Ergänzungsleistungen zur AHV und IV

Ergänzungsleistungen zur AHV und IV

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Zweck

Die Ergänzungsleistungen wurden eingeführt um sicherzustellen, dass alle AHV/IV-Rentenbezüger und IV-Taggeldbezüger entsprechend dem verfassungsmässigen Auftrag ein existenzsicherndes Einkommen erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen gewähren Bund und Kantone Personen, welche die Voraussetzungen erfüllen, Ergänzungsleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs.

Anspruchsberechtigte Personen

Einen individuellen Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz ab dem vollendeten 18. Lebensjahr. Ausländerinnen und Ausländer müssen sich unmittelbar vor dem Zeitpunkt, ab dem die Ergänzungsleistung verlangt wird, während zehn Jahren ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten haben (Karenzfrist). Für Flüchtlinge und staatenlose Personen beträgt die Karenzfrist fünf Jahre. Spezielle Bestimmungen existieren für Staatsangehörige von Ländern, mit denen die Schweiz ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat.

Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben nur:

  • Bezüger einer Alters- oder Hinterlassenenrente der AHV
  • Bezüger einer Rente oder eines Taggeldes (seit mindestens sechs Monaten) der Invalidenversicherung
  • Bezüger einer Hilflosenentschädigung der IV nach Vollendung des 18. Lebensjahres, deren Rente, Taggeld oder Hilflosenentschädigung den Existenzbedarf nicht vollständig deckt

Beiträge

Die jährlichen Ergänzungsleistungen werden nicht über Lohnabzüge finanziert, sondern über Steuereinnahmen und zu fünf Achteln vom Bund und zu drei Achteln von den Kantonen getragen.

 

Testen Sie Ihr Wissen

Haben Sie alles verstanden? Testen Sie Ihr Wissen mit dem folgenden kurzen Quiz:

Ergänzungsleistungen zur AHV und IV

Wie wird die Ergänzungsleistung finanziert?

Über Beiträge von Arbeitnehmern

über Beiträge der Arbeitgeber

Über Steuergelder

Richtig! Die Finanzierung erfolgt aus Steuergeldern. Fünf Achtel gehen zulasten des Bundes und drei Achtel gehen zu Lasten der Kantone.

Falsch! Die Finanzierung erfolgt aus Steuergeldern (keine Beiträge/Prämieneinnahmen). Fünf Achtel gehen zulasten des Bundes und drei Achtel gehen zu Lasten der Kantone.