Vorsorge für Mitarbeiter

Einbruchschutz – Unternehmen sollten Risiken minimieren

Risiken vermeiden und vorbeugen

Wie kann man einen Betriebsunterbruch verhindern, bevor er überhaupt passiert? Wir machen dazu eine «Unternehmensbegehung» mit Jürg Meister, dem Leiter Risk Engineering Schadenversicherungen bei der Basler Versicherungen.

Was sind statistisch und aus Ihrer Erfahrung die grössten Risiken, die bis zu einem Betriebsunterbruch führen können?

Jürg Meister: Die grössten Risiken gehen von Brand und Naturgefahren aus, insbesondere Überschwemmung. Ungenügende Schutzmassnahmen wie baulicher, technischer und organisatorischer Brandschutz oder Hochwasserschutz können sich dabei fatal auswirken und zum Ausfall von unternehmenswichtigen Maschinen und Einrichtungen, IT und Gebäuden führen. Das Risiko wird leicht unterschätzt.

Was sind die häufigsten Fehler, die Firmen in diesem Bereich machen können?

Jürg Meister: Da ist zuerst ungenügender Brandschutz zu nennen. Baulich fehlen oft Brandschutzwände, die grosse Produktionsflächen unterteilen und das Übergreifen von Bränden verhindern können. Im Weiteren sind oft Öffnungen in Wänden oder Decken vorhanden, durch die sich Feuer ausbreiten und grosse Flächen zerstören können. Oft sind Gebäude zudem nicht genügend und nicht mit korrekt gewarteten Handfeuerlöschern beziehungsweise Wasserlöschposten ausgestattet. Es mangelt an Brandmeldeanlagen zur raschen Erkennung eines Brandes und der Alarmierung der Feuerwehr. Oder es fehlen automatische Sprinkleranlagen zur sofortigen Bekämpfung eines entstehenden Feuers.

Das sind die baulichen Fehler. Aber gibt es nicht auch Probleme in Sachen Organisation?

Jürg Meister: Auch da kann man viel falsch machen: Da wird die Schulung der Mitarbeitenden zur Brandverhütung und zum richtigen Verhalten im Brandfall vernachlässigt. Brandschutztüren stehen offen und grosse Mengen brennbarer Flüssigkeiten oder offene Abfallbehälter stehen in den Produktionshallen, dem Lager oder den Technikräumen herum. Bei hochwassergefährdeten Betrieben fehlen oft passende Vorrichtungen wie mobile Absperrwände, die Schlimmeres verhindern können. Und wenn dann einmal der Krisenfall eintritt, gibt es in manchen Betrieben keine Notfall-/Ausweichplanung und kein passendes Krisenmanagement – und erst recht keinen Business-Continuity-Plan, der die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter Krisenbedingungen oder zumindest unter unvorhersehbar erschwerten Bedingungen absichert.

Wie kann man sich vor diesen Risiken auch mit kleinerem Budget wirkungsvoll schützen?

Jürg Meister: Meist sind organisatorische Massnahmen sehr wirkungsvoll. Sie sind günstig und schnell umzusetzen. Man muss die Gefahren und Risiken analysieren und Sicherheits- sowie Schutzmassnahmen planen, budgetieren und konsequent umsetzen. Ganz wichtig ist, dass sich die Unternehmensleitung bezüglich Sicherheit engagiert und das auch konsequent vorlebt.

Welche Hilfe bieten die Basler Versicherungen Firmen an?

Jürg Meister: Wir versuchen, unsere Kunden vollumfänglich bei diesem wichtigen Thema zu unterstützen. Ein ganz wichtiges Element sind dabei die Sicherheitsbegehungen. Dabei kommt ein Sicherheitsingenieur der Basler Versicherungen in die Firma und stellt alles auf den Prüfstand: ob nun die Einhaltung der Brandschutzvorschriften, die Lagerung gefährlicher Substanzen, die korrekt ausgeführten Notausgänge oder den Schutz vor Einbrüchen. Am Ende wird ein Sicherheitsbericht mit konkreten Sicherheitsempfehlungen erstellt. Der Kunde entscheidet dabei selbst, was er umsetzen will.

