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Blog Wildunfall: Was zu tun ist und welche Versicherung zahlt

Wildunfälle sind gefährlich für Mensch und Tier – und meistens eine teure Angelegenheit. Lesen Sie hier,

  • was bei einem Wildunfall in der Schweiz zu tun ist,
  • welche Versicherung bei Wildunfällen zahlt und
  • wie Sie einer Kollision mit Wildtieren vorbeugen können.
12. Dezember 2023
Gerade auf Landstrassen besteht in den Morgen- und Abendstunden sowie nachts ein erhöhtes Risiko, dass sich die Wege von Autos und Wildtieren kreuzen. Hier erfahren Sie, wie Sie einem Wildunfall vorbeugen können und was in der Schweiz zu tun ist, wenn es dennoch einmal kracht.
Was ist ein Wildunfall?

Laut Statistik ereignen sich in der Schweiz jedes Jahr rund 20'000 Wildunfälle. Als Wildunfall wird in der Regel ein Zusammenstoss eines fahrenden Fahrzeugs mit einem Wildtier verstanden. Dabei können erhebliche Schäden entstehen, weil die Wucht des Aufpralls mit der Geschwindigkeit des Autos steigt. So kann bereits bei Tempo 60 ein Rothirsch mit einer Wucht von rund fünf Tonnen Gewicht auf den fahrenden Wagen knallen.

Was eine Versicherung als Wildunfall deklariert, hängt auch in der Schweiz häufig von der Art des Tieres ab: So sind bei manchen Tarifen nur Kollisionen mit sogenanntem «Haarwild» versichert. Dazu zählen unter anderem Rehe, Hirsche, Wildschweine, Gämsen, Füchse und Dachse. Bei der Baloise Autoversicherung gibt es diese Einschränkung nicht: Sie schützt Versicherte gegen Unfälle mit Tieren aller Art.

Was bei einem Wildunfall zu tun ist

Taucht plötzlich ein Reh oder Wildschwein auf der Strasse auf, reagieren viele Menschen panisch und versuchen dem Tier auszuweichen, um einen Wildunfall zu vermeiden. Fachleute raten allerdings von Ausweichmanövern ab. Denn unkoordinierte Lenkbewegungen können dazu führen, dass Sie mit Ihrem Auto in den Gegenverkehr geraten, im Graben landen oder gegen einen Baum fahren. Damit würden Sie nicht nur Ihre eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmenden gefährden, sondern unter Umständen auch Ihren Versicherungsschutz verlieren (weiter unten erfahren Sie dazu mehr).

Wie Sie sich bei Wild auf der Strasse richtig verhalten
  1. Entdecken Sie auf der Fahrt ein Wildtier, versuchen Sie Ruhe zu bewahren.
  2. Steht das Wild in der Nähe der Strasse, verringern Sie das Tempo und reduzieren Sie ggf. das Licht der Scheinwerfer. Hupen Sie nicht, um das Tier nicht zu erschrecken und aufzuscheuchen.
  3. Steht das Tier bereits auf Ihrer Fahrbahn und reagiert weder auf Abblendlicht noch Hupe, leiten Sie eine Vollbremsung ein.
  4. Halten Sie dabei das Lenkrad fest, damit Sie die Fahrspur halten und der Wagen nicht ausbricht.
  5. Auch wenn es schwerfällt: Geben Sie nicht dem Drang nach, auszuweichen, um den Wildunfall zu vermeiden. Eine kontrollierte Kollision verursacht in vielen Fällen weniger Schaden als unkontrolliertes Ausscheren.
Was Sie nach dem Wildunfall tun müssen

 

Bei einem Unfall mit Wild gelten ähnliche Verhaltensregeln wie bei anderen Autounfällen:

  1. Halten Sie an und schalten Sie die Warnblinkanlage ein.
  2. Ziehen Sie die Warnweste an, sichern Sie die Unfallstelle und stellen Sie das Warndreieck in geeigneter Entfernung auf.
  3. Markieren Sie den Ort der Kollision oder machen Sie Fotos vom Unfallort. Merken Sie sich ggf. die Fluchtrichtung, falls das Tier weggelaufen ist.
  4. Sind weitere Fahrzeuge bzw. Personen an dem Wildunfall beteiligt, leisten Sie bei Bedarf Erste Hilfe. Nähern Sie sich jedoch nicht dem verletzten Tier, um ihm zu helfen. Das verursacht bei Wildtieren noch mehr Panik und Stress.
  5. Viele fragen sich, welche Nummer sie in der Schweiz bei einem Wildunfall anrufen sollen – hat man doch in der Regel die Rufnummer der örtlichen Wildhut nicht parat. Rufen Sie daher immer die Polizei unter der 117. Sie informiert ggf. die zuständigen Stellen.
  6. Warten Sie auf das Eintreffen der Polizei oder der Wildhut. Die Fachleute entscheiden auch darüber, was mit dem in den Wildunfall verwickelten Tier passiert.
  7. Lassen Sie sich vor Ort den Wildunfall schriftlich bescheinigen, um ihn Ihrer Versicherung melden zu können.
  8. Haben Sie eine entsprechende Autoversicherung abgeschlossen, informieren Sie diese zeitnah über den Wildschaden. Bei Baloise melden Sie den Schaden unkompliziert per Telefon unter 00800 24 800 800 oder online.
Bei einem Wildunfall in der Schweiz Strafen aus dem Weg gehen

Handeln Verkehrsteilnehmende nicht fahrlässig (etwa durch überhöhte Geschwindigkeit), gibt es bei einem Wildunfall in der Regel keine Schuldigen. Tatsächlich werden jedoch in der Schweiz infolge von Wildunfällen immer wieder Strafen verhängt, weil sich Menschen nicht richtig verhalten. Denn wer nach einer Kollision mit einem Wildtier weiterfährt, macht sich strafbar: Bei einem Wildunfall besteht eine gesetzliche Meldepflicht. Diese gilt allerdings nicht für Kleintiere wie Vögel oder Amphibien.

