ManaBar: Spielkultur trifft auf hochwertige Cocktails

Seit der Eröffnung 2019 hatten ManaBar-Gründer Tom Barylov und Fernando Studer einige Herausforderungen zu meistern.Gemeinsam mit Nora Welti, Nicholas Skillmann und Tobias Zischler bilden sie die Geschäftsleitung des Projekts. Im Interview sprechen sie über Motivation, Selbstständigkeit und ihr grosses Sommer-Projekt.

Feine Drinks und ehrliche Worte

Es ist Donnerstagabend. Wir haben uns mit den Gründern der ManaBar zum Gespräch verabredet. Tom Barylov und Fernando Studer geben uns in ihrer Bar in Basel einen warmen Empfang und sprechen ganz offen über die Freuden und Leiden der Selbstständigkeit. Auf Wunsch mixt uns Tom, der Barmann mit Studienabschluss in Game-Design, alkoholfreie Cocktails. Wir versuchen herauszuschmecken, was wohl alles drin ist – eher erfolglos. Dann verrät uns Tom, welche Geheimzutaten den Drinks das gewisse Etwas verleiht haben. Popcorn-Sirup zum Beispiel. Während er berichtet, strahlt er über das ganze Gesicht.

Die Begeisterung der beiden Gründer beschränkt sich aber nicht nur auf das Getränke-Mixen. Auch beim Sprechen über die ManaBar und ihre Vision für die Zukunft leuchten die Augen des gelernten Biologielehrers Fernando. Aber lassen wir die beiden nun selbst zu Wort kommen.

Cocktail in der ManaBar in Basel

Wir schenken unseren Gästen keinen Billig-Fusel aus, hier gibt es nur hochwertige Drinks. Das kombiniert mit unserem breiten Spielkulturangebot macht die ManaBar einzigartig.

Tom Barylov, Co-Founder & CEO
Brettspiele in der ManaBar in Basel, Schweiz

Eine wie keine

Erzählt uns etwas über euch. Was macht die ManaBar so besonders?

Fernando: Wir wollten einen Ort schaffen, an dem die Spielkulturen der Schweiz vereint werden. Wir möchten eine Plattform sein, von der die ganze Spielkultur-Szene profitieren kann und dem einen oder anderen auch als Trittbrett dient. 

Tom: Wir möchten die Schweizer Gamekultur fördern. Deshalb nehmen wir neben unserem breiten Angebot an Brett-, Karten- und eSport-Spielen immer wieder neue Schweizer Spiele ins Repertoire auf. Die ManaBar ist ein Ort, wo die Leute abschalten und einfach eine gute Zeit verbringen können. So dass sie am nächsten Morgen zufrieden und mit schönen Erinnerungen an den vergangenen Abend aufwachen. Dazu gehört eben auch, dass wir unseren Gästen nur hochwertige Drinks anbieten. Billig-Fusel sucht ihr bei uns vergebens.

Fernando: Wir haben die Einrichtung bewusst subtil gestaltet. Je tiefer du in die Bar eintauchst, desto tiefer tauchst du auch in die Welt der Spielkultur ein. Wir möchten die Spielkultur, die immer noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat, salonfähig machen.

Unser Slogan ist Programm: Wir vereinen Spielkulturen.

Fernando Studer, Initiator und Co-Founder

Selbstständigkeit als Nebeneffekt

Was bereitet euch an der Selbstständigkeit am meisten Freude?

Tom: Die Selbstständigkeit war eigentlich gar nicht das Ziel, das uns anfangs angetrieben hat. Sondern etwas zu schaffen, das es so in der Schweiz noch nicht gibt. Die Begeisterung der Leute zu sehen, die hier ein und ausgehen, ist das, was uns die grösste Freude bereitet.

Fernando: Genau, wir haben gesehen, dass das etwas ist, was die Leute wollen, aber bisher noch niemand anbietet. Dann müssen wir halt! Die Selbstständigkeit war dabei eher ein Nebeneffekt.

