Haftpflicht, Recht & Sachwerte

Ein Unwetter und seine Folgen

Wenn sich Fluten durch die Werkshalle wälzen

Starker Regen setzte die Hallen der FAES AG unter Wasser. Der Ausfall der Produktion war vorprogrammiert, ein Betriebsunterbruch unausweichlich. Was tun? „Das wisst ihr selbst am besten. Wir unterstützen euch wo wir können,“ sagte die Basler und gab das Geld, damit der Betrieb des Maschinenbauers weiterlaufen konnte.

Kurz nach Mitternacht fing es an zu schütten, wie aus Kübeln. Während sich die Fluten durch die Strassen von Wollerau wälzten, gesellten sich Wasser- und Schlammlawinen von den Hängen dazu. Keller und Tiefgaragen liefen voll. Von der Feuerwehr alarmiert, stand Matthias Weibel in Gummistiefeln auf dem Trottoir und musste zusehen, wie sich das Wasser den Weg ins Erdgeschoss der FAES AG bahnte. Die zweigeschossige Tiefgarage sowie die Lager samt Stromversorgung im Keller waren bereits überflutet. Damit, das war Finanzchef Weibel sofort klar, würde die Produktion in der nächsten Zeit stillstehen.

Unterbruch im Betrieb und Folgekosten
FAES entwickelt eigene Maschinen, die hochsensible Folien und Filme schneiden und wickeln. Die langjährige Erfahrung garantiert den Kunden höchste Produktivität bei der Konfektionierung ihrer Materialien – und die Maschinen sind entsprechend weltweit gefragt. „Wir können uns keinen Betriebsunterbruch erlauben“, sagt Weibel. Wenn FAES Liefertermine verpasst, drohen Konventionalstrafen, „und dann wird es richtig teuer“. 

Ob Wasser- oder Elementarschäden: Die Basler Versicherung hilft sofort
Am Morgen nach dem Unwetter erkannte Weibel, dass bestimmte Bereiche der Produktion zwar weitergeführt werden konnten, die Montage der Maschinen fiel jedoch komplett aus. Deshalb rief Weibel sofort bei der Basler an, denn dort ist FAES gegen Betriebsunterbruch versichert. „Die Basler hat den Ernst der Lage sofort erkannt“, sagt Weibel anerkennend, „und sehr schnell und unkompliziert reagiert.“ Das bedeutet: Es wurden Notstromaggregate aufgestellt, damit die Produktion nicht komplett zusammenbrach. Ausserdem wurden Kompressoren für Druckluft angemietet, damit der Betrieb nicht zum Erliegen kam und Container aufgestellt, damit die vom Schlamm verdreckte Ware aussortiert werden konnte. „Die Basler hat richtigerweise gesagt: Geht voran, ihr wisst selbst am besten, was ihr braucht.“

Rasche Wiederaufnahme des Betriebes
„Wir haben die Entscheidungswege bewusst kurz gehalten, damit die FAES AG schnell wieder in die Gänge kommt“, sagt Erich Widmer, Schadeninspektor bei der Basler. Schon nach einer Woche, kaum von Schlamm und Wasser befreit, fuhr die FAES AG ihre Produktion wieder auf 90 Prozent hoch. Sämtliche Aufträge konnten abgearbeitet werden, alle Konventionalstrafen wurden vermieden. „Uns ist kein einziger Kunde abgesprungen“, freut sich Weibel.

Folgekosten vom Versicherer übernommen
Das war die Soforthilfe. Anschliessend ging es darum, kaputte Maschinen, Baugruppen und Präzisionsteile dauerhaft zu ersetzen. Das geht nicht so schnell. Die FAES AG nutzte die Gelegenheit, um einige Abläufe zu optimieren – die Basler liess sie gewähren. „Wir reden hier von einem Millionenschaden von hoher Komplexität“, resümiert Weibel. „Und trotzdem hat die Basler unsere Ansprüche und Bedürfnisse als Industriebetrieb von Anfang an verstanden.“

Am 26. Juli 2016 ging das Unwetter über Wollerau nieder. Am ersten Wochenende im November wurden die letzten Geräte für die Maschinenmontage und CNC-Maschinen für die Präzisionsteileproduktion ersetzt und in Betrieb genommen.  Seither läuft der Betrieb bei FAES wieder auf Hochtouren. Und Matthias Weibel? „Ich bin glücklich, dass ich nicht mehr in Gummistiefeln herumlaufen muss.“

Das könnte Sie auch interessieren:

Haben Sie eine Frage? Top