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Schadenfall | Brand auf dem Hof von Marcel und Kathy Erard

Als ein Blitzschlag auf dem Hof der Erards in Courcelon Stall und Scheune vernichtete, benachrichtigten sie ihren Berater Romain Gigon, der sofort half.

Unser Berater besuchte uns über Monate hinweg jeden Montag.

Marcel und Kathy Erard, Landwirte in Courcelon

«Wenn du heimkommst, hast du keinen Hof mehr»

Am 7. August 2017 verlassen Marcel und Kathy Erard ihren Bauernhof in Courcelon, um eine Woche lang Ferien im Tessin zu machen. Zwei Tage später läutet das Telefon. Der junge Nachbar, der sich während ihrer Abwesenheit um das Vieh kümmert, hat schlimme Nachrichten: Der Hof brennt lichterloh. Das Paar kann sich das Ausmass der Zerstörung kaum vorstellen. Ein Telefonat folgt dem anderen. Ein Kollege fasst es schliesslich zusammen: «Wenn du heimkommst, hast du keinen Hof mehr.»

Wie im Film

Die Familie Erard macht sich sofort auf die Rückreise quer durch die Schweiz und kommt in der Nacht am Brandort an. Da die Polizei die Zufahrt zum Dorf gesperrt hat, um der Feuerwehr den Einsatz zu erleichtern, müssen sie das Auto zurücklassen und die letzten Meter zu Fuss zurücklegen. «Es war wie im Film», erzählt Kathy Erard. Die Dorfbewohner waren zusammengekommen. «Je näher wir kamen, umso entsetzter sahen sie aus. Als wir nur noch wenige Schritte vom Bauernhof entfernt waren, sahen wir sogar Menschen weinen.» In diesem Moment begreifen die Erards das Ausmass der Katastrophe. 

Wen kann man um Hilfe bitten?

«Am Anfang steht man unter Schock», fährt Kathy Erard fort. «Man weiss nicht mehr, an wen man sich wenden soll. Meine erste Reaktion war, Romain anzurufen.» Romain Gigon ist Berater bei den Basler Versicherungen. Er verspricht, am übernächsten Tag vorbeizukommen. «Ich hatte sofort das Bedürfnis, den Erards zu helfen und mich so schnell wie möglich mit ihnen zu treffen.» Er kontaktiert umgehend den Schadenregulierungsbeauftragten, der ihn zum Treffen mit den Eheleuten begleitet: «Sie sind zu uns gekommen und haben uns genau erklärt, wie vorzugehen ist. In den ersten Tagen ist man ein bisschen verwirrt und auf eine Vertrauensperson angewiesen.»

Ich hatte sofort das Bedürfnis, den Erards zu helfen und mich so schnell wie möglich mit ihnen zu treffen.

Romain Gigon, Kundenberater

Berater, Vermittler und Freund

Marcel und Kathy Erard haben diese Vertrauensperson ganz offensichtlich in ihrem Berater gefunden: «Er besuchte uns über Monate hinweg jeden Montag», berichten sie. Romain Gigon hat auch spontan angeboten, sie bei diversen Formalitäten zu unterstützen und vor allem bei den Gesprächen mit einem Bauern im Dorf, der die Herde unterbringen konnte, bis der Stall wiederaufgebaut war, zu vermitteln. «Wir brauchten eine neutrale Person, die mithalf, gerechte Bedingungen für beide Parteien festzulegen», erklärt Marcel Erard.

«Was uns blieb, sind unsere Tiere»

Unser Bauer verrät auch, dass er die Katastrophe nur deshalb überwunden hat, weil seine Herde nicht zu Schaden gekommen war. Einige mutige Nachbarn hatten dem Feuer getrotzt und die Tiere gerade noch rechtzeitig aus dem Stall geholt. Die Vorstellung, sein Vieh im Feuer zu verlieren, macht ihm zu schaffen: «Die schrecklichen Schmerzen der Tiere ... wenn man Tag für Tag mit ihnen arbeitet ... der Rest ist ja nur Sachschaden.»

Er spricht sichtlich bewegt von den jungen Kälbern, die von den Nachbarn aus dem Stall getragen wurden und «die Kühe von morgen» sind. Bald, vielleicht schon im nächsten Jahr, werden sie zum ersten Mal Milch geben – ein Symbol dafür, dass das Leben weitergeht.

In den ersten Tagen ist man verwirrt und auf eine Vertrauensperson angewiesen.

Marcel und Kathy Erard, Landwirte in Courcelon

Ein Zukunftsprojekt

Ehrlich gesagt, tut sich auf dem Bauernhof der Familie Erard mehr denn je: Trotz der Notsituation haben Marcel und Kathy unter hohem Aufwand eine Marktstudie durchgeführt, um einen nachhaltigen Betrieb zu konzipieren. Und sie bestätigen gern, dass sie sich unter anderem auch deshalb wieder hochrappeln und einen «Bauernhof der Zukunft» aufbauen konnten, weil sie gut beraten werden. 

«Bei einem Versicherungsvertrag prüft man das Inventar, aber niemand liest den Rest. Wer entfernt den Schutt? Wer finanziert den Kauf von Futtermitteln? Wer zahlt für die Unterbringung der Tiere?» Ihre Versicherung hat die durch den Brand entstandenen Nebenkosten gedeckt und ihnen damit die Umsetzung neuer Projekte ermöglicht: «Wir haben eine Neufinanzierung zur Verbesserung des Betriebs erhalten. Wenn schon eine Unzahl anderer finanzieller Verpflichtungen auf uns gelastet hätte, wäre die Bank niemals darauf eingegangen.»

Eine neue Berufung

Das Unglück hatte eine unerwartete Nebenwirkung: Die Tochter Joanna interessierte sich plötzlich viel mehr für den Bauernhof. Als die Eltern den Markt und die neuen Technologien recherchierten, entdeckte sie den Beruf aus einer ganz neuen Perspektive. «Heutzutage hat man selbst beim Melken der Kühe mit Informatik zu tun», lächelt der Vater, der seinen Hof inzwischen mit einem Melkroboter ausgestattet hat. Joanna hat indessen eine zweite Ausbildung begonnen und will selbst Landwirtin werden.

Noch stärker verbunden

Letztendlich hat der Schadenfall eine bereits eng verbundene Familie noch stärker zusammengeschweisst, und die Eheleute stehen ihren Tieren noch näher. Marcel Erard erinnert sich an den Silvesterabend vier Monate nach dem Brand, als ein paar Dorfbewohner zur Feier des Jahreswechsels Knall- und Feuerwerkskörper zündeten. «Damit hatte ich nicht gerechnet. Die Tiere gerieten in Panik. Ich ging hinaus und schaltete überall das Licht ein, um sie zu beruhigen. Anschliessend verbrachte ich den Abend bei ihnen im Stall.» 

Seine Frau Kathy fügt an: «Dass wir durchgehalten haben, ist auch den Kühen zu verdanken. Wenn sie vor Angst zitterten, beruhigten wir sie. Im Kontakt mit ihnen haben wir selbst ein Gefühl der Sicherheit gefunden.» 

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Michel Collin

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