Tom: Ich weiss noch, wie viele Leute uns anfangs davon abgeraten haben. Aber wir können echt stolz sein, dass wir mutig genug waren und an unserer Vision festgehalten haben. Mittlerweile haben wir ein Team aufgebaut, das uns den Rücken stärkt und genauso an die ManaBar glaubt wie wir.

Welches waren bisher eure grössten Herausforderungen?

Fernando: Eine der grössten Herausforderungen am Anfang war es, Organisationen zu finden, die unsere Vision verstehen, das Potenzial sehen und uns auch finanziell unterstützen möchten. An einer Spielhallen-Inszenierung am Dreispitz wurde ich auf die Christoph Merian Stiftung (CMS) aufmerksam. Wir nahmen Kontakt mit ihnen auf und durften unsere Idee pitchen. Die CMS hat an uns geglaubt und uns im ersten Jahr begleitet und im zweiten Jahr mit CHF 15'000 unterstützt. Ausserdem haben wir ein Crowdfunding gemacht, bei dem wir einen ähnlichen Beitrag zusammengebracht haben. Danach ging es relativ schnell und weitere Partner wie Feldschlösschen kamen an Bord. Beim Umbau hat uns auch die Baloise als Vermieter sehr unterstützt. 

League of Legends Cosplay in der ManaBar in Basel

Die Baloise hat Menschlichkeit bewiesen.

Tom Barylov, Co-Founder & CEO
Cocktail in der ManaBar in Basel, Schweiz

Grosse Sommer-Vorfreude

Wie ist es euch mit der Corona-Pandemie ergangen?

Tom: Corona kam zu einem blöden Zeitpunkt. Vor der Pandemie waren wir immer pumpsvoll. Das mit der Unterstützung von Bund und Kanton hat sich leider auch eher als schwierig herausgestellt, selbst wenn wir uns an alle Vorschriften gehalten haben. Die Baloise hat als Vermieter Menschlichkeit bewiesen, indem sie die Miete reduziert hat. 

Fernando: Wir wussten, dass wir eher ein Herbst-Winter-Businessmodell haben. Aber jetzt, wo wir Corona einigermassen überstanden haben, fürchten wir uns nicht mehr vor dem Sommer. 

Tom: Genau, ich freue mich auch sehr auf nächsten Sommer!

Was plant ihr denn nächsten Sommer?

Tom: Wir werden einen knapp 1'000 m2 grossen Garten mit Aussenbar haben und holen die Spielkultur mit Klassikern wie zum Beispiel Grossschach nach Draussen. Die Baloise hat schon ihre Zustimmung gegeben und die Nachbarschaft auch. So viel Platz hat in der Gegend sonst niemand!

Bei der Baloise hat das Gesamtpaket einfach gestimmt.

Tom Barylov, Co-Founder & CEO

Auch die Versicherung muss passen

Wie zufrieden seid ihr mit der Baloise als Versicherung für euer Unternehmen?

Fernando: Wir haben alles verglichen, was es so auf dem Markt gab. Bei der Baloise haben wir gesehen, dass sie im Bereich Gaming aktiv war und somit ein gewisses Verständnis für unser Business mitbringen. Das fanden wir sehr sympathisch.

Tom: Vom Preis her war die Baloise gleichauf mit einem anderen Anbieter. Wir haben uns dann aber für die Baloise entschieden, weil das Gesamtpaket einfach gepasst hat. 

Ratschläge ans Gründer-Ich

Welchen Rat würdet ihr eurem Gründer-Ich von damals geben?

Tom: Selbstständigkeit ist wie eine Passfahrt, wenn man am Anfang schon wüsste, wie steil und streng die Fahrt wird, würde man gar nicht erst starten. Deshalb mach es einfach! Es wird nicht leicht, aber du wirst froh sein, dass du’s gemacht hast. Ach ja, und ich würde von Anfang an bei der Buchhaltung eine Lösung nehmen, die verhebt, anstatt die günstigste.

Fernando (lacht): Ich würde in Bitcoins investieren! 😉

Mitarbeiter der ManaBar in Basel

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