Sicherheitsbegehungen – Gefahren erkennen, Risiken minimieren

Eine Sicherheitsbegehung mit Experten der Basler Versicherungen lohnt sich. Sie öffnet den Blick auf versteckte Risiken und hilft dabei, das Unternehmen zukunftssicher zu machen.

Der Nutzen auf einen Blick:

  • Risiken und Lösungsmöglichkeiten kennen
  • Schäden vermeiden und Risiken gezielt vermindern
  • Kosten infolge von Schadenfällen reduzieren
  • Betriebssicherheit erhöhen
  • Risikobewusstsein innerhalb des Unternehmens stärken

Themenfelder können dabei sein:

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Krisen- und Notfallmanagement
  • Brand- und Explosionsschutz
  • Business Continuity Management
  • Informationssicherheit und Datenschutz
  • Warentransport
  • Umweltschutz
  • Naturgefahren
  • Security und Diebstahlschutz

Wie gut wappnen Sie Ihr Unternehmen gegen einen Betriebsunterbruch? Schnelle Antworten gibt der Risiko-Check

Dass ein Brand die Produktionshalle verwüstet, Räuber über Nacht die gesamte IT stehlen und dazu noch die Büros verwüsten, mag sich auch kaum einer vorstellen. Eine Es-wird-schon-gut-gehen-Mentalität ist gerade bei kleineren Unternehmen weit verbreitet. Dabei tritt dieser Horrorfall viel häufiger als erwartet ein: Laut einer Umfrage unter KMU-Kunden der Basler Versicherungen hatten 26 Prozent schon einmal einen unvorhergesehenen Betriebsunterbruch erlebt, 14 Prozent sogar schon mehrere. Das ist schon eine andere Risikodimension wie auf der Piste! Solch ein Zwischenfall, sei es nun durch Raub/Vandalismus, Brand oder Hochwasser, kann den Fortbestand eines Unternehmens (und möglicherweise den seiner Kunden) ernsthaft gefährden.

Einbruch: schnelle Hilfe statt Krise

Schreck, lass nach: Einbruch und Vandalismus können für kleinere Unternehmen und – wenn es ganz dumm läuft – auch für ihre Kunden sehr schnell das Aus bedeuten. Hier ist professionelle Hilfe in der Not Gold wert.

Was für eine böse Überraschung: Als die Frühschicht des Automobilzulieferers morgens die Arbeit aufnehmen will, sind die Türen zu den Büros und der Werkstatt aufgebrochen, der Tresor geknackt, die Computer gestohlen und dann auch noch die gesamte Produktion des Vortages kurz und klein geschlagen. Eine Katastrophe. Was nun? «Niemand glaubt, dass es ihn selbst treffen kann», sagt Hanspeter Bieri, Mitglied der Direktion der Basler Versicherungen. Professor David Spiegelhalter, der seit 40 Jahren an der britischen Cambridge University die Wahrnehmung von Risiken erforscht, kennt den Grund: «Menschen finden Statistiken und Wahrscheinlichkeiten kompliziert und nicht intuitiv, weil Statistiken und Wahrscheinlichkeiten tatsächlich kompliziert und nicht intuitiv sind.» Wer vermag schon beispielsweise die Risikoeintrittswahrscheinlichkeit von 0,74 pro Million Skier-Days einzuschätzen, beim Ski- oder Snowboardfahren tödlich zu verunglücken. Das Risiko fährt mit, aber kaum jemand verzichtet deswegen auf das Erlebnis.

Dass ein Brand die Produktionshalle verwüstet, Räuber über Nacht die gesamte IT stehlen und dazu noch die Büros verwüsten, mag sich auch kaum einer vorstellen. Eine Es-wird-schon-gut-gehen-Mentalität ist gerade bei kleineren Unternehmen weit verbreitet. Dabei tritt dieser Horrorfall viel häufiger als erwartet ein: Laut einer Umfrage unter KMU-Kunden der Basler Versicherungen hatten 26 Prozent schon einmal einen unvorhergesehenen Betriebsunterbruch erlebt, 14 Prozent sogar schon mehrere. Das ist schon eine andere Risikodimension als auf der Piste! Solch ein Zwischenfall, sei es nun durch Raub/Vandalismus, Brand oder Hochwasser, kann den Fortbestand eines Unternehmens (und möglicherweise den seiner Kunden) ernsthaft gefährden.

