Market View 06.05.2026
Aktuelle Marktinformationen für Privatanleger
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Geopolitik: Der am 28.02.2026 begonnene Krieg im Nahen Osten hat in den letzten Monaten die Märkte bewegt. Seit dem 8. April gilt ein Waffenstillstand. Das schürte Hoffnungen bei Anlegerinnen und Anlegern. Die Strasse von Hormus, eine zentrale Schiffsroute für die globale Energieversorgung, bleibt jedoch blockiert.
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Notenbanken: In den USA, der EU und Schweiz belassen die Zentralbanken ihre Zinspolitik vorerst unverändert.
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Finanzmärkte: Der Waffenstillstand zwischen dem Iran, Israel und den USA löste im April eine Erholung an den Märkten aus. Die Performance von Schwellenländer-Aktien war besonders stark.
Obligationen
Bei Unternehmensanleihen sind die Kreditaufschläge sowohl im Investment-Grade- als auch im Hochzins-Segment nach wie vor sehr niedrig. Bei Fremdwährungsanleihen, die währungsgesichert sind, schmälern die erhöhten Absicherungskosten für Schweizer Anleger das Renditepotenzial zusätzlich. Auch bei Obligationen aus Schwellenländern sehen wir noch attraktive Renditen. Einige Schwellenländer profitieren zudem vom Energiepreisschock. Insgesamt positionieren wir uns jedoch unter der strategischen Allokation.
Aktien
Wir halten an unserem leichten Übergewicht in dieser Region Schwellenländer fest. Dieses wird durch eine geringere Allokation im stark von den USA dominierten Aktien-Welt-Segment ausgeglichen. Insgesamt haben wir somit eine Aktienallokation, welche im Einklang mit unserer Strategie ist.
Immobilien
Wir legen den Fokus auf Anlagen mit niedrigeren Agios und halten an unserer Präferenz fest.
Alternative Anlagen
Mittelfristig dürfte die Goldstärke anhalten. Bei kreditrisikobehafteten Anlagen wie Senior Secured Loans sollte weiterhin auf die Kreditqualität sowie auf das Software-Exposure geachtet werden. Aufgrund ihrer niedrigen Korrelation zu Aktien und Obligationen sind Katastrophenanleihen in einem gemischten Portfolio aktuell besonders wertvoll.
Der Waffenstillstand zwischen dem Iran, Israel und den USA löste im April eine Erholung an den Märkten aus.
- Obligationen
Angesichts des Kriegs im Nahen Osten führten Inflationsängste und Sorgen über neue Staatsausgaben zu einem Anstieg der Langfristzinsen. Wie es weitergeht, hängt von der weiteren Entwicklung im Iran ab. - Aktien
Der Waffenstillstand im Nahen Osten hat zu einer Erholung der Börsen geführt. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch solide Unternehmensergebnisse und eine ungebrochene Nachfrage nach KI-Hardware. Die Performance von Schwellenländer-Aktien war besonders stark. Diese legten im April in Schweizer Franken um über 10 Prozent zu. - Gold
Nach seinem kometenhaften Aufstieg in den vergangenen Monaten enttäuschte Gold als sicherer Hafen beim Kriegsausbruch im Nahen Osten. Dies war unter anderem den höheren Zinsen geschuldet. Diese machen Gold weniger attraktiv. - Immobilien
Schweizer Immobilienanlagen verzeichneten einen deutlichen Anstieg und weisen somit seit Jahresbeginn wieder eine positive Performance auf.
Wirtschaftswachstum
- Vorlaufende Wirtschaftsindikatoren zeigen die ersten Anzeichen der Folgen des Nahostkonflikts.
- Im Euroraum fiel der Einkaufsmanagerindex, ein Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung, auf den niedrigsten Stand seit 2024. In den USA erreichte die Konsumentenstimmung den niedrigsten Wert seit Beginn der Messungen.
Inflation
- Aufgrund höherer Energiepreise stiegen die Teuerungsraten im März weltweit an.
- Ein weiterer Anstieg ist im April zu erwarten.
- Wie stark dieser ausfallen und wie lange er anhalten wird, hängt vom weiteren Verlauf des Nahostkonflikts und der damit zusammenhängenden Lieferengpässe ab.
USA (Aktueller Leitzins: 3.50-3.75%)
In den USA kommt es zu einem Führungswechsel. Fed-Chef Jerome Powell übergibt das Ruder an Kevin Warsh. Dieser hat sich in den letzten Monaten immer wieder für niedrigere Zinsen ausgesprochen. Ein energiebedingter Inflationsanstieg könnte seine Pläne jedoch durchkreuzen.
Euroraum (Aktueller Leitzins: 2.00%)
Angesichts des Nahostkonflikts spekulieren Anleger:innen weiterhin auf höhere Zinsen im Euroraum im Verlauf des Jahres. Die EZB wird jedoch zunächst abwarten und beobachten, wie sich die Datenlage verändert.
Schweiz (Aktueller Leitzins: 0.00%)
Angesichts der steigenden Inflation sind Negativzinsen vom Tisch. Es wird bereits über eine Zinserhöhung spekuliert. Da die Inflation jedoch auch mit höheren Energiepreisen im Zielband der SNB liegen dürfte, gehen wir davon aus, dass die Schweizer Nullzinspolitik vorerst weiter anhalten wird.
Nächste Termine
- EZB: 11.06.2026
- Fed: 17.06.2026
- SNB: 18.06.2026
- Höhere Energiekosten wirken insgesamt für US-Unternehmen noch nicht belastend.
- Die Unternehmens-ergebnisse für das erste Quartal 2026 zeigen, dass die Gewinnmargen in den USA weiter steigen.
- Es wird der höchste Wert seit 2009 erwartet.
Der KI-Trend bleibt eine treibende Kraft für die Börsen
- Anleger denken bei "KI" oft an die USA und die "Magnificent 7".
- Doch auch Schwellenländer-Aktien profitieren stark vom KI-Trend. Grund dafür ist das hohe Gewicht von Unternehmen, die Halbleiter und Hardware produzieren, im Index.
- Genau diese Unternehmen sahen eine ungebrochene Nachfrage und somit einen massiven Kursanstieg in den letzten Monaten.
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