Otmar Lienerts Unternehmen lag unter 30 Zentimeter geschmolzenem Wachs begraben. Doch dank der Assistance der Basler stand sein Betrieb keinen Tag still.

Schwieriger Grosseinsatz: Der Brand lässt sich kaum stoppen

23. Mai 2016. Schwarze Rauchschwaden über Einsiedeln. Nicht weit entfernt vom Bahnhof, nahe den Gleisen, brennt die Kerzenfabrik Lienert lichterloh. Obwohl es regnet, finden die Flammen in der Halle voller Wachs und Kerzendochte immer wieder neue Nahrung. Die Mitarbeiter versuchen, das Feuer zu löschen. Doch die Rauchentwicklung ist zu stark und die Stützpunktfeuerwehr Einsiedeln rückt mit einem Gleislöschwagen und einem Atemschutztrupp an. Der Kampf mit dem Feuer dauert den ganzen Nachmittag, denn das geschmolzene Paraffin sorgt für viel Rauch und lässt den Boden rutschig werden. Ganze 3000 Liter Schaummittel sind am Ende nötig, um die im Wachs gespeicherte Hitze zu ersticken. Später bewertet Kommandant Kilian Ochsner den Einsatz seiner Leute als «insgesamt sehr anspruchsvoll».

Notbetrieb verlangt Einsatz
Zurück bleiben nur eine Brandruine, zerstörte Maschinen und ein Meer aus hartem Wachs. Firmenbesitzer Otmar Lienert ist zuerst fassungslos – sein Familienbetrieb in vierter Generation, 1828 gegründet, hat sich vor seinen Augen in Flammen aufgelöst. Doch noch am selben Tag schöpft er wieder Hoffnung: «Ich habe mir gesagt: Wir machen weiter!» Lienert ist Baloise-Kunde und hat seine Kerzenfabrik mit einer Betriebsunterbruchversicherung geschützt. Dank dieser ist es ihm möglich, die Löhne seiner 25 Mitarbeiter weiterhin zu zahlen und niemanden zu entlassen. So helfen tags darauf alle bei den Aufräumarbeiten mit. Zudem organisiert die Assistance der Basler einen Ersatzstandort. Hier starten Otmar Lienert und seine Frau Brigitte einen improvisierten Notbetrieb zwischen Kerzenschachteln und Wachstöpfen. Per Handarbeit werden die Kerzen produziert, bis die ersten von der Basler finanzierten Maschinen eintreffen. Doch bis die neue Fabrikhalle am alten Standort steht und damit die grösseren Maschinen geliefert und eingebaut werden können, müssen die Lienerts weiterhin mit reduzierter Produktion Kerzen herstellen. Zum Glück zahlt die Basler Versicherung die ungedeckten Fixkosten und entgangenen Einkünfte auch weiterhin.

«Rasch und unbürokratisch»
«Wir sprechen von einem Gebäude- und Sachschaden in einstelliger Millionenhöhe», berichtet Erich Widmer, Schadeninspektor der Baloise. Und Otmar Lienert ergänzt: «Ich schätze, dass wir mit der jetzigen Produktion rund sieben bis acht Prozent unter Vorjahr liegen.» Trotzdem bleibt der Fabrikant positiv, denn die «rasche, unbürokratische Hilfe der Basler» habe ihn, seine Frau und seine Mitarbeiter in der schwersten Zeit unterstützt. Gemeinsam und mit viel Tatendrang sind sie zuversichtlich, wieder wie zuvor durchzustarten. Die neue Fabrik soll Mitte 2017 bezugsbereit sein.

Die Leistungen der Assistance im Überblick:

  • Koordination von Aufräum- und Reparaturarbeiten
  • Suche und Koordination von Ersatzräumlichkeiten
  • Unterstützung in der externen Kommunikation (Kunden, Lieferanten, Nachbarschaft, Behörden usw.)
  • Unterstützung in der internen Kommunikation (Mitarbeiter, Investoren, Kreditgeber usw.)
  • Interne und externe Kommunikation, damit der Betrieb geregelt weiterlaufen kann

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