wurden zunächst nach Fribourg transportiert; Letztlich gingen insgesamt über 115 Tonnen Akten und Policen in einen militärisch bewachten Chaletkomplex, mit eigens gebauter unterirdischer Tresoranlage nach Saanen bei Gstaad. Am 2. September 1939, dem Tag der Generalmobilmachung, mussten viele Basler-Mitarbeiter einrücken. 1945 wurden die Berliner Sitze verlegt: die Basler Leben via Frankfurt a.M. nach Camberg und von dort zurück nach Frankfurt a.M.; die Basler Feuer via Hirschau nach Freiburg i.Br.

     

    1914: Kriegswirren und Unterbruch der Wachstumsphase

    Der 1. Weltkrieg beendete die angehende Blüte der Versicherungswirtschaft abrupt. Die Basler-Gesellschaften litten unter schwerwiegenden Störungen ihrer internationalen Geschäftstätigkeit. Zusätzliche Belastungen verursachte eine Grippe-Pandemie, die gegen Ende des 1. Weltkrieges auch in der Schweiz auftrat und die Sterblichkeitsrate massiv erhöhte.
    In der Nachkriegszeit hatten die Gesellschaften vor allem mit der Währungsinflation zu kämpfen. Darüber hinaus wurden während den Kriegsjahren grosse materielle Werte zerstört, für die kein Versicherungsschutz mehr nötig war. Mitte der zwanziger Jahre schien die Krise ihre Talsohle durchschritten zu haben. Diese Entwicklung war jedoch nicht von Nachhaltigkeit geprägt. So rutschte die Weltwirtschaft Anfang der dreissiger Jahre wieder in eine tiefe Krise, die durch hohe Arbeitslosigkeit einerseits und durch Kapitalüberfluss andererseits geprägt war. Dies war auch die Zeit, in welcher die Basler ihr Immobilienportfolio gewichtig ausbaute. In Frankreich und Spanien war die Basler Mitbegründerin von La Cordialité (1921) und der Compañía Vascongada (1929). In Luxemburg nahmen Basler Feuer und Basler Transport 1933 die Tätigkeit auf.

     

    1900: Technologisierung als Wirtschaftsmotor und Ausstieg aus den USA

    Zu Beginn des letzten Jahrhunderts erlebte Europa einen erfreulichen wirtschaftlichen Aufstieg, an dem auch die Basler Versicherungen mit ihren verschiedenen Gesellschaften partizipierten. Gleichzeitig setzte auf unserem Kontinent ein eigentlicher Siegeszug der Technologie ein, die Lebensbedingungen wandelten sich innert kürzester Zeit. Mit dem wachsenden Grad der Technologisierung veränderten sich auch die Gefahren, welche die materielle Existenz der Menschen bedrohten. Im ersten Jahrzehnt nach der Jahrhundertwende führten die Gesellschaften der Basler einige neue, angepasste Produkte ein, zum Beispiel eine Versicherung gegen Einbruchdiebstahl.
    In den USA sanierte die Basler Feuer ihr Portfolio und versuchte ab 1901, aus Teilen der USA auszusteigen. Das profitable Pacific Coast-Geschäft wollten sie jedoch behalten. Da das Versicherungsamt in New York jedoch den Rückzug verweigerte, solange noch irgend eine Police in den USA in Kraft war, wurde auch das Pacific Coast-Geschäft schweren Herzens verkauft. Zum Glück, wie sich später herausstellte: 1906 zerstörte ein schweres Erdbeben San Francisco; die Basler Feuer war in diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr in den USA tätig.

  • Das 19. Jahrhundert - Gründung und Positionierung

    1869: Eine eigene Rückversicherung und der Sprung nach Übersee

    1869 wurde die "Basler Rückversicherungs-Gesellschaft", unter der Federführung der "Basler Transport-Versicherungs-Gesellschaft", ins Leben gerufen; 1885 nahm man das Unfallversicherungsgeschäft durch die Basler Leben auf.
    Die geographische Tätigkeit weitete sich aus, und die Basler Feuer wurde in Hamburg, Bremen, Konstantinopel, Alexandria, Smyrna, Yokohama, Mexiko, Buenos-Aires und Rio de Janeiro aktiv. Im Interesse der Aktionäre stiess man nach wenigen Jahren nicht profitables Geschäft wieder ab. 1874 gründete man eine Tochtergesellschaft in Österreich; ab 1891 zeichnete die Basler Feuer direktes Geschäft in San Francisco.

     

    1864: Erweiterung der Geschäftstätigkeit und europäische Expansion

    1864 weitete die Basler Feuer ihr Geschäft auf zwei weitere Bereiche aus; mit der Versicherung von Transporten und Leben sollte das ursprüngliche Ziel, das Versicherungswesen "in allen seinen Zweigen und Richtungen" zu betreiben, weiter verfolgt werden. Die neuen Unternehmen wurden nach ihrem Zweck benannt; "Basler Lebens-Versicherungs-Gesellschaft" und "Basler Transport-Versicherungs-Gesellschaft". Wo möglich und nicht durch Monopole verhindert oder durch Quoten eingeschränkt, folgten die anderen kantonalen Bewilligungen sehr zügig.
    Das Wachstum in der Schweiz erreichte die noch junge Basler durch Zukauf von anderen kantonalen Portfolios, zunächst in Graubünden, dann in Genf, Zürich und dem Wallis. Am 4. August 1864 erhielt die Basler Feuer eine Betriebsbewilligung im Grossherzogtum Baden, am 29. März 1886 lag mit dem Königreich Sachsen die letzte Bewilligung aus den ehemaligen deutschen Nationalstaaten vor. Andere Länder folgten: Dänemark, Schweden, Norwegen, Großbritannien, Frankreich, Italien und die Donaufürstentümer, das heutige Rumänien.

     

    1863: Feuersbrunst von Glarus und Gründung der Basler Feuer

    Die "Basler Versicherungs-Gesellschaft gegen Feuerschaden" erhielt am 2. Mai 1863 die kantonale Bewilligung der hohen Regierung des Kantons Basel-Stadt. Auslöser der Unternehmensgründung war das verheerende Feuer von Glarus 1861, welches einem Fanal zur Gründung schweizerischer Versicherungs-Gesellschaften gleichkam.