Austritt aus der beruflichen Vorsorge

Austritt aus der beruflichen Vorsorge

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Einführung zum Austritt aus der beruflichen Vorsorge

Mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses tritt eine versicherte Person automatisch aus ihrer Vorsorgeeinrichtung aus. Hat diese Anspruch auf eine Austrittsleistung, bestehen verschiedene Möglichkeiten der Verwendung.

Praktisches Beispiel zum Austritt aus der beruflichen Vorsorge

Herr Meier hat seinen Arbeitsvertrag gekündigt. Der Spezialist der Basler, Herr Vogt, zeigt Herrn Meier auf, welche Möglichkeiten er hat, seine Freizügigkeitsleistungen zu verwenden:

1. Übertritt in neue Vorsorgeeinrichtung oder keine Auszahlung:

Hat Herr Meier einen neuen Arbeitgeber, so tritt er in eine neue Vorsorgeeinrichtung ein und die Freizügigkeitsleistung der bisherigen Vorsorgeeinrichtung muss auf die neue überwiesen werden. Hat Herr Meier keinen neuen Arbeitgeber, so muss er ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank oder eine Freizügigkeitspolice bei einer Versicherung eröffnen. Eine Weiterführung der Vorsorge bei der Stiftung Auffangeinrichtung ist ebenfalls möglich.

2. Barauszahlung aufgrund Geringfügigkeit

Herr Meier kann sich seine Freizügigkeitsleistung bar auszahlen lassen, sofern seine aktuelle Austrittsleistung kleiner als sein Arbeitnehmerbeitrag ist.

3. Wechsel in die Selbstständigkeit

Herr Meier macht sich selbstständig. In diesem Fall ist eine Barauszahlung möglich, wenn er eine Selbstständigkeit im Haupterwerb aufnimmt und somit nicht mehr der obligatorischen beruflichen Vorsorge unterstellt ist. Herr Meier muss sein Auszahlungsbegehren bei der Vorsorgeeinrichtung innerhalb eines Jahres nach Aufnahme der Selbstständigkeit geltend machen.

4. Ausreise aus der Schweiz

Wenn Herr Meier die Schweiz definitiv verlässt und kein Grenzgänger (mehr) ist, kann er sich je nach Aufenthaltsort im Ausland seine komplette Freizügigkeitsleistung auszahlen lassen. Wenn Herr Meier in ein Land zieht, welches nicht der EU- oder EFTA unterstellt ist, kann die komplette Austrittsleistung ausbezahlt werden. Wenn er hingegen in ein EU- oder EFTA-Land auswandert und dort der Sozialversicherung unterstellt wird, kann er lediglich den überobligatorischen Teil seines Altersguthabens auszahlen lassen. Der obligatorische Teil verbleibt bis zu seiner Pensionierung in der Schweiz. Weitere Infos: http://www.verbindungsstelle.ch/xml_3/internet/de/intro.cfm

Testen Sie Ihr Wissen

Haben Sie alles verstanden? Testen Sie Ihr Wissen mit dem folgenden kurzen Quiz:

Austritt aus der beruflichen Vorsorge

In welchem der folgenden Fälle ist eine Barauszahlung möglich?

Übergang in die Selbstständigkeit

Wechsel der Arbeitsstelle

Arbeitslosigkeit

Richtig! Ein Wechsel der Arbeitsstelle und eine Arbeitslosigkeit geben keinen Anspruch auf eine Barauszahlung.

Falsch! Ein Wechsel der Arbeitsstelle und eine Arbeitslosigkeit geben keinen Anspruch auf eine Barauszahlung.