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10 Gründe für Betriebsunterbruch

Die Ursachen für einen Betriebsunterbruch sind vielfältig und dieser tritt meist unverhofft auf. Dennoch: Mit gesundem Risikobewusstsein lässt sich der Ernstfall vermeiden.

Das legt einen Betrieb lahm:

Gründe für einen Betriebsunterbruch gibt es viele. Statt darauf zu hoffen, nie einen Ernstfall zu erleben, ist es hilfreicher, sich die Risiken bewusst zu machen. Deshalb haben wir die zehn häufigsten Ursachen herausgesucht und geben Tipps, wie man sich vorbereiten und schützen kann.

Grund 1: Brand
Beinahe die Hälfte aller Brände der Schweiz geschehen innerhalb eines Betriebsgebäudes. Werden dabei wichtige Güter oder grosse Teile der Produktionsstätte zerstört, kann es zum Betriebsunterbruch kommen. Zudem beanspruchen Aufräum- und Reparaturarbeiten viel Zeit und Kosten. Brandschutzmassnahmen, gute Wartung und ein Notfallplan zur alternativen Auslagerung der Produktion können den Schaden im besten Fall verhindern oder minimieren.

Grund 2: Stromausfall
Plötzlich wird’s Nacht. Nichts geht mehr, weder die Lichter, die IT noch die elektronischen Anlagen. Ein Stromausfall legt alles lahm. Problematischer als der Zeitaufwand, um die Fehlerquelle zu finden und zu beheben, sind für Unternehmen aber meist die Kosten für verlorene Produktionszeit oder Datenverlust. Schützen Sie sich mit einer ausreichenden Wartung sowie der richtigen Schaltung von Kabeln und Stromkästen und stellen Sie den Einsatz eines Notstrom-Aggregats sicher.

Grund 3: Elementarschaden
Mit «höherer Gewalt» werden Elementarschäden wie Hochwasser, Erdrutsch, Sturm oder Blitzschlag bezeichnet. Dies, weil sie in den meisten Fällen unvorhersehbar und unvermeidbar eintreten. In der Schweiz treten Hochwasser und Schlammlawinen allerdings häufiger auf, weshalb ein Notfallplan sinnvoll ist.

Grund 4: Rohrbruch
Ein Leck und das Wasser steht bis zum Hals – oder zumindest bis zu den Kniekehlen. Damit dies nicht geschieht, ist eine regelmässige Kontrolle und Wartung aller Anlagen notwendig. Es empfiehlt sich eine Instandhaltungsplanung.

Grund 5: Einbruchdiebstahl
Ein Einbruch ist nicht nur allein nach dem Schaden der entwendeten oder zerstörten Gegenstände zu bemessen. Die Folgekosten sind weitaus schwerwiegender. Ohne IT-Anlagen kann keine Buchhaltung gemacht werden, ohne Fahrzeuge funktioniert die Auslieferung nicht mehr. Schützen Sie sich und machen Sie es einem potenziellen Einbrecher schwer.

Grund 6: Betriebsunterbruch beim Partner
Nicht nur der eigene Betrieb, auch Partnerunternehmen können einen Betriebsunterbruch erleiden. Wichtige Materialien werden nicht mehr hergestellt und geliefert. Auch hier gilt es, zusammen mit allen Partnern ein Krisenmanagement zu etablieren und Ausweichmöglichkeiten offenzuhalten.

Grund 7: Logistikprobleme
Auch innerbetrieblich kann die Logistik Probleme bereiten. Ein schlecht gewarteter Fuhrpark, schlechte Verpackung oder Unfälle beim Transport können im schlimmsten Fall dazu führen, dass wichtige Güter oder Fahrzeuge kurzfristig nicht mehr zur Verfügung stehen. Damit dies nicht geschieht, braucht es ein Sicherheitskonzept mit allen möglichen Risiken und Alternativen.

Grund 8: Ausfall von wichtigen Maschinen und Fahrzeugen
Eine gute Wartung ist nicht nur bei Fahrzeugen, sondern auch bei zentralen Produktionsmaschinen notwendig. Zudem sollte die Wiederbeschaffung von kritischen Anlagen innerhalb vertretbarer Zeit organisiert werden können. Dasselbe gilt auch für wichtiges Arbeitswerkzeug.

Grund 9: IT-Ausfall
In der heutigen digitalen Zeit ist ein Ausfall der IT verheerend für einen Betrieb: Informationen fehlen, Arbeitsabläufe werden unterbrochen, Kundendaten gehen verloren. Neben der eigentlichen Instandhaltung sollten Sie daher auch die Datensicherheit gewährleisten. Cyber-Risiken wie Viren, Trojaner oder Hackerangriffe sollten mit einer flexiblen Firewall auf Abstand gehalten werden, Kunden- und Betriebsdaten sind gut geschützt – allenfalls extern – abzuspeichern.

Grund 10: Einflüsse von Dritten
Auch äussere Einflüsse können zu einem Betriebsunterbruch führen. So etwa geänderte Gesetzesgrundlagen, Streiks, Rechtsstreitigkeiten oder kurzfristige Zahlungsinsolvenzen durch massive Währungsschwankungen. Denken Sie deshalb Alternativen bei Engpässen an und halten Sie sich bezüglich relevanter Meinungsbildner (z. B. im Umweltschutz), Branchenentwicklungen und gesetzlicher Auflagen auf dem Laufenden.

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