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Finance4Women Konkubinatsvertrag in der Schweiz

In unserem Leitfaden für Konkubinatspartner erfährst du, warum Herzblatt und Paragrafen perfekt harmonieren. Was dich erwartet:

  • Vorgehen: So legst du den Grundstein
  • Inhalt: Was muss im Konkubinatsvertrag stehen?
  • Checkliste: Alles Wichtige auf einen Blick
Checkliste herunterladen
18. Juni 2024 Partnerschaft
Denkst du bei Konkubinatsvertrag auch eher an Papierkram als an Romantik? Verständlich. Allerdings geniesst ihr als Konkubinatspaar in der Schweiz nicht den gleichen Schutz wie eingetragene oder verheiratete Paare. Daher lass uns herausfinden, wie du dich und deine Liebe am besten im Konkubinat absichern kannst.
Inhaltsverzeichnis

Ein Konkubinatsvertrag hilft, mögliche Konflikte in der Zukunft zu vermeiden. Schauen wir uns daher die folgenden Punkte im Detail an:

Wieso ist ein Konkubinatsvertrag wichtig?

Ein Konkubinatsvertrag ist wichtig, weil das Gesetz das Zusammenleben im Konkubinat nicht regelt und beide Personen als Einzelpersonen behandelt. Das kann viele Probleme mit sich bringen: zum Beispiel bei der Pensionierung, beim Kauf eines Hauses oder im Falle einer Trennung.

Der Konkubinatsvertrag schliesst diese Gesetzeslücke, wenn du nicht heiraten oder deine Partnerschaft eintragen lassen möchtest. Welche Vor- und Nachteile das Konkubinat im Detail bietet, erfährst du in unserem Artikel «Konkubinat. Was du wissen solltest».

Wann solltest du einen Konkubinatsvertrag erstellen?

Jede Beziehung ist einzigartig. Ein Konkubinatsvertrag kann in folgenden Situationen jedoch sinnvoll sein:

  • Gemeinsame Zukunft: Wenn ihr langfristig eine gemeinsame Zukunft plant
  • Gemeinsame Kinder: Wenn ihr euch Kinder wünscht, oder bereits welche habt
  • Grössere Anschaffungen: Wenn ihr gemeinsam ein Haus oder eine Wohnung kauft
  • Geteilte Kosten: Wenn ihr die Kosten für Lebensmittel, Miete, Energie usw. gemeinsam bezahlt
  • Finanzielle Absicherung: Wenn ihr die oder den einkommensschwächeren Partner absichern möchtet
Welche Formen kann ein Konkubinatsvertrag haben?

Es gibt keine festen Regeln für einen Konkubinatsvertrag. Er kann daher mündlich oder schriftlich sein. Im Fachjargon heisst das «Formfreiheit». Tipp: Wir empfehlen dir, den Vertrag schriftlich zu verfassen. So kannst du dich im Falle von Streitigkeiten darauf berufen.

💡 Gut zu wissen: Wenn der Konkubinatsvertrag keine Vereinbarungen über das Erbe enthält, muss er nicht notariell beurkundet werden. Ihr könnt euer Erbe in einem separaten Testament oder Erbvertrag regeln.

Vorgehen: Vertrag richtig aufsetzen

Hier findest du wichtige Punkte, die ihr besprechen solltet. Damit legt ihr das Fundament für einen Konkubinatsvertrag:

  • Inventar: Die Grundlage eines Konkubinatsvertrag ist ein Inventar aller Vermögenswerte, die ihr besitzt. Das sind bewegliche Vermögen wie Bankkonten, Wertschriften, aber auch Möbel oder das eigene Auto. Listet ausserdem euer unbewegliches Vermögen wie bspw. Immobilien auf. Bei Eigentum, das euch beiden gehört, ist wichtig zu wissen, wer wie viel dafür bezahlt hat.
    💡 Tipp: Aktualisiert dieses Inventar regelmässig. So behaltet ihr den Überblick.
  • Ausgaben: Viele Paare haben eine Haushaltskasse oder ein Haushaltskonto, das sie teilen. Daraus bezahlen sie ihre gemeinsamen Ausgaben wie Miete, Strom, TV, Internet, Lebensmittel oder gemeinsame Versicherungen wie Hausrat- und Haftpflichtversicherung usw. Klärt unbedingt, wer wie viel wofür zahlt, und haltet dies fest.
  • Vorsorge- und Versicherungssituation: Prüft eure Versicherungs- und Vorsorgesituation. Grundsätzlich habt ihr keinen Anspruch auf das Vermögen der 2. Säule eurer Partnerin oder eures Partners. Je nach Pensionskasse könnt ihr euch aber gegenseitig begünstigen. Dasselbe gilt auch für Gelder aus der 3. Säule. Klärt also ab, ob und wie ihr euch gegenseitig begünstigen könnt. In den meisten Fällen müsst ihr eine schriftliche Begünstigungserklärung abgeben. Prüft ausserdem eure Versicherungssituation und stimmt diese aufeinander ab.
  • Zukunftsvorstellungen: Wie stellt ihr euch eure gemeinsame Zukunft vor? Möchtet ihr eine Familie gründen, Wohneigentum kaufen, oder euch selbständig machen solltet? Die Antworten auf diese Fragen werden euch helfen, zu bestimmen, wie stark ihr euch gegenseitig absichern möchtet.
Inhalt: Was darf im Vertrag nicht fehlen?