Bei Einbruch: Ruhig Blut und gleich das Richtige tun

«Nerven behalten, schnell reagieren und sofort die Polizei und die Versicherung informieren», rät Bieri. «Unser Schadeninspektor kommt sofort bei betroffenen Firmen vorbei, bei grösseren Schadenfällen noch am selben Tag. Dabei werden gemeinsam mit dem Kunden vor allem die Massnahmen besprochen, wie die Produktion und das Tagesgeschäft möglichst schnell wiederaufgenommen werden können», so Bieri. Erste Priorität haben bei dem bestohlenen und verwüsteten Unternehmen die Schadenräumung und Notfallreparaturen. Schon am nächsten Tag werden bei dem Automobilzulieferer die Büroräume wiederhergerichtet, die Produktionshalle ist aufgeräumt und einsatzbereit. «Wir können für eine solche schnelle Hilfe in jeder Region fähige Handwerker empfehlen», sagt Bieri. Das Netzwerk der Basler Versicherungen sei gross und sehr leistungsfähig. Einmal hätten er und seine Kollegen nach einem Brand in einer Firma gleich 60 Elektriker auf einen Schlag organisiert, damit der Kunde möglichst schnell wieder mit dem normalen Arbeitsalltag starten konnte.

Je nach Art und Ausmass des Schadens wird zudem darüber entschieden, ob an einem externen Standort weiterproduziert werden kann. Oder ob der Produktionsausfall gegebenenfalls mit Samstags- oder Sonntagsarbeit ausgeglichen werden kann. «Bei einem Betriebsunterbruch ist die Kommunikation ganz entscheidend. Zum einen müssen die Mitarbeitenden erfahren, wie es weitergeht. Zum anderen müssen die Kunden über mögliche Verzögerungen und das weitere Vorgehen per Mail oder Brief informiert werden. «Auch da helfen wir mit professionellen Agenturen bei der erfolgreichen Umsetzung», so Bieri.

Aufatmen nach dem Ernstfall: Der Betrieb läuft wieder

Der Automobilzulieferer kann aufatmen. Sein verwüstetes Büro ist schnell wieder einsatzfähig. Denn dank seiner Versicherung ist er buchstäblich im Handumdrehen so «flüssig», dass er gleich Computer und beschädigte Maschinen ersetzen beziehungsweise reparieren kann. Nur gut, dass er automatisch immer umfangreiche Backups der Systeme durchgeführt hatte, so dass kaputte oder gestohlene Computer nicht gleichzeitig einen kompletten Datenverlust bedeuten – was der GAU für jedes Unternehmen wäre. Die neuen Geräte müssen so nur an den Backup-Server, der an einem anderen Ort die Datensicherung übernimmt, angeschlossen werden und schon sind die Rechner wieder «ganz die Alten».

Alle Sofortmassnahmen, so Bieri, würden immer im direkten Dialog mit dem Kunden entschieden. «Das können je nach Branche und Schadensfall ganz unterschiedliche Dinge sein: Wenn zum Beispiel ein Hotel oder Restaurant zwischenzeitlich schliessen muss, schalten wir Zeitungsinserate, um die Kunden zu informieren. Bei einem Treuhandbüro schauen wir, dass die Mitarbeitenden möglichst schnell Ersatzräume mieten, Computer anschaffen und sofort weiterarbeiten können», erklärt Bieri. Bei dem Automobilzulieferer mussten die Mitarbeitenden über die neue Situation informiert werden und die Kunden mussten über die Verzögerungen und den sich daraus ergebenden neuen Zeitplan für die Auslieferung in Kenntnis gesetzt werden. «Glücklicherweise sind wir dabei nicht in einen roten Bereich geraten. Unsere Termine können wir – wenn auch sehr knapp – halten», zeigt sich der Unternehmer erleichtert.

«Wenn kleine Firmen nichts verkaufen können und keine Einnahmen haben, sind die Reserven schnell aufgebraucht. Dies kann sie bald an den Rand des Konkurses führen», weiss Bieri. Und dann setze sich der Schaden weiter fort: zu den Kunden des Unternehmens und deren weiteren Kunden. Und überall entstünden dann kaum kalkulierbare Kosten und Schäden. Bieri: «Dieses Risiko sollte so klein wie möglich gehalten werden.»

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