Haftpflicht, Recht & Sachwerte

Papier brennt schnell

Ein Kurzschluss war schuld, dass die Papeterie Pfaff in Sissach ausbrannte. Die Basler sorgte dafür, dass der Betriebsunterbruch nur vier Monate dauerte. Längst hat die Papeterie wieder eröffnet – heller und schöner.

Beissender Qualm attackierte die Verkäuferin, als sie nach der Mittagspause die Ladentür aufschloss. Die Bücher, die Möbel, der Bürobedarf standen in Flammen. Kurzschluss in einem Ventilator, ermittelte die Feuerwehr, die den Brand schnell unter Kontrolle brachte.

Die Einrichtung war zerstört. «Und jetzt?», fragte sich Hansruedi Pfaff. Seit 130 Jahren gibt es die Papeterie Pfaff in Sissach – sollte er jetzt einfach alles hinschmeissen? Daran gedacht habe er tatsächlich, gibt er zu, und sich dann klar dagegen entschieden.

Die Basler hat ihm diese Entscheidung erleichtert: Pfaff ist gegen Betriebsunterbruch versichert und das heisst: Die Basler übernimmt die laufenden Kosten, während die Papeterie geschlossen ist. Und hilft gleichzeitig, sie schnellstmöglich wieder zu eröffnen. 

Putzen und neue Ware einräumen – so einfach war es leider nicht. Der Brand hatte Kunststoff zum Schmelzen gebracht und giftige Gase, Russ und heissen Rauch im Laden verteilt. «Der Gestank und der Rauch waren bis in die letzten Ecken gekrochen», erinnert sich Hansruedi Pfaff, «das war einfach nicht rauszukriegen.» Gemeinsam mit der Basler beschloss er: Alles raus, wir machen alles neu. «Die Basler hat das sehr grosszügig gehandhabt», sagt Pfaff. Auch wenn etwa die neuen Gestelle nicht billig waren, denn für den Altbau in der Sissacher Altstadt musste auf Mass gefertigt werden. Was Pfaff freut: «Die Basler hat uns sämtliche Gestelle zum Neuwert ersetzt.»

Und dafür gesorgt, dass die Arbeiten flott vorangingen. «Wir müssen nicht abwarten, bis drei Offerten eingeholt und bewertet werden, sondern beauftragen gleich Handwerker unseres Vertrauens», sagt Basler-Schadeninspektor Hanspeter Bieri. Zeitersparnis in diesem Fall: «Etwa drei Monate.»

Auf die Zeit kommt es durchaus an, denn während des Betriebsunterbruchs zahlte die Basler weiterhin die Gehälter der Angestellten. Wobei die keineswegs die Hände in den Schoss legen konnten. Solange der Laden geschlossen war, betrieb Pfaff den Handel mit Büchern und Bürobedarf telefonisch und online weiter. 

Auch hier half die Basler: Sie bezahlte Anzeigen in lokalen und regionalen Zeitungen, um darauf hinzuweisen, dass Pfaff trotz geschlossenen Ladens noch im Geschäft und derzeit besser online zu erreichen sei. «Sonst hätten wir viel mehr Kunden verloren», sagt Pfaff. «Die dachten ja, uns gibt es nicht mehr.»

Sie dachten falsch. Pfaff arbeitete eng mit einem Innenarchitekten daran, seine Papeterie wiedereröffnen zu können. Und bestellte bei dieser Gelegenheit – alles neu, alles besser – ein effizienteres Computerprogramm für die Lagerbewirtschaftung, das er allerdings aus eigener Tasche bezahlte.

Am 27. Juli 2015 war das Feuer ausgebrochen, in den Wochen danach entstand das neue Ladenkonzept, ab November wurde neue Ware in die neuen Gestelle eingeräumt. Bereits am 3. Dezember 2015 eröffnete die Sissacher Papeterie wieder. «Ein ganz neues Geschäft», sagt Pfaff, «heller und schöner.» 

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