Wie ihr einen Konkubinatsvertrag aufsetzt, ist euch überlassen. Ihr könnt ihn selbst oder mit Hilfe eines Profis (Anwältin oder Notar) aufsetzen. Es ist jedoch sinnvoll, ihn schriftlich zu verfassen. Pro Familia empfiehlt, folgende Punkte festzuhalten:

  • Inventarliste: Wem gehört in eurem Haushalt was?
  • Immobilienkauf: Kauft ihr gemeinsam Immobilie(n)? Wer ist Eigentümerin und wer Miteigentümer? Wie hoch sind die eingebrachten Eigenkapitalien?
  • Wohnung: Auf wen läuft der Mietvertrag? Ist für den Partner ein Untermietvertrag nötig? Wie soll die Regelung bei Trennung lauten?
  • Haushaltskosten: Wie teilt ihr euch die Haushaltskosten?
  • Unterhaltsbeiträge: Zahlt die finanzstärkere Person der anderen Person monatliche Unterhaltsbeiträge, wenn ihr euch trennt? Wie hoch sind diese, und wie lange werden sie gezahlt?
  • Vermögen: Wie teilt ihr euer Vermögen auf? Und wie gleicht ihr Einbussen bei der AHV und der Pensionskasse aus?
  • Tod: Schliesst ihr eine Todesfallrisikoversicherung ab, in der ihr euch gegenseitig begünstigt?
  • Gemeinsame Kinder: Wie regelt ihr das Sorge- und Besuchsrecht sowie die Unterhaltskosten?
Zusätzliche Dokumente für eure Sicherheit

Überlegt euch, ob ihr euch gegenseitig spezielle Vollmachten für z. B. Bank- oder Postgeschäfte oder sogar eine Generalvollmacht erteilen möchtet. Darüber hinaus gibt es weitere wichtige Dokumente, um in jeder Situation füreinander da zu sein:

  • Entbindung von der Schweigepflicht: Ohne eine Erklärung zur Entbindung der Schweigepflicht erhaltet ihr keine Informationen über den Gesundheitszustand eurer Partnerin oder eures Partners sowie kein Besuchsrecht im Falle eines Spitalaufenthalts.
  • Patientenverfügung: In diesem Dokument legt ihr fest, welche medizinischen Massnahmen ihr bei Urteilsunfähigkeit wünscht oder ablehnt. Dies gilt für den Fall, dass ihr nicht mehr in der Lage seid, selbst Entscheidungen zu treffen. Ihr könnt auch bestimmen, wer für euch medizinische Entscheidungen treffen soll. Hier findest du eine Vorlage für eine Patientenverfügung.
  • Vorsorgeauftrag: Mit einem Vorsorgeauftrag legt ihr fest, wer für euch einspringt, wenn ihr selbst nicht mehr entscheiden könnt. Dazu gehören Dinge wie das Öffnen der Post, das Bezahlen von Rechnungen oder der Umgang mit den Behörden. Das Schweizerische Rote Kreuz bietet ein Muster zum Herunterladen an.
  • Testament / Erbvertrag: Wenn deine Partnerin oder dein Partner stirbt, hast du keinen Anspruch aufs Erbe. Das könnt ihr mit einem Testament oder einem Erbvertrag festhalten. Dabei müsst ihr die gesetzlichen Pflichtteile beachten – und beim Verfassen die Formvorschriften.
Fazit: das Wichtigste in Kürze

Liebe ist wunderbar und unvorhersehbar. Denke dabei daran, dass das Schweizer Gesetz Konkubinatspaare anders behandelt als Ehepaare. Wenn du also mehr Schutz wünschst, ist ein Konkubinatsvertrag mehr als nur lästiger Papierkram.

Disclaimer

Sämtliche Inhalte dienen ausschliesslich der allgemeinen Information und stellen keinen Ersatz für eine individuelle Beratung durch fachkundige Personen dar. Jede Handlung,
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