Das bedeutet, dass Sie einen Wildunfall in der Schweiz sofort melden und solange vor Ort bleiben müssen, bis die Polizei oder die Wildhut eintrifft. Ein verletztes Tier hingegen einfach liegenzulassen und weiterzufahren, würde gegen das Tierschutzgesetz verstossen. Ebenso wenig ist es erlaubt, das verletzte oder tote Tier bei einem Wildunfall mitzunehmen. Hierbei droht in der Schweiz eine Strafe wegen Wilderei.

Wenn Sie sich an die obigen Verhaltensregeln halten, müssen Sie mit keiner Busse rechnen. Im Gegenteil: Nur dann können Sie den Schaden an Ihrem Auto korrekt der Versicherung melden und erhalten die Reparaturkosten erstattet.

Welche Versicherung zahlt bei einem Wildunfall?

Damit Sie die Reparaturkosten bei einem Wildschaden nicht selbst zahlen müssen, ist eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für Ihr Auto nötig. Die Teilkaskoversicherung zahlt die Reparaturkosten, die an Ihrem Fahrzeug durch die direkte Kollision mit einem Wildtier entstehen. Bei Schäden die an Ihrem Fahrzeug in Folge eines Ausweichmanövers entstehen, greift der Versicherungsschutz der Teilkasko demnach nicht. Voraussetzung für die Begleichung des Schadens ist zudem bei den meisten Versicherungen, dass Ihr Auto bei dem Wildunfall in Bewegung war und dass das Tier zum Zeitpunkt des Zusammenpralls noch lebte.

Wichtig: Zur Schadensabwicklung benötigt die Versicherung eine Wildunfallbescheinigung. Lassen Sie sich diese am Unfallort unbedingt ausstellen, wenn Sie den Schaden melden möchten. Sollten Sie über keine Bescheinigung verfügen, wird die Versicherung voraussichtlich Ihr Fahrzeug vor der Reparatur besichtigen wollen. Kontaktieren Sie die Versicherung deshalb immer vor der Reparatur.

Schäden nach Ausweichmanöver

Möchten Sie Schäden abdecken, die an Ihrem Auto durch ein Ausweichmanöver entstehen, ist eine Vollkaskoversicherung nötig. Diese übernimmt die Kosten für Schäden am eigenen Fahrzeug, etwa wenn Sie einem Wildtier ausweichen und dabei gegen eine Laterne oder ein Strassenschild prallen.

Die in der Schweiz obligatorische Autohaftpflichtversicherung greift bei einem Unfall mit Wild allenfalls für Drittschäden – also zum Beispiel, wenn Sie einem Wildtier ausweichen und dabei ein anderes Auto, ein Strassenschild oder eine Leitplanke beschädigen. Auch allfällige Wildsuchkosten, Kadaverentsorgungen oder Forderungen für das Wild werden über die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs reguliert. Schäden am eigenen Auto übernimmt die Haftpflichtversicherung nicht.

Wie Sie Kollisionen mit Wildtieren vorbeugen können

Wildunfälle lassen sich in der Schweiz nicht komplett ausschliessen. Aber mit den folgenden Tipps können Sie das Risiko eines Zusammenstosses reduzieren:

  • Fahren Sie vor allem in den Morgen- und Abendstunden sowie nachts in ländlichen (Wald‑)Gebieten, an hohen Mais- und Getreidefeldern und insbesondere in Wildwechselzonen langsamer. Dadurch haben Sie mehr Zeit, auf Wildtiere zu reagieren.
  • Agieren Sie während der Paarungs- sowie Setzzeit besonders vorsichtig.
  • Seien Sie aufmerksam und beobachten Sie den rechten Strassenrand. Wenn möglich, fahren Sie nicht zu weit rechts, sondern etwas näher am Mittelstreifen.
  • Halten Sie einen grösseren Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen, falls dieses unerwartet abbremst, und seien Sie selbst bremsbereit.
  • Entdecken Sie ein Wildtier in der Nähe der Strasse, verringern Sie das Tempo und blenden Sie ggf. die Scheinwerfer ab. Viele Fachleute raten davon ab, zu hupen, um das Tier nicht aufzuschrecken.
  • Überquert etwa ein Reh oder Wildschwein die Strasse, kann es sein, dass noch weitere Tiere folgen. Warten Sie daher auf Nachzügler, bevor Sie in der gewohnten Geschwindigkeit weiterfahren.

Tierisch gut: Die Baloise Teil- und Vollkaskoversicherungen schützen Sie zuverlässig bei Kollisionen mit Wildtieren und vielen anderen Schäden.

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